Die Meute ist ausgeruht und setzt zum neuen Angriff an.

Die Salamitaktik dieses Herrn Professor aus Österreich, Stefan Weber, hat ein klares Ziel. Er will mit seinen Manövern gegen die Kanzlerkandidatin, Annalena Baerbock, die Grünen weiter unter Druck zu setzen.

Vielleicht passt es dem Mann nicht, dass die Partei sich langsam etwas von ihrem Umfragetief zu erholen scheint.

Die NZZ hat sich jedenfalls wie Bluthunde auf die neuerlichen »Rechercheergebnisse« des Österreichers gestürzt. In den Berliner und Zürcher Redaktionsstuben scheint man auf weitere Wirkungstreffer bei den Umfragen zu hoffen.

Jedenfalls glaube ich nicht, dass es denen und anderen so genannten wertkonservativen Medien um Aufklärung geht.

Fast schon schien es, als sei die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock gerade noch mit einem blauen Auge davongekommen, als sich die Aufregung um plagiierte Passagen in ihrem Buch gelegt hatte und von den Nachrichten der Hochwasserkatastrophe verdrängt wurde. Sie hatte Fehler eingeräumt und wollte nun nach vorne schauen.

Neues Plagiat: Baerbock soll auch von Habeck abgeschrieben haben

Es geht in meinen Augen jedenfalls bestimmt nicht um die Information der LeserInnen, sondern um die politische Vernichtung unliebsamer Gegner. Dass ich das über das Traditionsblatt sagen muss, ist traurig. Soweit hat Gujer es getrieben. Er und seine Leute schreiben ein wenig zu offensichtlich für das dominierende rechte Publikum der Zeitung.

Natürlich ist die »Welt« von Springer auch auf diesen Zug aufgesprungen. Wer, wenn nicht die Springer-Presse könnte den nahezu kongenialen Partner der schweizerischen geben. Wie tief ist die NZZ gesunken?

Habeck wird sich bestimmt sehr verärgert darüber, dass seine Kollegin bei ihm geklaut hat. Daran wird auch das nichts ändern, was die Schmierfinken der »Welt« in den letzten Tagen über die »eigennützige Loyalität Habecks« vom Stapel gelassen haben. Bislang sind erstaunlich wenig deutsche Medien auf die neue Weber-Enthüllung angesprungen. Echt schade!


3 Gedanken zu „Die Meute ist ausgeruht und setzt zum neuen Angriff an.“

  1. Das wusste ich nicht.
    Die NZZ hatte bei mir einen hohen Ruf, wegen ihrer wissenschaftlichen Artikel.
    Ich frage mich, wie man sich als Politiker fühlen muss bei all diesem Kesseltreiben?

  2. Hatte sie, die NZZ. Ich habe sie deshalb eine ganze Weile abonniert. Das hat endgültig einen Knacks bekommen als ich die Einseitigkeit wahrgenommen hatte, in der Gujer insbesondere mit seinem Projekt „Der andere Blick“ Deutschland hinstellt. Die Zahl der Beschwerden (auch in der dt. Blogsphäre) sprechen da, glaube ich, für sich.

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