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Ein paar Fotos von der Erft


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Die Erft ist durch die Hochwasserkatastrophe vom Juli ins Gerede gekommen. Sie ist ein Fluss, der noch viel mehr zu unserer Heimat zählt als unter anderem der Kölner Dom. Der Kölner Dom steht nun einmal mehr als 30 km von hier weg. Die Erft war immer da.

Niemals hätte ich damit gerechnet, dass sie einmal die Ursache von Tod und Zerstörung in unserer Region sein könnte. Die Städte nördlich der Unglücksgebiete blieben verschont. Der Kölner Stadt-Anzeiger meldete am 20. Juli, dass der Nordkreis mit den Städten Kerpen, Bergheim und Bedburg von den Folgen des Hochwassers verschont wurde, weil eine Kiesgrube wie ein Rückhaltebecken gewirkt hat. Natürlich fällt jedem bei dem Wort Kiesgrube das schreckliche Bild ein, das von Erftstadt-Blessem aus um die Welt ging. Diese Kiesgrube bewirkte das furchtbare Gegenteil.

In Bedburg gibt es sie – die Erft – gleich mehrfach. Es gibt die Erft, den Erftkanal und die »kleine« Erft.

Unsere Stadt (ca. 25′ Einwohner) wird von zwei Erftbrücken geteilt. Es gibt eine nördliche und eine südliche Brücke.

Erftkanal (von der nördlichen Erftbrücke fotografiert).

Interessant finde ich, wie der Flusslauf vor Jahrzehnten (hier der Zusammenfluss von Erft und Erftkanal (Mitte des Bildes) einmal ausgesehen hat. Auf dieser Postkarte erkennt man, wie viel Wasser die Erft bei der Entstehung des Fotos geführt hat.

Ein Foto, das wahrscheinlich schon vor dem 2. Welt-Krieg aufgenommen wurde. Heute stehen auf diesem Gelände (rechts und links) viele Einfamilienhäuser.

Gestern habe ich ein paar Aufnahmen an einer anderen Stelle (weiter nördlich) gemacht. Die beiden ersten Fotos stammen aus einem anderen Jahr. Die folgenden vier Fotos zeigen, wie viel Wasser die Erft im Moment führt.

Wenn man diese Idylle sieht, tut man sich schwer mit dem Gedanken, dass ab diesem Unglück die Erft und die apokalyptischen Bilder und Erlebnisse der betroffenen BürgerInnen und ihre Schicksale untrennbar miteinander verbunden sind.


2 Gedanken zu „Ein paar Fotos von der Erft“

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