Medien

FFF: Da kriegt Müller-Vogg Plaque

Über Greta Thunberg kann man nach ihrer bekundeten Sympathie für die Sache der Palästinenser (geteilte Tweets von Naomi Klein) gerade viel lesen. Wenig Schmeichelhaftes.

Das Gleiche kann man im gleichen Zusammenhang auch über Luisa Neubauer sagen, die Armin Laschet noch am letzten Sonntag bei »Anne Will« zusammengefaltet hat, weil dieser nichts gegen die Kandidatur von Hans-Georg Maaßen in einem Thüringer Wahlkreis unternommen hätte. Ich sagte es hier bereits: Gegen demokratische Entscheidungen kann man die Stimme erheben, weil man sie für falsch hält. Aber verbieten kann man sie zum Glück nicht. Jedenfalls noch nicht.

Dass die Streiter für die richtige Sache so krass unterwegs sind, fordert natürlich die andere Seite heraus. Ob Boris Reitschuster oder Müller-Vogg, nicht nur diese beiden rechten Streiter für die richtige Seite, arbeiten sich jetzt mit Vehemenz an den beiden FFF-Repräsentantinnen ab.

Das kann man machen, schließlich bietet die einseitige Unterstützung von Thunberg und Neubauer dafür Anlass genug. Das beide, Reitschuster und Müller-Vogg Männer sind, die mit den Aktivitäten von FFF nichts anzufangen wissen, ist lange bekannt. Aber die Art und Weise, wie beide über Thunberg und Neubauer herfallen, macht dem neutralen Betrachter deutlich, dass extreme Radikalität nichts ist, das allein den Klimaschützerinnen zugeschrieben werden könnte. Ich würde die Männer, was die politische Ausrichtung anlangt, als verdammt reaktionär beschreiben, Reitschuster etwas mehr als Müller-Vogg.

Was Reitschuster in seiner Blase zu verzapfen hat, interessiert mich wenig (keine Links für solche Leute!). Von ihm erwarte ich ebenso wenig wie von allen anderen, die für Tichys Einblick ihre Weltsicht verbreiten. Ich muss ja zum Glück nicht jede Salve von Hetzern verfolgen, obwohl ich andererseits immer wieder mal über dieses Geseier stolpere.

Was Müller-Vogg, der seine beste Zeit als Journalist hinter sich hat, heute bei Focus rausgeblasen hat, passt qualitativ durchaus zu Focus, überschreitet stellenweise aber jedes Maß:

Wer Fridays zukünftig zujubelt, muss wissen: Er unterstützt damit Palästinenser, die Israel auslöschen wollen

Müller-Vogg in seiner heutigen Focus – Kolumne.

Ich konnte wieder nicht umhin, einen kleinen Kommentar zu schreiben und sah später mit Freude, dass, anders als sonst, viele Leute meine Kritik teilten. Das Bild ist längst nicht so einseitig wie sonst bei Focus üblich.

Vielleicht sollte Müller-Vogg seinen Hass herunterschlucken bzw. aufpassen, dass er nicht daran erstickt. Offensichtlich ist er ein echter Freund der FFF-Bewegung. Mit so einem ist jedenfalls kein klimaneutraler Staat zu machen.


Schreibe einen Kommentar


Hier im Blog werden zur Abgabe von Kommentaren keine IP-Adressen gespeichert! Du kannst hier anonym kommentieren. Deine E-Mail-Adresse wird auf keinen Fall veröffentlicht.

Meine Kommentar-Politik: Ich mag Kommentare, und ich schätze die Zeit, die du zu dem Zweck investierst, Ideen auszutauschen und Feedback zu geben. Nur Kommentare, die als Spam oder eindeutig Werbezwecken dienen, werden gelöscht.