Ich soll draußen bleiben, findet Microsoft – Dieser Erpressungsversuch wird Folgen haben!

Auf meinem Rechner läuft seit einiger Zeit bzw. zurzeit noch Windows 11, mehrere Updates sind erfolgt. Alles wunderbar. Mir ist bewusst, dass es sich um eine Preview-Version handelt, die für den produktiven Einsatz nicht gedacht ist. Zum Zeitpunkt der Installation war nicht klar, welche Prozessoren Microsoft in die Kompatibilitätsliste aufnehmen würde und welche nicht. Das Tool, mit dem man die Rechnertauglichkeit prüfen konnte, war vorübergehend nicht mehr zu erhalten. Es gab anscheinend technische Probleme, die man den Kunden nicht zumuten wollte.

Kurzum: mein Rechner schluckte die Installation, besser gesagt das Update, ohne Murren. Die Sicherungskopien sorgten in meinem Fall für die notwendige Sicherheit. Ich könnte auf Windows 10 zurück. Viele Programme laufen aber ohnehin nicht auf meinem PC, so dass sich ihn auch komplett neu aufsetzen könnte. Inzwischen sind wir etwas weiter vorangeschritten.

Rechnung über einen alten PC – aus den 1990er Jahren. Einen Farbbildschirm für 2.500 DM gabs später dazu.

Microsoft bildet sich inzwischen ein, seine Kunden erpressen zu können.

Obwohl mein Rechner im Großen und Ganzen die Kompatibilitätskriterien erfüllt (Intel(R) Core(TM) i7-7700 CPU @ 3.60GHz, 16 GB Hauptspeicher, UEFI-Firmware, Secure Boot mit TPM 2.0, Grafik > 720p, DirectX 12 kompatible Grafikkarte) erscheint der noch leistungsfähig Prozessor nicht auf der MS Kompatibilitätsliste. Das könnte so bleiben, denn am 5. Oktober soll die fertige Version des Betriebssystem bereits zum Download freigegeben sein.

Die hier konstatierte Mindesthardwareanforderung bezieht sich ausschließlich auf den Prozessor (Intel Core I7 – 7700 @3.6GHZ). Der Prozessor wurde im 1. Quartal 2017 in den Markt eingeführt. Jetzt ist er laut Microsoft nicht updatetauglich. Wenn es stimmt, dass keine weiteren Ergänzungen der Prozessor-Kompatibilitätsliste vorgenommen werden, kann ich mit der jetzigen Preview von Windows 11 bald gezwungener Weise nur noch auf Windows 10 downgraden. Besser gesagt: Das System muss via Sicherungskopie oder Neuinstallation auf den alten Stand zurückgebracht werden. Könnte ich tun. Werde ich aber nicht.

Sollte Microsoft diese Erpressung seiner Kunden durchziehen und uns zumuten mit Windows 10, das nur noch bis 2025 unterstützt werden soll, vorliebzunehmen, wechsle ich endgültig zu Apple. Ich habe da schon einen Rechner im Auge. Übrigens bin ich seit 1988 Nutzer von Microsoft-Software.


3 Gedanken zu „Ich soll draußen bleiben, findet Microsoft – Dieser Erpressungsversuch wird Folgen haben!“

  1. Willkommen im Club. Mein noch nicht einmal 2 Jahre altes Surface Go bleibt auch bei Windows 10 hängen. Ich hatte zwar für kurze Zeit Windows 11 installiert. Da aber die Diskussion über zukünftige Updates für diese Geräte durchs Web ging, bin ich wieder zurück zu Windows 10. Ich denke Microsoft hat sich mit diesen Mindestanforderungen keinen Gefallen getan. Ich werde mir in Zukunft auch keinen Windows-Rechner mehr kaufen.

  2. 2 Jahre. Das ist echt bitter. Wie kann Microsoft glauben, dass sie damit „durchkommen“? Vor allem ist es so, dass wir in wenigen Jahren 2025 ohnehin keine Updates mehr für Windows 10 erwarten können. Dann wären unsere Rechner, weil es keine Chance gibt, auf Windows 11 auf den neuesten Stand bringen, Sondermüll. Danke Microsoft. Wie kann man so unglaublich dumm sein?

  3. Glaubt doch bitte Microsoft nicht alles, was sie sagen! Bei mir läuft immer noch Win7 problemlos.Zwar bekomme ich einmal täglich den hinweis, mein System sei unsicher, weil es nicht mehr mit Sicherheitsupdats untersützt würde. Aber beim Herunterfahren heißt es dann zweimal die Woche: Schalten Sie den PC nicht aus, es wird ein Update eingespielt.

    Ich VERMUTE, es ist für MS zu kompliziert, die Updates nur an jene auszuliefern, die für die Verlängerung zahlen (z.B. Bundesregierung) – also bekommen alle die Updates, dann hat man auch insgesamt weniger Ärger.

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