Gesellschaft

Psssst: Sozialgeheimnis

Einige der Clanmitglieder sind nach einer Meldung des WDR-Fernsehens wieder auf freiem Fuß. Sie wohnen jetzt wieder in »ihrer« Villa. Ein dickes Auto stand auch vor der Tür.

Jedenfalls hatte es für mich im WDR-Beitrag diesen Anschein.

Im WDR-Beitrag wurde auch erwähnt, dass ein Verwandter des Clanchefs (Vetter?) die Villa für 1900 Euro monatlich an die Familie vermietet. Bezahlt wird der Betrag vom Leverkusener Jobcenter.

What the fuck?

Wenn ich mit solchen »Informationen« in den asozialen Medien oder zum Beispiel per WhatsApp konfrontiert wurde, habe ich das inhaltlich nicht ernst genommen.

Im Gegenteil, ich habe manchmal diejenigen, die solche vergifteten Meldungen geteilt haben, verurteilt und ihnen Vorhaltungen gemacht. In manchen Fällen war ich in der Lage nachzuweisen, dass es sich um Fake News gehandelt hat.

Bei vielen schien mir die Geschichte so abstrus, dass ich ihr nicht einmal nachgegangen bin.

Ein Fehler? ❗

Es kam ein Gewerkschafter der Polizei zu Wort. Er erklärte diese Ungeheuerlichkeit damit, dass diese Konstellationen aufgrund des Datenschutzes (in diesem Fall des Sozialgeheimnisses) nicht auffallen würden. Eigentlich ist dieser Schutz – wie das immer so ist – gut gemeint.

Man möchte so verhindern, dass z.B. Hartz-IV-Empfänger nicht stigmatisiert werden. Gut, das verstehe ich. Aber das Beispiel zeigt nach dem ganzen Desaster während der Corona-Zeit, dass unser Datenschutz dringend reformiert gehört. Je schneller, desto besser.


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