Retusche (Radieren) mit „Luminar AI“

Seit ich etwas stärker in die Fotografie eingetaucht bin, habe ich auch gelernt, welche Bedeutung die Bildbearbeitung für die Digitalfotografie hat. Natürlich gibt es die Puristen, die ihre Fotos aus Überzeugung unbearbeitet lassen und auch solche, die aus ganz praktischen Gründen nicht mit dem RAW-Format umgehen, sondern sich mit JPEG »begnügen«.

Ich glaube, es war Anfang der Zweitausender Jahre, als ich meine erste digitale Kamera gekauft habe. Danach machte ich meine ersten Gehversuche mit einer Spiegelreflexkamera. Mitte des letzten Jahrzehnts entdeckte ich – wohl durch die gute Werbung von Sony – die APS-C – Kamera A 6000. Unser Nationaltorwart Manuel Neuer war damals der Werbeträger, der mich zum Kauf animiert hat. Die Kamera benutze ich immer noch gerne. Sie ist wunderbar leicht. Unter den Objektiven, die ich an dieser Kamera nutze, befindet sich eines für Makros. Darüber habe ich in diesem Jahr einiges gelernt. Makros sind ein ganz eigenes Thema, das noch einmal besondere Anforderungen an den Fotografen stellt. Die Fortschritte machen Spaß, kosten allerdings auch einige Zeit und manchmal Nerven. Vor allem die Insektenfotografie hat es in sich, obwohl es auch dafür so viele Anleitungen gibt. Es gibt so viele tolle YouTube-Kanäle, so dass sich jeder, der sich auch für die Spezialitäten der Fotografie interessiert, dort hervorragend informieren kann.

Ist man erst einmal in die Materie eingetaucht, macht das Fotografieren erst richtig Spaß. Man lernt dazu und bekommt – so ganz nebenbei – einen neuen Blick auf die Natur. Vorausgesetzt natürlich, man hat sich nicht bei Street-Art oder Porträts festgelegt. Bei mir habe ich gemerkt, dass ich nach und nach Farben, Formen und natürlich »Kompositionen« wahrnehme, die ich lange nicht mehr gesehen hatte. Dabei war meine Nähe zur Natur, die ich während meiner Kindheit und Jugend als sehr stark beschreiben würde, durch die Berufstätigkeit und den Alltag verschüttet. Als Rentner gelingt es mir, diese Wunder wieder für mich zu erschließen. Ich will nicht übertreiben, mir kommts jedenfalls so vor. Und zwar nicht nur, wenn ich gerade mit der Kamera durch die Gegend laufe.

Seit ein paar Jahren bin ich Kunde von Adobe. Ich nutze für meine Zwecke die so genannte Creative Cloud. Enthalten sind neben den Adobe Fonts (früher Typekit), Bridge, Photoshop, Lightroom und noch einige andere Programme. Zu diesen gibt es einige Alternativen, die ich zum Teil auch schon ausprobiert habe. Schließlich bin ich bei Adobe gelandet. Wahrscheinlich, weil viele der Experten, deren Kanäle ich bei YouTube abonniert habe, ebenfalls damit arbeiten.

Vor einer Weile habe ich dazu »Luminar AI« gekauft. Dieses im Vergleich preiswerte Programm nutze ich nicht häufig. Verblüffend finde ich, wie mit künstlicher Intelligenz Bildbearbeitungen mit wenigen Klicks gelingen. Luminar AI (auch sein Vorgänger) brachte Presets mit, die Lightroom inzwischen ebenfalls zur Verfügung stellt. Daneben ist es mit Luminar superschnell und einfach möglich, den Himmel komplett auszutauschen. So lassen sich bei grauem oder blassem, wolkenlose Himmel Aufnahmen in sekundenschnelle aufwerten. Ich finde, dass man diese »Manipulationen« kaum sieht, oder nur dann, wenn man genau hinschaut. Lightroom hat in der neuen Version (11) ebenfalls eine Reihe von Features zur Verfügung gestellt, die künstliche Intelligenz nutzen. Die Ergebnisse sind sehr überzeugend. Wer interessiert ist, sollte sich dieses Video über die Neuigkeiten bei Lightroom anschauen. Es lohnt sich!

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Übersicht über die Neuerungen bei Lightroom Classic (11)

Die letzten Tage hielten noch viel Licht für die Bewunderer der Herbstfarben bereit. Ich war vergangene Woche drei Stunden am so genannten Peringsmaar hier bei Bedburg unterwegs. Vor ein paar Monaten erst war ich dort und habe eine Menge Fotos mitgebracht.

Peringsmaar Herbst 21

Ich habe an einem Zulauf des Peringsmaar ein Foto gemacht, bei dem ich die Retusche-Möglichkeiten (AI-Funktion) von Luminar AI noch einmal ausprobieren wollte. Jetzt möchte ich nicht behaupten, dass diese großflächige Radierung perfekt gelungen wäre. Aber ich finde, sie zeigt, welches große Potenzial in dieser Technik liegt.

Hier einmal das Originalfoto:

Zufluss Peringsmaar

Und hier nun die Bearbeitung des Bildausschnittes (einmal mit und einmal ohne das »störende« Objekt:

Beitragsfoto von (sofern nicht von mir oder nicht Public Domain):