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Windows 11 im Praxistest

TL;DR: Das wichtigste zuerst: Die Einträge der Taskliste lassen sich von zentriert auf linksbündig umstellen / zurückstellen!

Windows 21H2 war mir gleich sympathisch. Ich fand diese hübschen »neuen« Icons so wunderschön… Bei mir ist so etwas schon die halbe Miete. 😁

Mich erheitert es, wenn sich in Foren und Blogs die Hater Kritiker zu Windows – Betriebssystemen melden – und zwar nicht zu knapp.

Ohne eher quantitativen und weniger qualitativen Widerspruch geht es nicht mehr.

Es spielt sich nicht nur im virtuellen Raum ab, die MS-Hater sind auch im wirklichen Leben vertreten. Das Leid all dieser Windows User kann man kaum ermessen. Überall Bluescreens. So oft gehen Daten verloren und was weiß ich noch alles. Und Linux… ja Linux ist doch ein so viel besseres Betriebssystem. Notfalls ist jeder Mac einem Windows-System vorzuziehen. Man kennt das alles.

Ehrlich gesagt, ich kann mich besser an diese Scharmützel gewöhnen als daran, dass sich unsere Gesellschaft längst wegen jedem Scheiß an die Gurgel geht.

Bei der Sache bleiben, Horst! Nur wenige Tage nach der Installation von Windows 10 (21H2) habe ich heute Windows 11 installiert. Als Rentner nutze ich meinen Rechner nur noch privat. Wer soll mir also »verbieten« die Empfehlung, die verfügbaren Versionen nicht auf produktiven Systemen einzusetzen, in den Wind zu schlagen? (Ja, ich habe ein Backup!). War das jetzt eine doppelte Verneinung?

Die Installation auf meinem Rechner ging (TPM 2.0 und Secure Boot hatte ich gecheckt) absolut reibungslos vonstatten. Nicht alle Menüs sind schon ins Deutsche übersetzt bzw. verfügbar.

Was ist das?

Ich hörte, dass die größte Schwierigkeit überhaupt (jedenfalls für den gemeinen deutschen Anwender) die zentrierte Neuausrichtung der Taskliste sein soll. Deshalb wurde in einem der vielen Videos allen Ernstes als erster und wichtigster Hinweis betont, dass man in den Einstellungen eine Linksausrichtung vornehmen kann. Wenn das mal nicht alle Skeptiker überzeugt hat…

Ich schätze Neuerungen. Das weiß einfach jeder, der meinen Blog halbwegs regelmäßig besucht. Warum sollte das beim Einsatz neuer Betriebssysteme anders sein?

Mir gefällt Windows 11 richtig gut. Ich habe mir dieses Genörgel der Experten angehört und war nicht überrascht, dass wenig Positives übrig blieb. Dass die Fenster jetzt abgerundete Ecken haben, war fast so wichtig wie das Ding mit den zentrierten Tasklisten-Einträgen. Ich fasse es nicht!

Übrigens findet ihr die Taskmanager nicht mehr durch das Drücken der rechten Maustaste. Stattdessen muss man die Maus (Rechtsklick) auf das blaue Startsymbol (so schön!) setzen. Dort erscheint dann mit vielen anderen sinnvollen Menüs auch der Taskmanager.

Mich erinnert die Anmutung (je nach Design jedenfalls) stark an das Mac-Interface. Ich nutze übrigens neben meinem Windows 11 PC auch noch ein MacBook Pro. Und ja: Berührung mit Linux hatte ich auch schon. Gute Sache! Auf einer virtuellen Maschine habe ich gern unter dem Linux-Derivat »Knoppix« und Ubuntu gearbeitet. Nacheinander – im Lauf einiger Jahre. Aber für mich geht nichts über Windows.

So, jetzt habe ich mir den Frust vom 0:2 gegen England von der Seele geschrieben. Ich bin jetzt wieder gewohnt ausgeglichen… Wer es glaubt…


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9 Gedanken zu „Windows 11 im Praxistest“

  1. Cool! Da bist du schon einen Schritt weiter wie ich. Ich habe das Microsoft-Tool laufen lassen und das meinte: Du nicht!! Bisher habe ich mich auch noch nicht weiter ran getraut, aber dein Erfolg spornt an. Schauen wir mal!!!!

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  2. Die Testphase zu Beginn von Tag 2 ist erfolgreich. 🙂 Ich las, Windows 11 sei eigentlich nicht mehr als ein Skin für Windows 10. Andere haben mit ihrer Expertise darauf verwiesen, dass die schon so wichtige Taskleiste offenbar ganz neu programmiert worden wäre… Man siehts ja daran, dass die Symbole jetzt zentriert ausgegeben werden. War’n Witz. 🙂

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  3. Du wirst wahrscheinlich deinen Spaß damit haben, und mehr brauchts nicht. Obwohl ich mit Windows seit gut 14 Jahren nichts mehr am Hut habe, habe ich das anschwellende Genörgel schon vernommen. Aber Vergleichbares scheint auch gerade in der Linuxwelt zu passieren: Der Gnome-Desktop (die bei Ubuntu ausgewählte Standardoberfläche) kommt wohl in der kommenden Version ebenfalls mit „Dock“ mittig am unteren Bildschirmrand und nicht links wie bisher. Das wird man zwar sicher wieder umstellen können, aber Genörgel gibt es deswegen auch schon jetzt im Vorab.

    Man kann eigentlich nur versuchen, sich durch Ausblenden und Nicht-Lesen der entsprechenden Quellen und Organe das Geschrei einigermaßen von den Ohren bzw. Augen fern zu halten.

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    • Ich finde es erfrischend, wenn mal einen halbwegs guten Bericht finde, in dem mal mit ein bisschen Sympathie über das eine wie das andere Betriebssystem berichtet wird. Meine Güte. Irgendwie sind doch alle richtig toll und erlauben es, die Dinge, die wir heute mit Rechnern erledigen können, gut abzuarbeiten. Ich denke manchmal an früher, die Steinzeit der Systeme. IBM DOS oder MS DOS und den Einstieg in erste multitaskingfähige Anwendungen. Wie schön war das, als wir keine Diskettenwechsel mehr vorzunehmen brauchten, nur weil wir einen Brief schreiben wollten. Und heute… Eierlebende Vollmilchsauen sind unsere Betriebssysteme. Egal, welches wir da bevorzugen.

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  4. Ich hab bisher nur ein paar Screenshots gesehen und es hat mir gefallen! GRADE WEGEN der mittigen Taskleiste, das Ganze wirkte irgendwie aufgeräumter.

    Das Tool hat auch mir gesagt: Nicht mit diesem PC. Wegen Kriterien, die ich gar nicht kenne, da ist also wieder Forschung angesagt. = erstmal vertagt.

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    • Lies bitte mal diesen Beitrag und teste mit dem darin genannten Tools. Es zeigt die einzelnen Punkte an. Die so weiss du, wie wo anzusetzen wäre. Ich hatte, als ich ohne Tool Tpm2, und secure boot aktiviert. Vllt. ein hast du Glück.

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  5. Woran erkennt man dich (uns) als alte(r) Blogger der ersten Stunde? Katzen-Content! Mann waren die Zeiten schön als noch Blogger die Meinungen im Internet vertraten, mit viel Liebe zum Content und Meinungen untereinander.

    Ja Windows 11 habe ich auch am laufen, auf virtueller Maschine – könnte jetzt auch eine Stunde mit dir Face to Face diskutieren, aber ich hab nicht einmal Zeit darüber selbst in meinem Blog zu schreiben. Glaub mir, seit Neustem bin ich auch noch Kleinweich-Insider und weiß, mehr als ich Erzählen darf 😛 und bekommt dafür nicht einmal Geld 😀

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  6. Ja, lieber Martin. Die Zeiten haben sich gravierend verändert. Dass das so ist, ist ja nicht weiter tragisch. Tragisch ist, was wir in dieser Zeit gelernt bzw. nicht gelernt haben. Einen besseren Umgang miteinander pflegen wir leider nicht. Diskussionen sind selten geworden. Wahrscheinlich auch deshalb, weil man sich die Strapazen einer weiteren ungehobelten Auseinandersetzung gern erspart. Hier ist es i.d.R. schön kuschelig. Ein Vorteil, wenn kaum noch LeserInnen da sind.

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