Es fehlen Licht und Farbe

/ Lesezeit ca. 2 Min.

Der agilste Rentner bin ich sowieso nicht. Ich war froh, dass ich Fotografieren als Hobby für mich entdeckt habe. Wenn es mich rauszieht, dann doch bitte immer nur mit Kamera. Jedenfalls, wenn irgend möglich. Im Winter geht mir die Motivation fast gänzlich flöten. Dieses öde, graue Wetter. Dann ist es zu warm oder zu kalt. Ausreden finde ich immer.

Im ganzen Dezember habe ich so wenig fotografiert wie seit vielen Jahren nicht mehr. Ich mag auch nicht gern allein spazieren gehen, nur manchmal, wenn mich etwas sehr beschäftigt und ich nachdenken will. Einer von uns muss eben zu Hause bleiben. Da bleibt mir nichts anderes übrig, als mich allein auf den Weg zu machen.

Die Trägheit ist hinderlich, zumal die Ausreden sich immer in Griffweite befinden. Dabei weiß ich andererseits wirklich sehr gut, dass ich die Bewegung dringend brauche, um gesund zu bleiben. Und auch, um nicht unsere Personenwaage zu neuen Höchstständen zu provozieren.

Moos am Waldboden

Ich weiß also, was gut für mich wäre. Warum setze ich im Moment trotzdem kaum noch einen Fuß vor die Tür? Wie heißt es in diesen Fällen so gern: Wir haben kein Erkenntnis, sondern ein Umsetzungsproblem.

Gestern war mal ein sonniger Tag. Jedenfalls schien die Sonne während mehrerer Stunden. Es war angenehm frisch und ich zog mir meine Wanderschuhe an. Gut, dass ich nicht meine »guten« Stiefel genommen habe. Die hatte ich fast schon an, als ich an die aufgeweichten Böden durch den vielen Regen dachte.

Ein bisschen Sonne fiel durch die Bäume

Ich bin ein Stündchen durch den Wald spaziert und habe abseitige Wege genutzt. Es war so morastig und glitschig, dass ich wirklich aufpassen musste, nicht auszurutschen. Zum Fotografieren war da kaum was. Trist, nur wenig schönes Licht (obwohl ich erst gegen 15.00 Uhr los war) und kaum Farbe. Immerhin war das Moos schön leuchtend grün. Ein echter Lichtblick. Ich stieß auf ein paar luftige Büsche, in denen sich eine ganze Menge von Meisen niedergelassen hatten. Zum Fotografieren war da nichts, weil die Büsche zwar entlaubt, aber die Äste so dicht waren, dass kein Fokus möglich war.

Der einstündige Spaziergang hat gut getan.

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