Natürliche „Kunst“

Ich liebe die Natur. Gleichzeitig mache ich zu wenig, um sie zu schützen. Dessen bin ich mir bewusst. Aber es gibt Menschen, die unserer Natur mutwillig schaden.

Wenn ich unterwegs bin, mache ich viele Fotos. Bei der Wahl meiner Motive bin ich wenig wählerisch. Es gibt so viel Schönes zu sehen. Da kommt es mir nicht so drauf an, solche wunderschönen Bilder zu erhalten, wie sie oft, insbesondere bei Instagram, zu finden sind. Es gibt viele Fotos von den gleichen Sachen und Standorten. Da ist so, weil ich – aus Gründen – seit Jahren kaum über unsere Stadtgrenze hinauskomme.

Beschmierte Bäume

Was mir bei meinen Streifzügen häufig auffällt, sind Abfälle, die Menschen in den Wald werfen, mal mit Müllbeutel, mal ohne. Kürzlich sah ich einen Riesenstapel Werbezeitungen, die ein Zeitungsausträger wohl keine Lust hatte, ordnungsgemäß an die Haushalte zu verteilen. Gelegentlich sieht man einen ausgemusterten Kühlschrank oder eine Waschmaschinen – mitten im Wald.

Wenn die Leute ihre Hunde auf die engen Waldwege ihre Geschäfte verrichten lassen, darf man sich darüber nicht ärgern, schließlich haben die Fliegen was davon.

Ich frage mich allerdings schon, was manche sich dabei denken, Bäume im Wald mit ihren kreativen Hinterlassenschaften aus Spraydosen zu »verschönern«? Ich kann nur hoffen, dass dies nicht Schule macht. Vor manchen Menschen war schon bisher kein Garagentor, keine Wand sicher. Erweitern diese Idioten jetzt die Plätze für ihre Kreationen auf die Bäume? Ein elender Gedanke.

Beitragsfoto von (sofern nicht von mir oder nicht Public Domain):

Waldweg