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Wenn Frischmilch fast einen Monat nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum noch genießbar ist, ist das nicht nur toll. Oder?

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Gelegentlich kochen wir nichts zum Abendessen, sondern machen stattdessen eine Brotzeit. Heute gabs zwei Scheiben Schwarzbrot mit Frischkäse und Tomaten.

schwarzbrot mit Tomate
schwarzbrot mit Tomate

Obwohl ich immer schon gern Milch getrunken habe, ist es eher selten, dass ich mir ein Glas genehmige. Heute also kein Glas Wasser und kein Wein, sondern 1 großes, leckeres Glas Frischmilch. Mir fiel nicht auf, dass ihr Mindesthaltbarkeitsdatum in drei Tagen seit einem Monat abgelaufen wäre. Obwohl das so ist, war sie nicht sauer, sie schmeckte auch nicht irgendwie komisch.

Da frage ich mich doch: Was zum Teufel tun die heutzutage eigentlich in die Milch? Wenn H-Milch einen Monat über dem Mindesthaltbarkeitsdatum noch trinkbar ist, hätte ich das wohl verstehen können. Aber bei Frischmilch? Frischmilch war für mich immer ein wertvolles Lebensmittel. Jetzt kommen mir Zweifel.

Vielleicht ist es aber auch so, dass unser System der Mindesthaltbarkeitsdaten nicht so nur vernünftig ist. Schließlich leben auch die Tafeln in Deutschland von Lebensmitteln, die manchmal ihr Mindesthaltbarkeitsdatum erheblich überschritten haben. Und diese Lebensmittel werden auch unbeschadet konsumiert.

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Quelle Featured-Image: Glas Frischmilch

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7 Gedanken zu „Wenn Frischmilch fast einen Monat nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum noch genießbar ist, ist das nicht nur toll. Oder?“

  1. Bei Milch überrascht mich das schon, die war früher immer schnell sauer. Und außer einer Wärmebehandlung dachte ich, die kommt so in die Flasche, wie sie halt aus der Kuh kommt. Vielleicht hat sich das auch übers Futter verändert. Bei Käse und Jogurt ist das Mindesthaltbarkeitsdatum ja auch ein Witz. Beides auch lange danach noch genießbar! Die Hersteller gehen wohl lieber auf Nummer Super-Sicher – angesichts der Unmengen an Lebensmitteln, die auf dem Müll landen, brauchts hier eine große Menge gesunden Menschenverstand beim Konsumenten!

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  2. Du hast „länger haltbare“ oder ESL-Frischmilch („Extended Shelf Life“) getrunken. Die wird mit höherer Temperatur pasteurisiert und mit weiteren Verfahren von Bakterien befreit als die altbekannte frische Milch, die heute üblicherweise als „Frischmilch, traditionell hergestellt“ bezeichnet wird. Man muss aber schon genau hingucken, weil das oft nicht in großer Schrift erkennbar ist und die ESL-Milch im selben Kühlregal steht wie die herkömmliche frische Milch. Ich bin auch schon drauf reingefallen…

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  3. @Queen All: Vielleicht führen die verwendeten Mindesthaltbarkeitsdaten auch dazu, dass so viele Lebensmittel auf dem Müll landen? Das wäre doch ein gutes Motiv, solche Angaben anders oder gar nicht zu verwenden. Aber dann würde es die Verbraucherschützer natürlich unverzüglich auf den Plan rufen. Schließlich leben wir in D.

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  4. @Boris: Drei Sorten Milch. Und da ist die Kaffeesahne nicht mal mitgezählt. Mir schmeckt diese Frischmilch gut. Meine Frau habe ich gefragt, ob sie diesen Unterschied auch kennt. Sie meinte, die echte Frischmilch wäre mitunter schon nach 2 Tagen ungenießbar. Vielleicht sind auch die Verteilungswege so gestaltet, dass ein Angebot von „echter Frischmilch“ etwas problematisch ist. Wahrscheinlich könnte ich ggf. nur halbe Liter kaufen. Es gibt hier die Eifel-Milch, die ich besonders lecker fand. Und die schmeckt noch einmal anders als die Frischmilch, die ich gestern Abend (wie meistens) getrunken habe.

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  5. @Horst: ich habe mich selber schon mal gewundert, wieso eine Tüte Milch so lange halten kann. Sauer wird die Milch meines Wissens ja sowieso nicht mehr, höchstens schlecht. Ich kann mich noch an die ganz frische Milch direkt vom Bauern erinnern, die konnte man als „dicke Milch“ auch noch nach Tagen essen. Allerdings war die auch ziemlich fettig.

    @Boris: Wenn die ESL-Frischmilch noch höheren Temperaturen ausgesetzt wird, sind denn dann überhaupt noch Inhaltsstoffe drin?

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  6. @Peter Lohren: Als Kind habe ich abends häufig „unseren Liter“ direkt in der Milchküche abgeholt. Die wurde, daran erinnere ich mich, auch damals pasteurisiert. Das war Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre. Seitdem dürften sich die Techniken erheblich verändert haben. Aber die Begriffe werden immer noch verwendet. H-Milch mag ich nicht – außer im Kaffee, wenn keine Kaffeesahne da ist. Ab und zu ein Glas „frische“ Milch geht eigentlich immer.

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