- Google Chrome blockt uBlock Origin & Co. â Norbert Eder greift ein Thema auf, das viele Nutzer betrifft: Googles Umgang mit Erweiterungen wie uBlock Origin. FĂŒr alle, die Browserfreiheit, Datenschutz und Werbeblocker nicht fĂŒr Luxus halten, ist das ein naheliegender Fund. â 09.06.2026
- Der Grafiktrick fĂŒr die grossen Sprachmodelle â Clickomania schreibt darĂŒber, wie sich mit KI-Modellen SVG-Grafiken erzeugen lassen. Ein praktischer Beitrag fĂŒr alle, die KI nicht nur bestaunen, sondern als Werkzeug begreifen wollen. â 09.06.2026
- KI genutzt â muss ich mich jetzt schĂ€men? â Alphathiel greift die persönliche Seite der KI-Nutzung auf. Gerade fĂŒr Blogger ist das spannend: Wo endet Werkzeuggebrauch, wo beginnt Rechtfertigungsdruck? â 08.06.2026
- OpenCode: KI-Agenten mit mehr digitaler MĂŒndigkeit â Nele schreibt ĂŒber KI-Agenten und digitale Selbstbestimmung. Das passt gut zur Frage, wie viel Kontrolle Nutzer ĂŒber ihre Werkzeuge behalten sollten. â 08.06.2026
- BizzFed â Der Beitrag beschreibt ein berufliches Netzwerk aus eigener Hand. Interessant ist daran die Idee, digitale Infrastruktur nicht kampflos den groĂen Plattformen zu ĂŒberlassen. â 08.06.2026
- Oder doch boykottieren? â Couchblog fragt mit Blick auf die MĂ€nner-FuĂball-WM, ob Boykott eine sinnvolle Antwort sein kann. Das Thema verbindet Sport, Moral, Konsum und politisches Unbehagen. â 08.06.2026
- Musikstreaming: Das Blöde am digitalen Vertrieb â Henning Uhle schreibt ĂŒber Musikstreaming aus Sicht eines Musikers. Ein guter Anlass, ĂŒber Plattformökonomie, VergĂŒtung und digitale AbhĂ€ngigkeiten nachzudenken. â 08.06.2026
Google Chrome beendet die UnterstĂŒtzung fĂŒr alte Manifest-V2-Erweiterungen. Davon betroffen sind vor allem klassische Adblocker wie das originale uBlock Origin. Adblocker verschwinden aber nicht vollstĂ€ndig; sie mĂŒssen unter Chrome kĂŒnftig als Manifest-V3-Version laufen â mit EinschrĂ€nkungen.
Google selbst nennt den Stand ziemlich deutlich: Seit Chrome 138 sind Manifest-V2-Erweiterungen fĂŒr alle Chrome-Nutzer deaktiviert; mit Chrome 139 endet auch die Enterprise-Ausnahme. Manifest-V2-Erweiterungen funktionieren dann in Chrome nicht mehr.
Chrome, Chromium, Chrome-Derivate â wo liegt der Unterschied?
Chromium ist das freie Open-Source-Browserprojekt, auf dem mehrere Browser aufbauen.
Google Chrome ist Googles eigener Browser auf Chromium-Basis â mit Google-Diensten, Google-Branding und Googles Entscheidungen zur Erweiterungsplattform.
Chromium-basierte Browser oder umgangssprachlich «Chrome-Derivate» sind Browser, die Chromium als technische Grundlage nutzen, aber eigene Funktionen, eigene Einstellungen und teils eigene Schutzmechanismen einbauen.
Dazu gehören unter anderem:
| Browser | Einordnung |
|---|---|
| Google Chrome | Chromium-basiert, Google-Browser |
| Microsoft Edge | Chromium-basiert |
| Brave | Chromium-basiert |
| Vivaldi | Chromium-basiert |
| Opera | Chromium-basiert |
Was heiĂt das fĂŒr Adblocker?
Der Knackpunkt ist Manifest V2 vs. Manifest V3.
Viele leistungsfĂ€hige Adblocker â vor allem das klassische uBlock Origin â nutzten Manifest V2. Manifest V3 erlaubt weiterhin Werbeblocker, aber mit engeren technischen Grenzen. Deshalb gibt es z. B. uBlock Origin Lite, das mit Manifest V3 funktioniert, aber nicht dieselbe Tiefe und FlexibilitĂ€t wie das originale uBlock Origin hat. The Verge beschreibt genau diesen Unterschied: uBlock Origin Lite sei kein automatischer Ersatz, weil es technisch spĂŒrbar anders und begrenzter arbeitet.
Das heiĂt:
Adblocker werden nicht generell abgeschafft. Aber bestimmte alte, mÀchtige Erweiterungen werden in Chrome ausgebremst oder abgeschaltet.
Und was ist mit Brave?
Brave ist ein Chromium-basierter Browser, aber kein bloĂer Chrome-Klon.
Brave hat einen eigenen eingebauten Werbe- und Tracking-Schutz: Brave Shields. Der hÀngt nicht einfach nur an der normalen Chrome-Erweiterungslogik. Deshalb ist Brave weniger abhÀngig davon, ob klassische Adblock-Erweiterungen unter Manifest V2 weiterlaufen.
Brave sagt auĂerdem, dass man bestimmte Manifest-V2-Erweiterungen weiter unterstĂŒtzen will, darunter AdGuard AdBlocker, NoScript, uBlock Origin und uMatrix â allerdings «best effort», also nicht als ewiges Naturgesetz in Granit gemeiĂelt. Brave weist selbst darauf hin, dass Googles Ănderungen an Chromium und Entscheidungen der Erweiterungsentwickler Grenzen setzen können.
Aktueller praktischer Befund: Brave bleibt fĂŒr Werbeblockierung deutlich besser aufgestellt als Chrome, weil der eingebaute Schutz weiter funktioniert. ZusĂ€tzlich versucht Brave, ausgewĂ€hlte Manifest-V2-Erweiterungen weiter nutzbar zu halten.
Und Vivaldi?
Vivaldi ist ebenfalls ein Chromium-basierter Browser.
Auch Vivaldi hat einen eingebauten Werbe- und Trackerblocker. Vivaldi erklĂ€rte schon frĂŒher, man sei durch eigene eingebaute Funktionen besser abgesichert und nicht allein von Erweiterungen abhĂ€ngig.
Aber: Bei Vivaldi ist die Lage etwas heikler als bei Brave. Vivaldi baut stark auf Chromium auf und hat selbst erklĂ€rt, Manifest V2 so lange wie möglich zu erhalten, aber dass dies davon abhĂ€ngt, wie lange es im Chromium-Code realistisch möglich bleibt. Genau da liegt der Haken: Wenn Google/Chromium technische Grundlagen entfernt, mĂŒssen Chromium-Browser entweder erheblich gegenarbeiten â oder irgendwann mitziehen.

Ja, diese falsche Behauptung, dass es fĂŒr das Manifest V3 in Chrome keinen Adblocker mehr gibt, habe ich jetzt schon öfters gelesen. Das ist aber falsch!
@Horst Scheuer: Die Umstellung auf die Lite-Version hat also nicht geholfen? Wie verstehe ich deinen Einwand, Horst. Stimmt die Info von Norbert Eder so nicht?
@Horst Schulte: Ja, die Info von Norbert Eder stimmt. Es funktionieren keine MV2-Erweiterungen mehr. Es funktioniert aber noch uBlock Origin Lite. Das ist eine MV3-Erweiterung. Die Aussage es gĂ€be kein Addon mehr das vor Werbung schĂŒtzt ist falsch!!!! uBlock Origin Lite funktioniert auch weiterhin.
@Horst Scheuer: Danke.