Generationsunterschiede: Es gibt immer noch zu viele Stempel

Mich überrascht die von Konstantin Nowotny bei Welt Online geäußerte Kritik am Klischee einer Generation von Nichtsnutzen nicht, weil es während immer schon Leute gab, die anderen Generationen wenig schmeichelhafte Attribute verpassten. Warum sollte es das nicht auch innerhalb einer Generation geben?
Wahrscheinlich spielt oft der Neid auf junge Menschen eine Rolle und vielleicht auch die traurige Erkenntnis, aus dem eigenen Leben zu wenig gemacht zu haben. Begleitet werden die Kritiken gern von der Aussage: „Früher war sowieso alles besser„.

Nowotny nahm den soeben erschienenen Gedichtsband der Poetry-Slammerin Julia Engelmann zum Anlass für seine Kritik und distanzierte sich ausdrücklich von der Orientierungslosigkeit einer ganzen Generation. Dabei tut er gerade so, als ob ein populärer Gedichtsband ein Beweis für die These wäre. 

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Das Müslifeindbild des Herrn Sarrazin

Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass Übergriffe von Nazis zunehmen. Dabei haben die politischen Parteien, in denen wir die Feinde der Demokratie ausmachen, in der Bevölkerung doch eigentlich kaum eine Bedeutung. Die Wahlergebnisse lassen alles in allem keine anderen Schlüsse zu.

Aber – stehen wir noch zu dem, was unter „Freiheit des Andersdenkenden“ zu verstehen ist? Praktizieren wir Demokratie oder üben wir Meinungs- oder Tugendterror? Ich frage das nicht nur in die Richtung der linke Agitateure, die sich heute in Berlin besonders „engagiert“ haben. Die konservative oder liberale Seite muss sich das genauso fragen lassen. Wir hören auf miteinander zu reden, sondern äußern uns hauptsächlich übereinander. Und das in einer Form, die demokratischen Maßstäben wohl nicht genügt.

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