Was, wenn Satire nicht entlarvt sondern billig entblößt?

Ein Leitartikel in der Weihnachtsausgabe des Kölner Stadt-Anzeigers befasst sich mit dem Verhältnis von Medien und Öffentlichkeit zu Weihnachten.

Der Autor, Joachim Frank, sprach davon, wie entscheidend das Vertrauen der Leser in all die Informationen ist, die uns über die verschiedensten Medien in der heutigen Zeit erreichen. So eigenartig es anmutet, dass bei uns Putin für viele Leute als Garant der Objektivität dargestellt wird, so umfassend ist die existierende Glaubwürdigkeitskrise.

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Der Urknall ist nur Marketing, und ein Foto kann irreführend sein

Vladimir Putin saß allein am Tisch. So suggerierte es ein ARD-Tagesschau-Beitrag von gestern Abend. Der Kellner verdeckte den Blick auf seine Tischdame, Brasiliens Präsidentin, Dilma Rousseff. Er war also nicht allein – jedenfalls nicht ganz – an diesem Tisch, der für 7 Personen eingedeckt war.

Dieses Faktum gilt uns in Deutschland  bereits als Propagandalüge der Systempresse. Nein, nein! Nicht der russischen, der deutschen natürlich. Und Stefan Niggemeier versetzt der Tagesschau so was wie den ultimativen Tiefschlag: „Sie lernen nichts.“

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Polizeiruf 110: Bananenrepublik auf bayrisch

Die platte Reminiszenz aus dem Reich des deutschen (bayerischen) Adels fand ich wenig gelungen. Aber das war längst nicht das Ärgerlichste an diesem Polzeiruf von gestern Abend.

Die Krimiserie gucke ich ohnehin nur, wenn Matthias Brandt den Hanns von Meuffels gibt. Das waren oft richtig gute Krimis, zum Teil war ich regelrecht begeistert. Und Dominik Graf schätze ich (eigentlich) auch – jedenfalls was seine „Frühwerke“ anlangt. Aber das gestern Abend war ja wohl gar nichts !

Dabei hatte dieser Krimi so gute Kritiken bekommen. Das hätte mich wohl misstrauisch machen sollen. 

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Sigmar Gabriel wird beschimpft, weil er nichts richtig macht

Wenn ein Politiker etwas auf Facebook postet, muss er sich auf was gefasst machen. Wahrscheinlich wird keiner von denen je einen „Kommentar“ auf seinen Beitrag gelesen haben. Jedenfalls hoffe ich das mal für sie. Ich würde mich nämlich schrecklich fühlen, wenn ich solche Kritiken lesen und verarbeiten müsste.

Wir kennen die Methode von Künstlern, die sich beharrlich weigern, überhaupt irgendwelche Kritiken zu lesen. Ich habe dafür vollstes Verständnis.

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Ein Tweet kommt in die Zeitung

Der Kölner Express, die Blöd-Zeitung und (natürlich) Spiegel Online berichten, dass die frischgebackene pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala via Twitter bedroht wurde. In anderen Medien wird diese „Nachricht“ vermutlich auch schon aufgetaucht sein oder noch auftauchen.

Ist es nicht merkwürdig, dass schon ein Tweet ausreicht, um eine Pressemeldung auszulösen? Wieso ist ein solcher Mist überhaupt eine Nachricht wert? Ach, entschuldigt, ich vergaß, die Öffentlichkeit hat ja ein Anrecht darauf informiert zu werden… Ein Tweet von irgendwelchen irren Fanatikern. Kann man hinsichtlich der Autorenschaft überhaupt sicher sein?

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