Verlinkt wird nur, was auch einen Mehrwert für den Leser hat

31. August 2013

Dieser Blog hat keine mäßige Verlinkungsquote, er hat de facto überhaupt keine. Keine Sorge, ich will nicht schon wieder anfangen zu jammern.

Es ist wie es ist und das liegt an der Art und Weise, wie ich diesen Blog manage – nämlich (fast) gar nicht. Dabei kann man so viel Interessantes und Hilfreiches darüber lesen. Wie bloggt man richtig? Ich habe es in den zurückliegenden fast 10 Jahren nicht gelernt. Im Moment kümmere ich mich hauptsächlich um das Blog-Theme und kaum um den Blog-Inhalt. Das ergibt zusammen mit meinen Experimenten, die im Wesentlichen nach dem Trial-and-Error-Prinzip ablaufen, eine Mischung, die Leser abschrecken kann.

  • „Hm, schon wieder ein neues Theme! Ich dachte, ich hätte die falsche URL eingetippt.“
  • „Wo sind meine Smilies geblieben? Wieso hast du das Plugin gelöscht?“
  • „Musst du denn immer so viel herumfummeln an deinem Blog?“

Als Blogger weiß man doch, worauf es ankommt: Inhalt, Inhalt, Inhalt. Content, Content, Content.

Ohne den experimentellen Teil würde ich wahrscheinlich längst schon nicht mehr bloggen. Es würde mich keinen Spaß machen, nur zu schreiben. Meine Aussage wird vielen vielleicht nicht passen. Sie wirkt ja so, als wären mir meine Leser egal. 

Der Webmasterfriday ist für viele Blogger zum willkommenen Anstoß für eigene Beiträge avanciert. Themen rund ums Bloggen erfreuen sich großer Beliebtheit. Wohl auch ein bisschen deshalb, weil wir ein Thema „vorgegeben“ bekommen. Die Blogsphäre (in Deutschland?) scheint ein bisschen sehr um sich selbst zu kreisen. Da ist man unter sich (die ganz großen Blogs fehlen, weil die „es“ nicht mehr nötig haben). Klingt ein bisschen böse und ja, das soll es auch!

Womit ich jetzt endlich mal beim Thema des dieswöchigen Webmasterfriday wäre – der gegenseitigen Verlinkung. Wenn man sich große Blogs als Vorbilder nimmt, stellt man fest, dass dort die Verlinkung auf andere, vor allem auf kleinere Blogs, kaum noch vorkommen. Ich finde es gut, wenn eine Quelle oder ein kleines, unscheinbares „via“ selbst neben einem Youtube-Video vorhanden ist, das man nur mal schnell weiterverteilt hat. Auch das kann man sehen – selbst bei den diesbezüglich kritisierten großen Blogs.

Wie wahrscheinlich die meisten Blogger lese ich viele andere Blogs und bekomme darüber die eine oder andere Inspiration für neue Artikel. Es ist häufig so, dass ich Artikel (nicht nur in Blogs) aufgreife, wenn mir deren Inhalt politisch gegen den Strich geht. In diesem Fall nenne ich immer Ross und Reiter. Wenn es sich um Blogs handelt, wäre es wohl fair, dort zu kommentieren und nicht „zu Hause“ über die Meinung des anderen zu lamentieren?! Eine Diskussion kann sich so nicht entwickeln. Aber ich will ehrlich sein, manchmal will ich das gar nicht. Ich habe auch gelernt, dass viele Diskussionen über politische Dinge nichts mehr bringen – jedenfalls nicht im Internet. Hatte ich schon gesagt, dass ich nicht mehr wählen geht?

Ja, auch Bloggen hat viel mit persönlichen Befindlichkeiten zu tun. Mal ist man enttäuscht, weil überhaupt keine Kommentare hereinkommen. Manchmal ist man auch enttäuscht, weil die Kommentare mit der eigenen Meinung so überhaupt nicht übereinstimmen. Ja, will mich denn keiner verstehen? Die nötige Distanz werde ich wohl nie hinbekommen.

Was das mit gegenseitiger Verlinkung zu tun hat? In meinen Augen hat es das sehr wohl, weil die scheinbar abnehmende Bereitschaft auch mit der Art und Weise zu tun haben wird, in der man miteinander kommuniziert. Und das Setzen von Links auf andere Blogs ist auch Ausdruck von Anerkennung und von gegenseitigem Respekt. Es geht nicht nur um einen technischen Vorgang, der sich am Ende in Zählbarem widerspiegelt.

Bei meinen ersten Beiträgen zum Webmasterfriday habe ich die anderen Teilnehmer verlinkt. Ich finde, man sollte das nicht in der Form tun, dass man alle Artikellinks unter den eigenen Artikel kopiert. Dann hat man zwar etwas für die gegenseitige Verlinkung getan, eine echte Wertschätzung ist das aber nicht. Die ist dann gegeben, wenn man die von den anderen geschilderten Sichtweisen zumindest anreisst und über die entsprechenden Textstellen die Verlinkung vornimmt. Oder – noch besser, man kommentiert in dem Blog, in dem man gelesen hat. Das ist mühsamer und deshalb wird es vermutlich auch eher selten gemacht.

Ich arbeite hier viel mit Zitaten. Dabei lege ich besonderen Wert darauf, dass diese auch als Zitate erkennbar sind. Ich benutze dafür die vorhandenen Formatierungsmöglichkeiten. Außerdem nutze ich zwei Browser-Erweiterungen, die mir die Arbeit erleichtern, um Zitate in den Blog zu „entführen“.

1.) für Google Chrome – Create Link

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Quelle: %title%

2.) für Firefox – Make Link

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Quelle: %title%

So sieht das Zitat dann (hier im Blog) aus:

Kennt ihr das? Man hat einen guten Artikel zu einem Thema geschrieben, und ein paar Tage später schreibt eine anderer darüber.
Quelle: Webmaster blogger gemeinsam : Blog Webmaster-Friday

So viele gute, kostenlose Tools – auf welche möchtest du nicht verzichten?

16. August 2013

Welche kostenlosen Tools, die uns das Internet „schenkt“ nutzen wir und wie hoch schätzen wir den Nutzen ein, den diese für uns haben? „Welche kostenlosen Tools und Dienste nutzt ihr?“ ist das Thema des dieswöchigen Webmasterfriday.

Treuer Anwender

Diesen Beitrag aus dem August 2013 habe ich eben noch einmal durchgelesen. Trotz der schnelllebigen Zeit – auch was solche Tools anlangt – bin ich doch verdammt treu. So habe ich in all diesen Jahren nur zwei aus meiner Liste gestrichen. Alle anderen nutze ich auch heute noch.

14.01.2020

Dann will ich mal loslegen. Oder halt! – sind es denn tatsächlich so viele, wie ich im ersten Moment gedacht habe? Das ist nicht der Fall. Der spontane Eindruck, dass es sich um eine relativ große Zahl handeln müsste, kommt wahrscheinlich einfach daher, dass ich neue und insbesondere empfohlene Tools immer gleich ausprobieren muss.

Nur dann, wenn ich einen persönlichen Nutzen durch den „produktiven“ Einsatz auf Anhieb erkenne, nutze ich sie weiter. Jedenfalls eine Weile. Nach dieser Weile stellt sich nämlich häufig heraus, dass ich das Tools doch nicht brauche. Das sagt natürlich lediglich etwas über die eigene Arbeitsweise oder unsere Präferenzen aus und weniger etwas über die Qualität des Tools. Auch die Tools, die ich eigentlich kaum benötigte, habe ich im Zugriff. In Ausnahmefällen komme ich schon mal auf sie zurück. In diesen Fällen schwenke ich nicht selten zwischen „Angetan- und Verärgertsein“ hin und her. Schließlich ist die Handhabung mancher dieser Tools nicht so leicht, wie man es sich gewünscht hätte. Etwas Einarbeitung braucht selbst ein Tool, dessen Funktionen man (fast) intuitiv versteht.

Ich empfinde es als Nachteil, vielleicht sogar als Sicherheitsrisiko, dass ich die übergreifend erlaubten Zugriffe der verschiedensten Tools nicht sofort wieder unterbinde (soziale Netzwerke), sobald ich deren regelmäßige Nutzung beende. Wenn man sich die „Freigaben“, die viele Dienste in übersichtlicher Form anbieten, einmal anschaut, findet man ganz schön umfangreiche Inhaltslisten.

Andererseits gibt es auch Tools, die man nicht so häufig aktiv verwendet, die aber dennoch interessante Datensammlungen anhäufen und deren Nutzwert erst eine längerfristige Nutzung deutlich macht. Als positives Beispiel möchte ich hier Last.fm nennen. Fast alle von mir gehörten Musiktitel werden gescrobbelt. Inzwischen kann ich auf eine ganz schön lange Zeit zurückblicken. Es ist interessant, wie sich der eigene Musikgeschmack über die Jahre entwickelt – oder eben auch nicht.

Wie man den Dauereinsatz anderer Tools, etwa den von Google – Analytics bewertet, ist abhängig davon, wie man generell gegenüber Internet-Giganten wie Google eingestellt ist. Solche Analysen sind viel umfassender und viele greifen zur Betrachtung der Daten des eigenen Blogs lieber auf selbstgehostete Lösungen zurück (Piwik). Ich verwende Google Analytics zwar schon lange, aber da seine Offenbarungen mich wenig erfreuen, schau ich dort selten rein.

Hier nun die Auflistung meiner Tool – Favoriten (On- und Offline). Die Ermittlung der Reihenfolge war nicht ganz einfach, sie stellt jedenfalls mein persönliches Ranking dar.

  • Google Mail – Die vielen nützlichen Erweiterungen und der proppere Spam-Schutz haben mich damals überzeugt. Und ich bin treu!
    Macht sich übrigens auch als Editor für Wordpress nicht schlecht (s. Teil von Jetpack – Wordpress „Bloggen per E-Mail„)
  • Evernotes – allerdings im Moment in der Premium-Version (t-online-Aktion: 1 Jahr kostenlose Nutzung) – Google Keep reicht mir nicht!
    Eignet sich zum einen gut als Themensammlung fürs Bloggen. Eine weitere Möglichkeit, ist die Nutzung mit Postach.io. Näheres beschreibt auch Manuela in ihrem Blog Pixelgraphix.
  • Spotify – Musik in allen Lebenslagen ist genau das, was ich brauche
  • Feedly kommt so langsam in Tritt – der Fortschritt ist allerdings etwas enttäuschend. Ich würde gern zurück zum Google Reader!
  • Ifttt – wer auf Automatisierung steht, sollte dort mal reinschauen
    Mit ifttt steure ich z.B., dass alle Anhänge, die in meinem Google Mail – Postfach ankommen, in ein bestimmtes Laufwerk bei Google Drive kopiert werden. Sehr praktisch.
  • Delicious – Bookmarkdienste sollen aus der Mode sein, Delicious mag ich einfach
  • flickr.com (habe gerade meinen Premium-Account (seit 2004) gekündigt – 1 TB reicht auch mir 🙂
  • Google Drive – ziehe ich inzwischen allen anderen Cloud – Diensten vor. Und zwar in erster Linie deshalb, weil man sich aufgrund der sehr guten Alternativen einfachen mal entscheiden muss. Die parallele Nutzung macht aus meiner Sicht höchstens in Ausnahmen Sinn.
  • Hootsuite – ich vermisse die Integration des Google+ – Profiles
  • Notepad++ – ein Editor mit allen nur denkbaren + nützlichen Funktionen
  • Irfanview erst durch den Einsatz der ebenfalls kostenlosen Plugins wird das Tool richtig leistungsfähig
  • Screenpresso – auch in der kostenlosen Version sehr komfortabel
  • Cuecards 2.35 – nutze ich bereits seit 1997! Es ist mir immer noch eine echte Hilfe
  • Google Kalender – ich synchronisiere diesen mit meinen Outlook-Firmenkalender
  • Google Map –  trotz Navi im Auto
  • Last.fm –  wie sich der eigene Musikgeschmack verändert, kann man dort verfolgen.
    Zur Darstellung der zuletzt gehörten Musiktitel gibt es übrigens schöne Plugins in der Wordpress – Bibliothek.
  • WordPress › Last.Fm Records « WordPress Plugins

Google Analytics – nutze ich – allerdings aus besagten Gründen eher widerwillig 🙂

Retina Press WordPress Admin Theme

2. Juli 2013

Auf den ersten Blick denkt man: Whow! Was ist das für ein schöner Editor. Alles so schön bunt hier… Diesen Traum in blau hat das Wordpress Plugin Retina Press WordPress Admin Theme meinem Wordpress verpasst.

Aufmerksam wurde ich durch den heutigen Newsletter von Perun.

Ich finde, die spontan investierten 12$ haben sich gelohnt. Da macht das Bloggen richtig Spaß.

Jetpack – Diät: Wordpress-Plugin in der Slimversion

30. Juni 2013

Manche Wordpress-Nutzer beklagen, dass Jetpack den Blog mitunter ausbremst. Ich würde das nicht bestreiten wollen. Andererseits gibt es allerdings in diesem Plugin-Paket eine Reihe interessanter Lösungen, auf die man ungerne verzichten möchte.

Manchen Nutzern ist die Tatsache ein Dorn im Auge, dass Jetpack erst einmal angemeldet werden muss, um seinen Dienst überhaupt aufzunehmen. Jetpack setzt einen Account bei Wordpress.com voraus.

Slimjetpack beinhaltet sehr viele der in Jetpack enthaltenen Pluginelemente (s. Screenshot).

Wer z.B. die Carousel-Ansicht (für Galerien) nutzen aber den Overhead von Jetpack nicht „mitschleppen“ möchte, kann dafür eine gut funktionierende Single-Lösung einsetzen (Carousel without Jetpack).

Ich nutze gerne die Sharing-Funktion von Jetpack. Auch die seit einiger Zeit mögliche selbstgewählte Platzierung der Ausgabe an eine beliebige Stelle (z.B. in der single.php) machte die Nutzung attraktiver.

Damit durch die manuelle Platzierung an der gewünschten Stelle, die Ausgabe nicht doppelt erscheint, müssen zwei Filter gesetzt werden. Auch diese habe ich in die Datei single.php eingefügt, weil ich (auch aus Performancegründen) das Sharing nur in der Einzelansicht erlauben möchte.

< ?php remove_filter( 'the_content', 'sharing_display', 19 ); ?>
< ?php remove_filter( 'the_excerpt', 'sharing_display', 19 ); ?>

Google+ Kommentare ohne Plugin im Blog nutzen

19. Juni 2013

Inzwischen gibt es eine Reihe guter Plugins für die Aufgabe, auch Google+Kommentare im eigenen Blog anzuzeigen bzw. Kommentare über den Google+-Account direkt im Blog zu schreiben. Hier habe ich das Plugin „Google+ Comments for WordPress“ von Brandon Holtsclaw im Einsatz, das noch einige weitere Möglichkeiten anbietet. Damit kann zusätzlich über Facebook, Disqus und neuerdings auch den Livefyre-Account komentiert werden. Auf dieses Plugin stieß ich vor ein paar Wochen durch einen Hinweis von Markus.

Implement Google Plus Commenting on WordPress without using Plugin

Schließt an den Aufruf des Scripts noch {lang: ‚de‘} an (in geschweiften Klammern).

Die paar Zeilen einfach ins die comments.php kopieren, fertig. Das Google-Kommentarfeld erscheint nun in deutscher Sprache über oder unter den Wordpress-Kommentaren – je nachdem, wohin ihr es platziert haben möchtet.

Ich weiß, dass manche die zusätzliche Aufnahme von Google-Kommentaren ebenso wenig mögen, wie seinerzeit die Möglichkeit, Facebook-Kommentare in Blogs zu integrieren. Nun sieht man andererseits immer mehr Wordpress-Blogs, in denen sogar auf die normalen Kommentarfelder ganz verzichtet wird. Das finde ich aus dem Grund nicht so gut, weil nicht jeder über die notwendigen Google+- oder Facebook- Accounts verfügt.

Aber das ist ja auch das Schöne. Jeder kann es halten, wie er möchte.

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