Jens Spahn

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Was ist struktureller Hass? Wer transportiert ihn, falls es ihn überhaupt gibt?

Ich glaube nicht daran, dass es strukturellen Frauenhass gibt. Übertreibungen wie sie beispielsweise Teresa Bücker oder zuletzt Sascha Lobo nutzen, werden nicht helfen, die gesellschaftlich weiterhin bestehenden und vom weiter existierenden Patriarchat verursachten Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen zu beenden. Zuspitzungen dieser Art bremsen und erschweren den Fortschritt einer Bewegung, die es immer schon mit einer zum Teil radikalen (männlichen) Reaktion zu tun hatte. Das Internet spielt auch dabei eine üble, hoffentlich aber nicht entscheidende Rolle! Die Massivität und Maßlosigkeit, die der Gesellschaftskritik von Feministinnen in den asozialen Medien entgegenschlägt, kennen wir aus Debatten über sehr verschiedene Themenbereiche. Annalena Baerbock möchte Kanzlerin werden. Das ist ein so wichtiges Amt, dass die Leute natürlich ganz genau hinschauen. Man darf deshalb den Rummel um Fehler im Lebenslauf als gerechtfertigt ansehen. Ich empfinde die Art und Weise, in der insbesondere in den asozialen Netzwerken mit dem Thema umgegangen wird, als erschreckend und von frauenfeindlichen Aussagen … Artikel lesen