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[Webmasterfriday] Bist du auch schon mal im Internet betrogen worden?


 •   3 Min. Lesezeit 44

Um sich über die »Abzocke im Internet« auslassen zu können, muss man jedenfalls zu den Konsumenten gehören, die sich auf das Risiko eingelassen haben, überhaupt Produkte im Netz einzukaufen. Das ist aber wohl selbst in meiner Altersklasse (60+) ziemlich verbreitet. So kann ich denn auch eine kleine Geschichte zum Thema des dieswöchigen Webmasterfriday beitragen. Persönlich habe ich nämlich auch mal eine, wie ich fand, vergleichsweise teure Erfahrung mit dem gemacht, was man als Betrug oder von mir aus als Abzocke im Internet betrachten muss.

Bevor ich meine Geschichte kurz erzähle eine Vorbemerkung. Mein PayPal – Konto nutze ich sehr gerne und für meine Verhältnisse auch einigermaßen regelmäßig. Und doch beschleicht mich oft ein ungutes Gefühl, wenn ich mir vorstelle, wie viele Leute negative Erfahrungen gesammelt haben. Nicht speziell mit PayPal, sondern ganz generell mit Geschäften im Web. Ich denke, dass selbst die bekannten Vorsichtsmaßnahmen uns Kunden nicht wirklich davor schützen können, böse Erfahrungen zu machen. Dabei ist es nur eine spezielle Variante, wenn man ein Produkt im Internet bestellt, das sich im Gebrauch als mangelhaft herausstellt. Immerhin hatte man eine Lieferung erhalten. Auch wenn sich das Produkt später als unbrauchbar erwies oder man einfach damit unzufrieden war. Der Gesetzgeber hat für diesen Fall nicht ohne Grund besondere gesetzliche Regeln eingeführt, die den Verbraucher ziemlich gut schützen. Ich meine z.B. das Rücktritts- oder Rückgaberecht, das den Online-Handel andererseits vor ziemlich große Probleme stellt. Die Retourenquoten sollen zum Teil exorbitante Größenordnungen haben. Ob die strengen deutschen Regeln auch in der Zukunft Bestand haben werden, bleibt einmal abzuwarten.

Erst kürzlich habe ich über einen Freund eine Samsung SSD bei Amazon bestellt. Ich hatte ja – was ich hier groß thematisiert habe – meinen Account (der seit 1996 existierte) aufgrund der ARD-Reportage über die Ausbeutung von Leiharbeitern gekündigt. An den Diskussionen hierüber haben sich manche ja rege beteiligt. 🙂 Übrigens habe ich vergangene Woche einen neuen Account eingerichtet. Ich hatte nämlich zu meinem 60. Geburtstag von meinen lieben Kolleginnen und Kollegen einen Gutschein geschenkt bekommen. Dreimal dürft ihr raten von welcher Onlinehändler.

Toshiba – Notebook

Vor etwa sieben Jahren habe ich ein Notebook von Toshiba gekauft. Nicht im Online-, sondern im stationären Handel. Schon nach etwas mehr als 1/2 Jahr schien der Akku defekt zu sein. Jedenfalls dachte ich, es wäre der Akku. Ich dachte: fein, ein Garantiefall. Von wegen! Auf den Akku wurde lediglich eine Garantie von 6 Monaten gewährt. Clever wie ich sein wollte, habe ich im Internet nach günstigen Akkus für das Gerät gesucht. Schnell wurde auf einer Internetseite fündig. Es dauerte relativ lang, bis ich das Teil zugeschickt bekam (fast 3 Wochen!). Der Akku passt nicht. So etwas kann passieren. Noch war ich nicht beunruhigt. Aber dann stellte ich fest, dass die Firma, von deren deutschem Webangebot ich Gebrauch gemacht hatte, ihren Sitz in China hat. Soooo dämlich! Einen Umtausch habe ich unter diesen Umständen erst gar nicht versucht. Wahrscheinlich hätte ich, wie man so sagt, schlechtem Geld gutes hinterhergeworfen.

Und jetzt kommt’s. Die hat aber nichts mit dieser negativen Erfahrung mit einem Internetkauf zu tun. Ich habe einen Akku im stationären Handel bestellt. Der der 20 Euro teurer. Das Scheiß-Notebook hatte eine Macke und nicht der Akku. Jetzt war wieder die Garantiezeit ein Kriterium. Blöd, in der Zwischenzeit waren nämlich die zwei Jahre auch rum. Eigene Blödheit. Übrigens nutze ich das Notebook immer noch. Von der Steckdose kann ich mich aber leider nicht wegbewegen.

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