[Webmasterfriday] Zu viele Accounts: Schnell mal ausprobieren

23. August 2014

2 4 Min.

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Wenn ich meine Entdeckungsreise durchs #Neuland ob plötzlich aufkommender Zweifel abrupt unterbreche, frage ich mich, wer braucht den ganzen Kram eigentlich?

Und dann, wie zuletzt nach dem Pixelio-Ding, habe ich wieder einen Anfall bekommen und Dutzende von Diensten meiner Mitgliedschaft beraubt.

Alles findet ja verhältnismäßig anonym statt. Man weiß ja nicht, welche Entwickler man waidwund kündigt oder ob es in dieser Welt überhaupt einen juckt, dass man nicht mehr mitmacht. Naiver Gedanke, nicht wahr? Nur manchmal bekommt man nach dem Löschvorgang eine Nachfrage, warum und weshalb man sich abgemeldet hat. Man glaubt zu  wissen, dass solche Kündigungen keinem weh tut. Wenn man drüber nachdenkt, erweist sich der Gedanke als nicht unbedingt tragfähig. Aber das ist nicht das Thema.

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Martin stellt beim ersten Webmasterfriday nach den Ferien die Frage, wie wir Blogger mit unseren u.U. sehr zahlreichen Accounts für alle möglichen Services umgehen. Von den dort namentlich erwähnten Diensten habe ich inzwischen nur auf einen wieder verzichtet – Pinterest. Ich nutze seit Jahren Flickr und Picasa, heute Google+. Bei Instagram habe ich auch noch einen Account, den ich erst vor wenigen Tagen wiederentdeckt habe. Den brauche ich persönlich nicht …

Zu viele Accounts

Das kennt jeder und mancher wird sich vielleicht auch schon darüber geärgert haben. Denn Accounts zu löschen dauert meistens immer etwas länger, als sich irgendwo neu anzumelden. Mitunter muss man sogar im Internet nach Hilfe suchen, um die Stelle zu finden, an der man den Account endgültig löschen kann.

Ich stelle mir mit einigem zeitlichen Abstand schon mal die Frage, warum ich mich dort überhaupt angemeldet habe. Die Sinnhaftigkeit meiner Aktion zu ergründen viel manchmal schon deshalb schwer, weil ich den Sinn oder die Funktion dieses oder jenes Dienstes nicht verstanden hatte. Das ist einer der Nachteile, wenn man kein Englisch kann.

Auf der anderen Seite habe ich mich allerdings oft intensiv mit den Möglichkeiten dieser Angebote auseinandergesetzt. Und schließlich war es häufig so, dass ich mit den deutschsprachigen Empfehlungen der Dienste auch einiges über dessen Besonderheiten gelernt habe.

Passwort-Tresor benötigt

Nennt man erst einmal eine stattliche Sammlung von Accounts sein Eigen, gelangt man irgendwann ganz sicher an den Punkt, an dem spezifische Erinnerungsfähigkeiten gefragt sind. Oder gibt es etwa immer noch Leute, die für alle Accounts ein einziges oder ein mäßig variiertes Passwort nutzen? Ich hoffe doch nicht! 🙂

Auch wenn man das Internet nicht so exzessiv nutzt, wird man in den „Alt-Medien“ über die im Internet lauernden Gefahren regelmäßig aufgeklärt. Man weiß also um die lauernden Gefahren.

Ein Passwort je Account?!

Für jeden Account ein eigenes Passwort? Und dann gibt es auch noch gewachsene Ansprüche an die Länge und Komplexität dieser Konstrukte. Wer soll sich das denn merken? Auch für diese Aufgaben gibt es längst Lösungen. Ich persönlich habe mir vor ein paar Jahren die Premium – Version von Last Pass gekauft und bin immer noch zufrieden damit. Es gibt einige gute Alternativen. Aber auch LastPass schafft es, die Passwörter (hoffentlich sicher) aufzuheben und ich kann diese plattformübergreifend (Plugins für alle Browser und Apps für iPhone, iPad) abrufen.

Da diese „Tresore“ u.a. auch den Service anbieten, sichere Passwörter zu generieren, kann ich inzwischen behaupten, dass (mit wenigen Ausnahmen) alle Accounts über eigene Passwörter gesichert wurden.

Einige Anbieter haben die „Zwei-Wege-Authentifizierung“ eingeführt. In manchen Fällen nutze ich diese gern – auch wenn ich das mitunter etwas umständlich finde.

Ein paar Tricks zur Nutzung von Jetpack-Modulen

21. August 2014

2 4 Min.

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Der Umgang mit Jetpack ist im Großen und Ganzen problemlos. Dennoch gibt es natürlich Möglichkeiten, verschiedene der inzwischen sehr umfangreichen Bestandteile an eigene Bedürfnisse anzupassen.

Ein paar der möglichen Anpassungen möchte ich hier kurz zusammenfassen.

Es gibt es ein Alternativ-Plugin, das ich selbst schon einmal eine Zeit lang ausprobiert habe und auf das ich hier vorweg eingehen möchte.  Es heißt Slim Jetpack und der Name ist Programm. Eine Reihe der Funktionen, die in der Originalversion enthalten sind, wurden eingespart. Das Plugin wurde seit Januar dieses Jahres nicht mehr aktualisiert.

Dass es sich um einen kleineren Funktionsumfang handelt, kann man schon an dieser Tatsache erkennen. Beim Original sind in der Zeit von Januar bis heute doch einige neue Funktionen hinzugekommen. Allein dieser Unterschied wird sich wahrscheinlich auf die Performance auswirken. Es lohnt jedenfalls, sich dieses Plugin einmal anzuschauen. Ein paar grundlegende Funktion von Jetpack sind enthalten. Ein großer Vorteil besteht für viele vielleicht darin, dass man für sich für die Nutzung dieses Plugins nicht bei Wordpress.com registrieren muss.

Und nun zu den schon erwähnten Anpassungsmöglichkeiten.

1.) Platzierung der Sharing-Schaltflächen
Man entfernt die standardmäßigen Positionierungen, in dem man diese beiden Filter oder nur den benötigten je nachdem in die Datei single.php oder content.php einfügt.

<?php remove_filter( 'the_content', 'sharing_display', 19 );?>
<?php remove_filter( 'the_excerpt', 'sharing_display', 19 );?>

Dafür wird dann der entsprechende Aufruf mit
<?php echo sharing_display();?> bewerkstelligt.

2.) Wer Plugins einsetzt, die Open Graph Meta Tags setzen, kann mit folgenden Einträgen die „Eigenmächtigkeit“ von Jetpack unterbinden:

-add_filter('jetpack_enable_opengraph', '__return_false', 99);
+add_filter('jetpack_enable_opengraph', '__return_false');
+add_filter('jetpack_enable_open_graph', '__return_false');

Alternativ kann man diesen Code verwenden:
remove_action( 'wp_head', 'jetpack_og_tags' );

Quelle

Ich habe die Einstellung in ein Modul der Toolbox von Sergej Müller kopiert, weil ich z.B. das Seo-Plugin von Yoast einsetze. Bei mehrfachen Einträgen führt dies zu Problemen bzw. zu unerwünschten Nebenwirkungen.

Seit 2013 soll die Jetpack-Funktion bei Nutzung eine Reihe von Plugins (LINK) automatisch abgeschaltet werden. Ich habe ehrlich gesagt einen anderen Eindruck. Aber probiert es bitte selbst einmal aus, falls ihr auch Probleme mit den Open Graph Meta Tags haben solltet.

 

Vielleicht habt ihr für die Codezeilen Verwendung:


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[Webmasterfriday] Was blogge ich in 10 Jahren?

3. August 2014

2 4 Min.

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Im Jahr 2024 bin ich schon etliche Jahre in Rente. Wenn ich es bis dahin schaffe, wäre ich dann 70 Jahre alt. Nun, es gibt durchaus ältere Blogger. Wohl nicht so viele – aber es gibt sie.

Sicher ist jedenfalls, dass ich dieses Wordpress-Theme nicht mehr benutze (war’n Insider).

Martin macht es uns Bloggern beim dieswöchigen Webmasterfriday mit dem aktuellen Thema „Euer Blog 2024!?“ nicht gerade leicht. Wer kann schon sagen, was in 10 Jahren ist und ob sie oder er dann überhaupt noch Spaß an diesem Hobby haben?

Ich mache es jetzt schon 10 Jahre. Warum dann nicht noch weitere 10? Zumal ich ja bald richtig viel Zeit für dieses schöne Hobby habe.

Was erwarte ich

Ich glaube, dass die Miniaturisierung weiter voranschreiten wird. Desktops und Notebooks werden vermutlich Geschichte sein. Die Blogsoftware benötigt keine Editoren mehr, sondern nur noch Minimalversionen zum Nacharbeiten diktierter Texte.

Die Geräte besitzen hochentwickelte Spracherkennungsprogramme. Das Nacharbeiten von Texten ist durch entsprechende Steuerungseinheiten zum Kinderspiel geworden.

Artikel werden auf den Smartphone- und Tablett-Versionen bzw. deren technischen Nachfolgern gelesen. Sie besitzen im Vergleich zu heute einen enorm hohen Anteil von multimedialen Angeboten. Die Anforderungen an die Infrastruktur sind gigantisch, weil der Traffic unter diesen Voraussetzungen einen Status erreicht haben wird, der unsere heutigen Vorstellungen fast lächerlich klein erscheinen lässt. Die Cloud ist geplatzt. Dafür haben die Abhörskandale und die Politiker gesorgt. Die Geschäftsinteressen der großen Internet-Anbieter haben sich insofern ausnahmsweise nicht realisiert. Aber die Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten floriert trotzdem sehr gut. Man hört zu Beginn der neuen Dekade, dass die NSA einer der us-amerikanischen Internetfirmen mit einer Milliarden-Dollar-Hilfe ein Investment ermöglicht hat, das der Infrastruktur des Internets zugute gekommen sein soll. Au Backe.

Das verbrauchte Datenvolumen wird in Exabyte gemessen. Die NSA hat einen Ständigen Vertreter in den Berliner Bundestag akkreditieren lassen. Das spart Geld und sorgt für geringere Irritationen, wenn wieder ein paar Exabytes abgeflossen sind – in welche Richtung auch immer.

Onlinejournalismus und kaum was anderes

Die Flexibilität der gehosteten Angebote (z.B. Wordpress.com) wird so groß, umfangreich und technisch flexibel sein, dass selbstgehostete Blogs bis dahin ausgestorben sein werden. Die Einstellungen von Themes und Plugins werden (vielleicht gegen minimale Aufpreise) mühelos über entsprechende Schnittstellen vonstatten gehen. Um Updates muss sich Blogger nicht mehr kümmern. Warum sich die Blogger um etwaige Sicherheitsbedenken einen Dreck scheren und diesen superbequemen Weg gegangen sind, erschließt sich immer noch nicht.

Gute Inhalte sind gefragt. Das Angebot an Blogs wird insgesamt stark zurückgegangen sein. Gedruckte Tageszeitungen gibt es nicht mehr.

Aber es gibt Platz für einige hochwertige Wochenzeitschriften, die neben der „Zeit“ auch wirtschaftlich gut überleben können. Die Chancen für tüchtige Blogger haben sich aus diesem Grunde erheblich verbessert. Sie stehen in Konkurrenz um Werbeeinkünfte zu den heute als Online-Dependancen abgewerteten Angeboten bis dahin nicht mehr existierender großer Zeitungen.

Eigentlich ist das alles nicht wichtig. Wichtig wäre mir, gesund zu bleiben und vielleicht ab und zu mal einen kleinen Artikel zu schreiben. Zum Beispiel einen Beitrag zum Webmasterfriday. Denn würde ich 2024 dann allerdings immer freitags schreiben und nicht immer mit ein paar Tagen Verspätung. 🙂

[Webmasterfriday] Nur Wordpress-Themes kaufe ich immer online :-)

20. Juni 2014

2 4 Min.

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Was ist es, das mich im Internet kaufen lässt? Faulheit und Bequemlichkeit? Schwingt vielleicht auch ein bisschen Dummheit mit? Shoppen ist ja eigentlich auch nicht mein Ding.

Mit Ebay, Amazon und iTunes habe ich meine ersten „Geschäfte“ im Internet gemacht. Bei Ebay habe ich (vor Jahren) probiert, Teile unseres Hausstandes, den wir im Keller zwischengelagert hatten, zu Geld zu machen. Anderen ist das besser gelungen. Ein Bekannter hat via Ebay seinen Keller entrümpelt. Alles musste raus und bei ihm hat das richtig gut geklappt.

Bevor ich überhaupt mal einen Gedanken an die möglichen Schattenseiten des Online-Handels gedacht habe, waren Jahre ins Land gegangen. Mein Konto bei Amazon hatte ich schon seit Mitte/Ende der 90er Jahre. Nach der ARD-Reportage über gewisse Missstände im Unternehmen vom Februar 2013 habe ich mein Konto gelöscht. Ich wollte endlich auch mal konsequent sein. Dazu gab es unterschiedliche Meinung. Amazon ist ziemlich beliebt – bei den Internet-Nutzern.

Bis zu meinem 60. Geburtstag im Dezember 2013 hat meine Amazon-Abstinenz gehalten. Dann erhielt ich das Geschenk meiner KollegInnen. Ihr könnt es euch denken: Es war ein Amazon-Gutschein. Also habe ich ein neues Konto angelegt und mir die dringend benötigten Dinge am gleichen Tag bestellt.

Mit iTunes verbindet mich ebenfalls eine langjährige Verbindung. Um die Tausend Euro, vielleicht etwas mehr, werde ich allein in Filmen und hauptsächlich in CD-Alben ausgegeben haben. Vor einigen Jahren hat sich das schlagartig geändert. Zuerst war ich Premium-Kunde bei Simfy, dann bei Spotify. Ich weiß gar nicht mehr, wie Musikhören früher überhaupt funktioniert hat. 🙂

Seit 2004 gehöre ich zu den Ignoranten, die durch den permanenten Kauf von Espresso-Kapseln die Umwelt schädigen. Nespresso nimmt am Dualen System teil. Und wir praktizieren Mülltrennung. Ein schlechtes Gewissen habe ich trotzdem. Trotzdem haben wir uns erst kürzlich eine neue Nespresso-Maschine gekauft. Aber mir schmeckt Nespresso viel besser als die Produkte der anderen Anbieter.

Kann es eine Rechtfertigung dafür geben, die falschen Dinge zu tun? Nur weil man vielleicht glaubt zu wissen, dass die meisten anderen Menschen über die Auswirkungen ihres Handels sich ebenfalls keinen Kopf machen? Alle haben ihre Argumente: ob es die anderen sind, die es ja auch tun oder das eigene Einkommen einem gar keine andere Wahl lassen.

Bankgeschäfte wickeln wir immer noch in der tradionellen Art und Weise ab. Wir gehen in die Filiale unserer Kreissparkasse. Homebanking kommt uns nicht in die Tüte. Trotz meiner hohen Internet-Affinität kam das bisher für uns nicht infrage.

Wir beschweren uns darüber, dass es in unserer Gesellschaft immer weniger Solidarität gibt. Aber üben wir sie selbst im Rahmen unserer persönlichen Möglichkeiten noch aus?

Ihr findet, ich Schweife vom Thema ab? Ich will erklären, warum ich auf diesen Punkt im Zusammenhang mit dem heutigen Thema des Webmasterfriday „Online-Shoppen – Was ist Euch wichtig?“ eingehe.

Unser kaum mehr vorhandener Sinn für Gemeinschaft und die explosionsartige Entwicklung des Online-Handels offenbaren Parallelen. Vielleicht ist es für manchen naheliegend, mir fehlendes Verständnis für technische oder wirtschaftliche Zusammenhänge vorzuhalten oder – noch einfacher – festzustellen, dass ich schlicht zu alt bin, um die Segnungen unseres Zeitalters zu würdigen. So, wie es einer der bedeutenden deutschen Internet-Unternehmer Oliver Samwer (der Mann hat immerhin Wirtschaft in Oxford und Harvard studiert) gerade gemacht hat, als er sagte: „Sie sind zu alt, um das zu verstehen„.

Für ihn sind Geschäfte Mittelalter. Herr Samwer weiß wohl, wo er seine Knete investiert. Er ist erfolgreich. Auch mit Zalando. Jedenfalls sind die Umsatzsprünge des Unternehmens beeindruckend, die Gewinne bleiben – wie man immer wieder liest – noch aus. Das Retourenverhalten der Kunden muss erst noch in den Griff bekommen werden. Gewinne wird man vermutlich erst machen, wenn man die Umerziehung der Kunden hinbekommen hat. Das kann wahrscheinlich dauern.

„Bei Ihren letzten Bestellungen haben Sie sieben von acht Artikeln zurückgesendet und damit eine sehr hohe Retourenquote von 87 Prozent. Retouren verursachen nicht nur hohe Kosten. Für die Zeit zwischen Bestellung und Retoure sind die Artikel nicht auf www.zalando.de für andere Kunden verfügbar. Diese Kunden können dann ihren Wunschartikel nicht finden. Da wir allen Kunden ein möglichst umfangreiches Sortiment präsentieren wollen, möchten wir Sie bitten mitzuhelfen, Retouren zu vermeiden.“ LINK
Renditekiller Retouren: Auch Zalando hat sich Finger verbrannt – Handel + Dienstleister – Unternehmen – Handelsblatt

Von sowas lassen die Internet-Unternehmer sich nicht abhalten. Die veränderte Wettbewerbssituation führt zwangsläufig zu dramatischen Verwerfungen im traditionellen Handel. Dagegen ist kaum etwas zu machen. Aber eins sollte uns vielleicht in diesem Zusammenhang klar werden. Wir sprechen hier nicht über Strukturwandel in einem Sinne, wie wir ihn in den letzten Jahrhunderten schon häufig durchgemacht haben.

Die Globalisierung hat vielen Erfolg beschert. Allerdings ist die Zahl der Verlierer wohl größer als Politiker uns das in diesem Zusammenhang immer weismachen wollten. Die Lage in Deutschland mag das nicht so dramatisch widerspiegeln. Ein Blick in den Süden Europas oder nach Afrika macht die Situation deutlich.

Der Handel via Internet sorgt mit dafür, dass nach den Industriearbeitsplätzen, die in großer Zahl der Globalisierung zum Opfer fielen, künftig die Zahl der zudem schlecht bis sehr schlecht bezahlten Arbeitsplätze im Bereich der Dienstleistung auch noch zurückgehen wird.

Amazon ist zum Beispiel dabei, die ohnehin nicht üppig bezahlten Logistikarbeiter durch Roboter zu ersetzen. Dann muss man mit den deutschen Gewerkschaften auch nicht mehr darüber streiten, ob nun der Logistik- oder Handelstarif gelten soll.

Wir fahren jetzt nach Grevenbroich. Dort sind heute die Geschäfte ganz lange auf. Ich brauche noch ein paar Schuhe. Da muss ich halt mit. Im Internet wäre es bequemer. Aber wir geben unser Geld lieber dem Einzelhandel!

 

Generationsunterschiede: Es gibt immer noch zu viele Stempel

7. Juni 2014

2 4 Min.

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Mich überrascht die von Konstantin Nowotny bei Welt Online geäußerte Kritik am Klischee einer Generation von Nichtsnutzen nicht, weil es während immer schon Leute gab, die anderen Generationen wenig schmeichelhafte Attribute verpassten. Warum sollte es das nicht auch innerhalb einer Generation geben?

Wahrscheinlich spielt oft der Neid auf junge Menschen eine Rolle und vielleicht auch die traurige Erkenntnis, aus dem eigenen Leben zu wenig gemacht zu haben. Begleitet werden die Kritiken gern von der Aussage: „Früher war sowieso alles besser„.

Nowotny nahm den soeben erschienenen Gedichtsband der Poetry-Slammerin Julia Engelmann zum Anlass für seine Kritik und distanzierte sich ausdrücklich von der Orientierungslosigkeit einer ganzen Generation. Dabei tut er gerade so, als ob ein populärer Gedichtsband ein Beweis für die These wäre. 
Es ist wirklich nichts Neues, dass der Blick auf jüngere Generationen nicht nur positiv ausfällt! Dabei sollten wir uns klar machen, dass es uns umgekehrt auch nicht gefällt, wenn manche Eigenarten/Errungenschaften, die älteren Generationen zugeschrieben werden, wie beispielsweise der so genannten 68er, in der Öffentlichkeit regelrecht verteufelt werden.

Wenn uns am Verhalten unserer Kinder und Enkel etwas nicht passt, müssen wir uns fragen, was wir bei ihrer Erziehung vielleicht falsch gemacht haben. Diese Verantwortung nimmt uns keiner ab. Keine Kita, kein Kindergarten, keine Schule. Es ist zu wenig, unseren Kindern nur sagen, was richtig und was falsch ist! Eltern müssen Vorbild sein. Vorbilder erreichen uns aber selten durch Reden, sondern weit stärker durch ihr Handeln.

Julia Engelmann nutzt ihre Gabe, sich anderen Menschen mitzuteilen. Man muss den Hype darum nicht gut finden. Aber mir ist es offen gestanden lieber, nachdenklichen Menschen zuzuhören und dann selbst über ihre Sichtweisen nachzudenken, als irgendwelchen erfolgreichen Karrieristen Anerkennung dafür zu zollen, dass sie sich auf den Weg gemacht haben, unserem Vorbild zu folgen.

Foto von: SandraCC BY-NC-SA 2.0

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