Fluch und Segen: Vom Unterschied zwischen privater und geschäftlicher Nutzung moderner Kommunkationstechniken

8. November 2013

Ist es nicht grässlich, wenn andere, statt sich zu unterhalten, auf ihren Smartphones herumhacken und ihren Freunden und Bekannten kaum Beachtung schenken? Da werden alle nicken. Aber wie sieht es bei uns selbst aus? Pflegen wir einen anderen Umgang mit unseren Geräten Freunden und Bekannten?

Wahrscheinlich werden von dieser Krankheit immer größere Teile unserer Gesellschaft heimgesucht. Jedenfalls ist diese Unart derart verbreitet, dass sie gegenwärtig oft thematisiert wird. Ob im TV oder im Netz, überall sieht man lustige Fotos und Kommentare, die sich mit dieser „Erscheinung“ kritisch auseinandersetzen. Doch wie sieht es mit uns selbst aus? Inwieweit lassen wir es zu, dass unsere Freunde, Bekannten oder Kollegen sich vernachlässigt fühlen, weil uns der E-Mail – Eingang, die nächste Nachricht via WhatsApp oder Postings bei Google+, Facebook und Twitter gerade mal wichtiger sind? Ralf Bohnert hat das Thema des heutigen Webmasterfriday gefunden.

Muss man überall erreichbar sein?

Ich fand es immer grässlich, wenn Leute auf der Straße oder in Lokalen mit ihren Handys unbedingt und das möglichst laut telefonieren mussten. Das ist so lange noch gar nicht her. Diejenigen dachten wahrscheinlich, besonders wichtig zu sein. Ich glaube, die meisten anderen fühlten sich weniger beeindruckt als gestört. Heute ist das Gerät am Ohr nicht mehr wegzudenken.

Neulich ging ich auf einer belebten Straße einem Mann hinterher, der ziemlich laut Selbstgespräche zu führen schien. Ein Handy sah ich nicht. Das Gespräch führte er über ein Bluetooth-Headset. Von hinten konnte ich das nicht sehen.

Im Büro bin ich meinem Telefon, meinem E-Mail-Account und dem Terminkalender sowieso ausgeliefert. Es gibt genug kluge Leute, die empfehlen, sich nicht von E-Mails oder vom Terminkalender drangsalieren zu lassen. In manchen Positionen wird das funktionieren. Leute allerdings, die Serviceleistungen erbringen oder die im weiteren Sinne im Vertrieb tätig sind, werden damit auf keinen grünen Zweig kommen. Die Kunden (interne wie externe) erwarten heutzutage prompte Antworten. Nicht in 100% aller Fälle aber doch meistens. Insofern sind die elektronischen Kommunkationswege Fluch und Segen zugleich. Von einer praxisorientierten und praktikablen Lösung, die eine Chance hätte, eine längere Zeit hindurch bestehen zu können, habe ich bisher noch nichts gehört.

Privat hat man „es“ in der Hand

Privat habe ich sämtliche Benachrichtigungen (Push) ausgeschaltet. Meine E-Mails und meine Accounts bei den sozialen Netzwerken (Google+, Twitter und Facebook) frage ich ab, wenn mir danach ist. Mal häufiger, mal nur einmal täglich. [symple_highlight color=“red“]Vorbildlich, nicht wahr?[/alert]

Dabei ertappen meine Frau und ich mich ab und zu dabei, ebenso unhöflich und ungastfreundlich zu sein, wie ich es anderen hier vorwerfe. Ich diskutiere zum Beispiel gern mit meinem Schwager über das aktuelle politische Geschehen. Auf einmal krame ich mein Handy hervor und schlage bei Google oder Wikipedia etwas nach. Manchmal kann ich mit dem Ergebnis auftrumpfen, manchmal ist es umgekehrt. Einerseits ist es toll, dass man Meinungsverschiedenheiten während einer Diskussion durch nachgeschlagene Fakten sofort ausräumen kann. Andererseits bleibt es eine grobe Unhöflichkeit, sich eine Weile von den Gästen ab- und dem Smartphone zuzuwenden. Jedenfalls empfinde ich das so. Trotzdem tue ich es. Ich kann die Frage nicht beantworten, warum das so ist. Vielleicht ist es eine Form von Sucht, der viele nicht gewachsen sind.

Ich habe geglaubt, dass die Wichtigtuer unter den Handy-Nutzern von damals ihre „Neulust“ daran verlieren werden, laut telefonierend durch die Straßen zu schlendern oder sich im Restaurant plärrend mit ihren Freunden über ihre nächste Dienstreise in die Vereinigten Staaten zu unterhalten. Manchmal glaube ich, dass die Zahl der „Wichtigtuer“ rückläufig wäre. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass heute viel mehr Leute als früher (gleichzeitig) ihre Handys benutzen. Übrigens sogar im Arzt-Wartezimmer, im Kino und manchmal klingt es sogar bei einer Beerdigung oder im Krankenzimmer.

Youtube Video

Ein Bloggerkredo: Der schnelle, der aufmerksame, der bunte Vogel fängt den Wurm

1. November 2013

Um zu erfahren, welche meiner Artikel die erfolgreichsten waren, muss ich eigentlich nur die Statistik bemühen. So gesehen scheint es ein leichtes Thema zu sein, das Martin via Webmasterfriday für diese Woche gesetzt hat. Leicht wäre es allerdings, wenn die Themenauswahl bei Netzexil einen rechten Zuschnitt hätte – auf ein Thema, eine Nische oder so. Aber hier?

Auch in einem Sammelsurium verschiedenster Themen kann man erfolgreiche von vermeintlich uninteressanten Artikeln leicht trennen, in dem man auf die Zähler schaut. Der Bogen meiner Themen ist weit gespannt. Zu weit? Der Blick auf die Kategorien klärt diese Frage vielleicht.

Relativ erfolgreich waren meine Artikel dann, wenn ich ein brandaktuelles Thema besetzen konnte. Bestes Beispiel war dafür die Geschichte um unseren damaligen Bundespräsidenten, Horst Köhler. Ich war damals tatsächlich einer der ersten, die diese Vorgänge in ihrem Blog thematisiert haben. Damit schaffte mein damaliger „Querblog“ es sogar ins „Heute Journal“. Heute habe ich gerade in diesem Fall ein zwiespältiges Verhältnis zu dem, was und vor allem wie ich damals kommentiert habe.

Später gab es immer mal wieder Beiträge, die so aktuell und nachgefragt waren, dass die Zugriffszahlen für hiesige Verhältnisse in die Höhe schossen. Vielfach blieben Kommentare oder Shares wohl deshalb aus, weil meine Gedanken vielleicht zu denen meiner Leser inkompatibel waren oder die Artikel waren schlicht ohne Zusatznutzen für diese. Das passiert am häufigsten.

Das hat im Laufe der Zeit dazu geführt, dass die Artikel im Durchschnitt heute wesentlich kürzer sind als früher. Ich habe das nicht etwa detailliert verglichen. Aber gefühlsmäßig behaupte ich, dass dies so ist. Es gab eine Zeit, in der waren für Blogger Beiträge über Methoden zur Performanceverbesserung hoch im Kurs. Das liegt schon einige Zeit zurück. Heute sind die Fragen durchgekaut; man kann im Internet auf eine stattliche Bibliothek von Beiträgen zurückgreifen.

Wenn man ein waches Auge auf ein so tolles Aggregatangebot wie „Rivva“ hält, weiß man immer ziemlich genau, wie die großen Themen in der deutschen Blogsphäre aktuell gesetzt sind. Nicht selten entstehen meine Artikel aus Anregungen, die ich aus solchen Beiträgen gewinne.

Aber natürlich gibt es so viel Gutes unterhalb der Schwelle, die Artikel überhaupt bei „Rivva“ etc. erscheinen lässt. Versteht man die Artikel anderer Blogger als Inspiration für eigene Beiträge, so ist klar, dass man viel lesen muss. Aber das wiederum hängt davon ab, welche Themenbereiche man in seinem Blog überhaupt abdeckt. Womit ich fast wieder beim Anfang bin. Stichwort: Sammelsurium.

Erfolgreiches Bloggen kann man lernen. Ich würde solche Aussagen mit einem dicken Fragezeichen versehen. In den vielen Jahren, in denen ich fast täglich blogge, habe ich mich kaum an die Empfehlungen gehalten. Und seien diese noch so überzeugend gewesen. Welchen Sinn macht es, mal eben ein Video zu bloggen, nur weil man die Musik gerade so toll findet? Es ist im Sinne einer erfolgreichen Entwicklung des Blogs wohl auch wenig sinnvoll, sich mit einer immer größeren werdenden Zahl von Leuten in unserem Land anzulegen. Es gibt Standpunkte, für die man heute keine Mehrheiten mehr bekommt. Sollte man darauf verzichten, nur weil man erfolgreich bloggen will? Nee!

Die Links zu „erfolgreichen“ Artikeln habe ich im Text eingestreut. Ich habe mich bei der Auswahl auch ein bisschen an der Statistik orientiert. 🙂

Foto von: Eric BagchusCC BY-NC-SA 2.0

Webmasterfriday: Wie deutsch bin ich?

5. Oktober 2013

tl;dr Nicht das Internet, nicht Deutschland – Europa ist die Lösung! Mein Bekenntnis für Europa.

Beim Webmasterfriday gibt es einen aktuellen Bezug zum dieswöchigen Feiertag „Tag der Deutschen Einheit“.

Fühlt ihr Euch am Tag der deutschen Einheit eher als Deutsche oder als Europäer – oder als Internet-User?

Am „Tag der Deutschen Einheit“ fühlte ich mich – wohl dem Datum geschuldet – eher deutsch. Etwas Unsicherheit bleibt. Sicher ist, dass meine Frau und ich den Feiertag genossen haben. Abends haben wir eine Flasche Wein geöffnet und uns den Film „Helden“ bei RTL angeguckt. Dafür haben wir uns später geschämt. Vielleicht hätte es eine Liter-Flasche Wein, besser ein Fass, gebraucht. Manches muss man sich einfach schön trinken.

Ich sach ma: Ein freier Tag ist immer Klasse! Wie bei den anderen (Weihnachten und Ostern ausgenommen) spielt die Bedeutung eines freien Tages keine Rolle. Hauptsache frei. Die kirchlichen oder staatlichen Anlässe dahinter sind mir egal. Ich lege aber wert darauf, dass ich die Bedeutung der begangenen Feiertage kenne – und zwar alle deutschen und ohne die Wikipedia zu bemühen! So doof, wie manche Interviewte sich geben sind, möchte ich nicht dastehen. Anderseits sind immer leise Zweifel an der Authentizität solcher Medienerzeugnisse angebracht, gerade wenn man diese im Internet findet. Das ist für mich die wichtigste Erkenntnis im Umgang mit dem Internet. Ohne eine kritische Distanz geht da gar nichts! Auch deshalb verlasse ich mich informationstechnisch weiterhin auf die alten Medien – mehr als aufs Internet.

Kürzlich las ich, dass die deutsche Wiedervereinigung nichts mehr sei, was die jüngeren Leute heute noch beschäftigen würde. Normalität im Verhältnis Ost und West ist längst eingekehrt. Ich bin überzeugt, das geht älteren Leuten im Jahr 2013 nicht anders.

Leider gibt es einige Tatbestände, die die Menschen in diesem Zusammenhang gleichwohl sehr beschäftigen. Im Osten gelten wirtschaftlich immer noch schlechtere Bedingungen. Die Arbeitslosenzahl ist beispielsweise im Osten viel höher als im Westen und die Leute verdienen immer noch erheblich weniger als im Westen. In einem Research Briefing vom April dieses Jahres heißt die kalte Analyse (Deutsche Bank Research eben!):

  • Der Aufholprozess der ostdeutschen Wirtschaft nach dem Wiedervereinigungsschock stockt seit Mitte der 1990er Jahre.
  • Die Konvergenz der Löhne kam Anfang der 2000er Jahre zum Stillstand. Im Jahr 2011 lagen die ostdeutschen Löhne 25% unter den westdeutschen.

Von einer Angleichung der Lebensverhältnisse kann lediglich im öffentlichen Verwaltungen gesprochen werden. Dafür hat die auch dafür gescholtene Politik gesorgt. Aus ökonomischer Sicht sind die großen Unterschiede erklärbar (s. Research Briefing). Politisch vermittelbar sind diese nicht! Mit anderen Worten, um die Deutsche Einheit ist es zwar medial ruhig geworden, vollbracht ist sie jedoch keineswegs und wird es sobald auch nicht sein! Sie hat ein resignatives Potential, dem sich Deutschland und Europa weiterhin widmen müssen.

Werfen wir einen Blick auf Deutschland und die Befindlichkeit seiner Einwohner im größeren historischen Kontext. Ich finde es gut, dass es inzwischen eine Mehrheit dafür zu geben scheint, sich weiterhin mit der Nazi-Vergangenheit unseres Landes auseinanderzusetzen. Die These, „es muss doch einfach mal Schluss sein“, hört man jedenfalls seltener. Vielleicht sorgt unsere von politisch rechter Seite massiv kritisierte „political correctness“ dafür, dass viele Deutsche es richtig finden, sich auch so viele Jahrzehnte nach Kriegsende, mit dem Hitler-Regime auseinanderzusetzen. Ich persönlich mag, bis zum Beweis des Gegenteils, daran glauben, dass es die uns Menschen nachgesagte Lernfähigkeit war, die nationale Forderungen zurückgedrängt hat. Vielleicht erschreckt es viele Deutsche, wie schlecht wir gestern und heute in unserem Europa mit dem Thema Integration klar gekommen sind. Wo sind die Wurzeln unserer Ablehnung von Menschen anderer Herkunft und anderen Aussehens?

„Deutschland den Deutschen“ ist ein Begriff, den ich nicht hören mag. Aber auch dann, wenn die Parolen weniger platt daherkommen („mehr Bildung, weniger Zuwanderung“) halte ich dagegen. Andererseits muss ich jedoch zur Kenntnis nehmen, dass nicht hinter jeder besorgten Äußerung immer gleich ein Faschist, ein ausländerfeindlicher Deutscher steckt. Das Internet ist voll von Hassseiten gegen Einwanderer, gegen den Islam aber auch gegen Europa (den Euro).

[symple_highlight color=“blue“]In Kontroversen kommt in mir der begeisterte Europäer zum Vorschein. Allen Problemen zum Trotz, für die unsere Politiker bisher keine Lösungen finden: ich glaube, es lohnt sich für und nicht gegen Europa zu kämpfen.[/alert]

 

Wir erleben heute in Südeuropa, dass durch die Exzesse an den deregulierten Finanzmärkten entstandenen staatlichen Schuldenkrisen, ganze Generationen ihre Zukunft verlieren. Wir stehen mit unseren schwachen Erkenntnissen einigermaßen hilflos zwischen dem, was unsere Politiker uns sagen und dem, was die Ökonomen uns zur Bewältigung der Krise raten. Weder die einen noch die anderen überzeugten in der Krise. Wir stellen fest, dass man sich weder auf die Aussagen der einen noch auf die der anderen verlassen kann. Die sehr komplizierte Materie verhindert, dass wir uns ein verlässliches Bild machen können. Widerwillig und mit zunehmendem Misstrauen müssen wir uns für den einen oder anderen Weg entscheiden. Oder wir steigen ganz aus und gehen nicht mal mehr zu den Wahlen.

Natürlich haben die dramatischen Vorgänge das Zeug dazu, die Menschen zu spalten. Uns fehlt meiner Meinung nach ein Grundvertrauen. Ständiges Verhandeln und Kompromisseschließen kennzeichnen die Suche nach Lösungen. Leider vermittelt uns dieses Bild das Gefühl, dass wir unseren Politikern nicht mehr trauen können. Aber wir haben keine anderen. Sie sind unsere Repräsentanten! Worauf sonst, wenn nicht auf die von uns gewählten Politiker, sollen wir uns verlassen? Das Internet kann diese Leistung nicht erbringen. Im Gegenteil. Aus meiner Sicht hat das Internet eher das Zeug dazu, Menschen und vielleicht ganze Gesellschaften zu spalten als für ein Ziel zu mobilisieren!

Ich (59) bin am 22.9. zum ersten Mal in meinem Leben nicht wählen gegangen. Zum Glück haben 74 % der Deutschen ihr Wahlrecht ausgeübt. Beim nächsten Mal werde ich bestimmt wieder dabei sein.

Kosteneinsparung ist angesagt: Ich zahle fast 700 Euro im Jahr für diverse Internetdienste

3. Oktober 2013

Neugierde und Spaß am Experimentieren sind Dinge, die einen angeblich jung halten sollen. So hat man das oft gelesen. Es wird auch gern gesagt, dass das Internet die Entwicklung einer „Gratiskultur“ in Deutschland erst richtig gepusht haben soll.

Ich glaube sogar, dass Begriffe wie „Geiz ist geil“ und „Ich bin doch nicht doof“ Synonyme für gewisse Charaktereigenschaften sind. Aber ganz so ist es doch nicht.

Ich habe mal eine kleine Auflistung der Dienste gemacht, die ich via Internet nutze und für die ich bezahle bzw. bezahlt habe. Einige werde ich nämlich wieder kündigen. Was ich hier nicht aufführe, sind die Kosten für diverse Wordpress-Themes, die diesen Wert noch erheblich übersteigen werden.

Jährliche Kosten für Internet-Dienste

Daneben zahle ich – nicht grundsätzlich aber doch häufig – Geld an Software-Autoren (Freeware, Plugins, Apps), wenn mir deren Produkte gefallen und ich diese gern und regelmäßig einsetze. Ich wollte hier immer schon mal die Frage danach stellen, ob auch ihr bereit wärt, für häufig genutzte Produkte, Geld auszugeben (einmalig oder regelmäßig, also monatlich, jährlich).

Damit die Frage nicht so abstrakt bleibt, habe ich eine Liste von Produkten zusammengestellt, die wahrscheinlich viele Leute regelmäßig nutzen. Wie handhabt ihr das? Zahlt für die die Nutzung oder wärt ihr bereit, für diese Nutze Geld zu bezahlen? Welche Erweiterungen oder Apps fallen euch ein, die ihr auf keinen Fall mehr missen würdest. Würdet ihr ggf. Geld dafür bezahlen?

1.) Feedly
Feedly kommt so langsam in Tritt – der Fortschritt ist allerdings etwas enttäuschend. Ich würde gern zurück zum Google Reader! Überlege, ob ich die Premium Version brauche.

2.) Ifttt
Ifttt – wer auf Automatisierung steht, sollte dort mal reinschauen. Mit ifttt steure ich z.B., dass alle Anhänge, die in meinem Google Mail – Postfach ankommen, in ein bestimmtes Laufwerk bei Google Drive kopiert werden. Sehr praktisch.

3.) Delicious
Delicious – Bookmarkdienste sollen aus der Mode sein, Delicious mag ich einfach. Nach dem kürzlich erfolgten Update macht die Arbeit damit noch mehr Spaß.

4.) Last Pass

Last Pass (Erweiterungen für viele (alle) Plattformen sind verfügbar) ist mir ans Herz gewachsen. Ich nutze inzwischen die Premium-Version.

5.) Shareaholic
Mit der Google Chrome – Erweiterung von Shareoholic komme ich sehr gut klar. Als „Zentrale“ zum Sharen ist mir diese Erweiterung lieber als viele andere Alternativen, die ich ausprobiert habe – übrigens auch für andere Browser.

6.) Google Dictionary (by Google)
Die Erweiterung „Google Dictionary (by Google)“ nutze ich schon gefühlte Ewigkeiten auf allen PC’s. Ein Doppelklick auf unbekannte oder unklare Begriffe und (meist) hat man sofort die gewünschte Erläuterung. Das macht zwar irgendwie denkfaul ist aber trotzdem ne klasse Sache.

7.) Wikipedia
Wahrscheinlich gibt es keine Website, die ich häufiger nutze. Da ist es für mich Ehrensache, dass ich jährlich meinen Obolus leiste. Auch für dieses Angebot gilt, dass es einen leider manchmal in seiner Faulheit unterstützt. Vielleicht wäre der Weg zum Bücherregal, in dem immerhin auch noch ein Lexikon (alt, älter, historisch) auf einen geneigten Leser wartet, ja doch eine Alternative.

Verlinkt wird nur, was auch einen Mehrwert für den Leser hat

31. August 2013

Dieser Blog hat keine mäßige Verlinkungsquote, er hat de facto überhaupt keine. Keine Sorge, ich will nicht schon wieder anfangen zu jammern.

Es ist wie es ist und das liegt an der Art und Weise, wie ich diesen Blog manage – nämlich (fast) gar nicht. Dabei kann man so viel Interessantes und Hilfreiches darüber lesen. Wie bloggt man richtig? Ich habe es in den zurückliegenden fast 10 Jahren nicht gelernt. Im Moment kümmere ich mich hauptsächlich um das Blog-Theme und kaum um den Blog-Inhalt. Das ergibt zusammen mit meinen Experimenten, die im Wesentlichen nach dem Trial-and-Error-Prinzip ablaufen, eine Mischung, die Leser abschrecken kann.

  • „Hm, schon wieder ein neues Theme! Ich dachte, ich hätte die falsche URL eingetippt.“
  • „Wo sind meine Smilies geblieben? Wieso hast du das Plugin gelöscht?“
  • „Musst du denn immer so viel herumfummeln an deinem Blog?“

Als Blogger weiß man doch, worauf es ankommt: Inhalt, Inhalt, Inhalt. Content, Content, Content.

Ohne den experimentellen Teil würde ich wahrscheinlich längst schon nicht mehr bloggen. Es würde mich keinen Spaß machen, nur zu schreiben. Meine Aussage wird vielen vielleicht nicht passen. Sie wirkt ja so, als wären mir meine Leser egal. 

Der Webmasterfriday ist für viele Blogger zum willkommenen Anstoß für eigene Beiträge avanciert. Themen rund ums Bloggen erfreuen sich großer Beliebtheit. Wohl auch ein bisschen deshalb, weil wir ein Thema „vorgegeben“ bekommen. Die Blogsphäre (in Deutschland?) scheint ein bisschen sehr um sich selbst zu kreisen. Da ist man unter sich (die ganz großen Blogs fehlen, weil die „es“ nicht mehr nötig haben). Klingt ein bisschen böse und ja, das soll es auch!

Womit ich jetzt endlich mal beim Thema des dieswöchigen Webmasterfriday wäre – der gegenseitigen Verlinkung. Wenn man sich große Blogs als Vorbilder nimmt, stellt man fest, dass dort die Verlinkung auf andere, vor allem auf kleinere Blogs, kaum noch vorkommen. Ich finde es gut, wenn eine Quelle oder ein kleines, unscheinbares „via“ selbst neben einem Youtube-Video vorhanden ist, das man nur mal schnell weiterverteilt hat. Auch das kann man sehen – selbst bei den diesbezüglich kritisierten großen Blogs.

Wie wahrscheinlich die meisten Blogger lese ich viele andere Blogs und bekomme darüber die eine oder andere Inspiration für neue Artikel. Es ist häufig so, dass ich Artikel (nicht nur in Blogs) aufgreife, wenn mir deren Inhalt politisch gegen den Strich geht. In diesem Fall nenne ich immer Ross und Reiter. Wenn es sich um Blogs handelt, wäre es wohl fair, dort zu kommentieren und nicht „zu Hause“ über die Meinung des anderen zu lamentieren?! Eine Diskussion kann sich so nicht entwickeln. Aber ich will ehrlich sein, manchmal will ich das gar nicht. Ich habe auch gelernt, dass viele Diskussionen über politische Dinge nichts mehr bringen – jedenfalls nicht im Internet. Hatte ich schon gesagt, dass ich nicht mehr wählen geht?

Ja, auch Bloggen hat viel mit persönlichen Befindlichkeiten zu tun. Mal ist man enttäuscht, weil überhaupt keine Kommentare hereinkommen. Manchmal ist man auch enttäuscht, weil die Kommentare mit der eigenen Meinung so überhaupt nicht übereinstimmen. Ja, will mich denn keiner verstehen? Die nötige Distanz werde ich wohl nie hinbekommen.

Was das mit gegenseitiger Verlinkung zu tun hat? In meinen Augen hat es das sehr wohl, weil die scheinbar abnehmende Bereitschaft auch mit der Art und Weise zu tun haben wird, in der man miteinander kommuniziert. Und das Setzen von Links auf andere Blogs ist auch Ausdruck von Anerkennung und von gegenseitigem Respekt. Es geht nicht nur um einen technischen Vorgang, der sich am Ende in Zählbarem widerspiegelt.

Bei meinen ersten Beiträgen zum Webmasterfriday habe ich die anderen Teilnehmer verlinkt. Ich finde, man sollte das nicht in der Form tun, dass man alle Artikellinks unter den eigenen Artikel kopiert. Dann hat man zwar etwas für die gegenseitige Verlinkung getan, eine echte Wertschätzung ist das aber nicht. Die ist dann gegeben, wenn man die von den anderen geschilderten Sichtweisen zumindest anreisst und über die entsprechenden Textstellen die Verlinkung vornimmt. Oder – noch besser, man kommentiert in dem Blog, in dem man gelesen hat. Das ist mühsamer und deshalb wird es vermutlich auch eher selten gemacht.

Ich arbeite hier viel mit Zitaten. Dabei lege ich besonderen Wert darauf, dass diese auch als Zitate erkennbar sind. Ich benutze dafür die vorhandenen Formatierungsmöglichkeiten. Außerdem nutze ich zwei Browser-Erweiterungen, die mir die Arbeit erleichtern, um Zitate in den Blog zu „entführen“.

1.) für Google Chrome – Create Link

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Quelle: %title%

2.) für Firefox – Make Link

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Quelle: %title%

So sieht das Zitat dann (hier im Blog) aus:

Kennt ihr das? Man hat einen guten Artikel zu einem Thema geschrieben, und ein paar Tage später schreibt eine anderer darüber.
Quelle: Webmaster blogger gemeinsam : Blog Webmaster-Friday

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