Ein Freund von mir wollte letztes Wochenende in den Urlaub fliegen. Seine Freundin bekam ganz plötzlich schlimme Rückenschmerzen. Sie mussten in die Ambulanz. Dieses Mal war es die im Frechener Krankenhaus.
Eintreffen: ca. 15:30 Uhr. Um 4:30 Uhr am nächsten Morgen fuhren sie unverrichteter Dinge (kein Röntgen, kein MRT) wieder nach Hause. Natürlich hatten sie ihre Fernreise inzwischen abgesagt.
Man hörte seit Jahren immer wieder die Klage des Personals aus Ambulanzen im ganzen Land: Es kommen zu viele Patienten wegen harmloser Beschwerden in die Ambulanz. Damit war klar, dass die Wartezeiten für alle Patienten von Jahr zu Jahr länger wurden. Nun ist ein Punkt erreicht, an dem man sich fragen könnte, ob das irgendwann mal wieder so etwas wie Normalität erreichen wird.
Vor ein paar Tagen fragte ich mich, ab welchem Alter welche Behandlungen überhaupt noch infrage kommen.
Wohin wird diese Entwicklung führen? Nach alldem, was ich erlebt und gehört habe, scheint die Krankenhausreform nicht der große Bringer zu sein. Sie war allerdings – so hatte ich es verstanden – als Lösung gedacht. Jetzt frage ich mich, Lösung wofür? Vielleicht können wir überlegen, Ampeln an den Fußgängerüberwegen abzubauen. Das beschleunigt den Prozess vielleicht.
Ich gehe davon aus, dass das andere Menschen in anderen Regionen ganz ähnlich erleben.