Was gibt’s an Heiligabend zu essen?

von: Horst Schulte

Privat, Empfehlung

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2 Min. Lesezeit

Gaaanz früher™ war Heiligabend bei uns kulinarisch eher schlicht gestrickt: Kartoffelsalat mit Würstchen, fertig, glücklich, satt. Später, als es uns finanziell besser ging, wurde das Ganze feierlich auf Schweinelendchen mit Gemüse und Kartoffeln hochgestuft – sozusagen die »Goldrand-Version« unseres Festmenüs. Mit den Jahren haben wir dann immer weiter verfeinert, ergänzt, aufgehübscht – bis aus dem einfachen Teller ein kleines Festbankett wurde.​

kartoffelsalat und fondue
kartoffelsalat und fondue

Seit unserer Hochzeit 1976 haben wir den Heiligen Abend jahrzehntelang im Wechsel bei meinen Eltern oder bei uns gefeiert – eine schöne Routine, die irgendwie genauso dazugehört hat wie der Baum und die Bescherung. Inzwischen sind unsere Eltern nicht mehr da, und meine Frau und ich begehen den Heiligen Abend nun ganz ruhig zu zweit, ohne großes Familienprogramm, aber mit viel vertrauter Gemütlichkeit.

Vielleicht gerade deshalb haben wir im letzten Jahr beim Speiseplan bewusst den Rückwärtsgang eingelegt. Aus dem festlichen Mehrgänge-Programm wurde wieder: Kartoffelsalat mit Würstchen. Und siehe da – das »Downgrade« fühlt sich eher wie ein Upgrade an. Kein Stress, keine Küchenschlacht, der Baum ist schon geschmückt, und der Abend darf in aller Ruhe starten, statt im Dampf von Töpfen und Pfannen.​

An Silvester drehen wir dann kulinarisch wieder ein bisschen auf: klassisches Fondue mit Öl, ohne Käse, dafür mit verschiedenen Fleisch- und Fischsorten. Dazu Salate, Beilagen, Soßen – ehrlich gesagt könnte die eigentliche »Fondue-Action« im Topf fast wegfallen, wenn nur die Beilagen bleiben dürften. Dieses gesellige Herumstochern, Dippen und Probieren gehört für mich einfach zum Jahresausklang dazu.​

Und jetzt bin ich neugierig: Was kommt bei euch an Heiligabend oder zu Silvester auf den Tisch – eher Kartoffelsalat-Fraktion, Fondue-Team oder ganz was anderes?


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12 Gedanken zu „Was gibt’s an Heiligabend zu essen?“

  1. Na, da konnte ich nicht widerstehen. Hier beschreibe ich unser #Weihnachtsmenü».

    Danke Horst, guten Appetit und vor allem eine friedliche, besinnliche Weihnachten für uns alle. Möge im Jahr 2026 wider die Vernunft und Menschlichkeit Einzug halten.

  2. Da ich selbst aus Hessen¹ gebürtig bin gibt es Kartoffelsalat & Werchtscher [Würstchen] häufiger während des Jahres. Kartoffelsalat selbstgemacht nach Rezept von EMMI, allerdings variiert mit einer Handvoll Schinkenwürfelchen die nur leicht angebraten werden. Ohne Mayonnaise!

    Zum 24. Dezember essen wir abends, nach der *Bescherung*, Grünkohl, Bregenwurst [manchmal regional als *Pinkel*bezeichnet], Kasslerscheiben und Salzkartoffeln. Das hat sich so ergeben weil wir sehr lange (30 Jahre) rund um Münster ansässig waren. An unserem neuen Wohnort im Emsland/Grenze zu Ostfriesland ist Grünkohl rund ums Jahr allgegenwärtig. Es ist ein Gericht das vorbereitet werden kann und *aufgewärmt* (nur der Grünkohl!) sogar noch besser schmeckt.

    Am 1. Feiertag gibt es Lammfilet mit feinen Böhnchen & Mint-Sauce in zwei Varianten, süß als *Mint Jelly* oder sauer eingelegt. Mint-Sauce gibt es in kaum einem Supermarkt, das muß man online bestellen.
    Am 2. Feiertag sind gebratene Lachsfilets aus Wildfang & Rösti mit Mischgemüse, alternativ mit Kohlrabi in Mehlschwitze (je nach Wunsch der Gäste).

    Fondue machen wir nicht mehr seit unsere Kinder aus dem Haus sind und sie selbst mit ihrem Freundeskreis Silvester feiern – für zwei Personen ist uns der Aufwand zu groß. Allerdings vermissen wir die Brühe in der das Fleisch gegart wurde: Aufgepeppten Rinderfond mit reichlich Knoblauch, das haben wir immer nach Mitternacht mit Baguette sehr genossen.

    ————————————
    ¹ Weil wir hier schon über Spezialitäten schreiben:
    Sehr empfehlenswert sind *Rippchen* und *Rindswurst* mit (Sauer-) Kraut als deftige Überraschung für Anlässe mit mehreren Gästen, paßt auch gut zu Spanferkel und Grillfleisch.
    [Zu vernachlässigen sind – weil nur wenige Male im Jahr serviert – die geringen Mengen an Salz die nach dem Kochen noch verbleiben.]

  3. Also: den Kartoffelsalat mit (Wiener) Würstchen gab es schon bei meiner Oma (1906 geboren) – damals noch mit Mayo. Meine Großeltern, wie auch ich, sind im Brandenburger (Bundes-)Land zu Hause.
    Wir hatten Also Kartoffelsalat (mit Sylter Sauce) und Wiener Würstchen. Natürlich haben wir auch für unseren »Superhund« ein paar Wiener warm gemacht. Am ersten Feiertag hatten wir Rosenkohlauflauf und Hähnchenschenkel. Am zweiten Feiertag haben wir absichtlich nur Salat…. Dazu muss man wissen, das wir Mittags nur Kaffee und ein paar Kekse zu uns nehmen. Abends gibt’s Salat. Wir kochen selten- da ich über 100Kg wiege, ist das gut für mich- der Frau an meiner Seite geht es ähnlich.

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