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Gesellschaft

Werte gegen Gleichgültigkeit

Jens Spahn (CDU) findet, dass wir unsere Werte verteidigen müssen. Er beklagt sich, dass die Imame in seinem Wahlkreis kein Deutsch sprechen. Beides wird so in einem Focus-Artikel nach dem Gespräch, das Spahn mit dem Ex-Linkenchef Gregor Gysi geführt hat, festgehalten.

Mir erschließt sich nicht auf Anhieb, was Spahns Aussagen miteinander zu tun haben könnten. Außer natürlich, dass es sich wieder mal populistisches Gebrabbel eines Politikers aus der rechten Ecke handelt. Die Stammtische der „Besorgten Bürger“ wird das nicht kaum mehr „locken“. Die haben höchstwahrscheinlich andere Maßnahmen im Auge als die Herabsetzung der Toleranzgrenze.

Falsche Toleranz oder gnadenlose Gleichgültigkeit?

Auch Spahn erzählt gern, dass viele Muslime sich nicht oder schwer integrieren lassen würden. Vor allem die jungen Männer. Diese Machos mit ihren kulturellen und religiösen Eigenarten haben es ihm offenbar angetan. Das ist keine frivole Anspielung auf irgendwas!

Es gibt viele Religionen, aber nur eine Moral. John Ruskin

Spahn warnt vor „falscher Toleranz“. Der Mann gibt vor, immer noch nicht verstanden zu haben, dass wir den Migranten nicht Toleranz, sondern schlicht Gleichgültigkeit und Ignoranz entgegengebracht haben und auch heute noch bringen! Natürlich spielt er nur den Dummen. Jeder, der Migrationsprobleme mit etwas Neutralität betrachtet, kommt von ganz allein darauf, dass die deutsche Gesellschaft sich in dieser Hinsicht weder besonders tolerant gezeigt hat, noch nachsichtig. Eher ist das krasse Gegenteil der Fall. Und zwar von jeher.

[symple_box color=“blue“ fade_in=“false“ float=“center“ text_align=“left“ width=““]Was uns aber leider überhaupt nicht daran hindert, die Folgen unserer Ignoranz, die sich im Verhalten und in der Einstellung mancher Migranten offenbart, mit den dümmsten Argumenten zu attackieren, die man sich vorstellen kann. Und Spahn ist nur ein Beispiel dafür.[/symple_box]

Unsere Werte sind überwiegend universal – sogar für Muslime

Wenn wir Werte haben, so sollten wir sie hochhalten und verteidigen. Das ist so selbstverständlich, dass es in meinen Ohren fast schon lächerlich klingt, dass dies in einem völlig falschen Zusammenhang immer wieder hochgepuscht wird.

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Von Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 65 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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