In bin Mitglied in einigen Facebook-Gruppen. Dort habe ich eben mal nach Blog-Kommentaren zum Scheitern der Jamaika-Sondierungen gesucht. Ein erfolgloses Unterfangen.

Einerseits ist das schade, weil ich diese Suche in der Absicht gestartet hatte, eventuelle Treffer unter meinem Artikel zu verlinken. Andererseits weiß ich natürlich, dass Themen wie Politik, Gesellschaft und Medien, nicht gerade diejenigen sind, die in diesen Gruppen viel beachtet werden.

Wenn ich das also so genau zu wissen glaube, warum poste ich meine neuen Artikel trotzdem treu und brav immer in diese Gruppen? Wohl deshalb, weil es Ausnahmen gibt. Ja, ab und zu gibts hier auch mal Beiträge, die nichts mit meinen Hauptthemen zu tun haben und über die ich hier blogge.

Es kommt vor, dass sich innerhalb dieser Gruppen, überwiegend jedoch in meinem Profil Diskussionen entfalten, die interessant sind und die ich – so gern ich das tun würde – nicht in meinen Blog „holen“ kann.

Es gibt zwar Plugins, um Facebook-Kommentare im Blog zu ermöglichen. Aber leider ist das eine Einbahnstraße. Man kann die im Blog abgegebenen Kommentare in diesem Fall zwar bei Facebook posten aber anders herum geht es nicht. Wenn man also einen Artikel in Facebook-Gruppen postet, so werden dort eingehende Kommentare im Blog nicht angezeigt. Lediglich die Zahl der Likes steigt mit jedem neu eingegangenen Kommentar.

Mein Pech ist, dass sich viele Blogger*innen eben mit Sachen beschäftigen, denen ich persönlich wenig abgewinnen kann. Unter diesen Voraussetzungen ist es fast logisch, dass es ihnen mit meinen Themen und Ansichten nicht anders ergeht. ?

Aber andererseits frage ich mich, was es bringt, wenn unter einem neuen Artikel 10 Kommentare etwa dieser Art auftauchen: „Schöne Fotos“ oder wahlweise „schöner Artikel“ und „netter Artikel“. Ich beobachte das in zahlreichen Blogs, die sich designmäßig übrigens auch immer ähnlicher zu werden scheinen.

Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen böser, als ich es gemeint habe. Dass diese Entwicklung mit dem Aufkommen der sozialen Netzwerke zu tun hat, ist ja eine Binse. Gut muss man das ja nicht finden und hin und wieder erlaube ich mir deshalb, an früher ™, die gute alte Bloggerzeit zu erinnern. Das ist ja schon soooo lange her. Meine Twitter- und Google+ Accounts habe ich übrigens gelöscht (ja, ja! Nicht zum ersten Mal). Die Mitgliedschaft dort bringt für mich als Blogger noch viel weniger als Facebook.

 

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4 Kommentare

  1. Ja. Und ja. Und ja.
    Und man könnte meinen, dass die Mädels von heute nichts mehr anderes im Kopf haben.
    Und noch viel schlimmer: Viele der Ü40 und Ü50 Bloggerinnen beschäftigen sich vermehrt mit dieser Thematik.

    LG
    Sabienes

  2. Im Grunde freue ich mich über jeden, der das Hobby ergreift und mit dem Bloggen beginnt. Aber die aktuelle Entwicklung ist doch befremdlich. Dabei bin ich grundsätzlich schon der Meinung, dass das jede/r schon so halten soll wie er/sie es mögen. Mich stört ein wenig der sich inzwischen verfestigende Eindruck einer aufkommenden Monokultur.

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