NRW ist da, wo Schüler und Lehrer was gegen verlängerte Ferien haben

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Nachdem die NRW-Schulministerin, Frau Gebauer, FDP, endlich mal was richtig gemacht hat, in dem sie die Weihnachtsferien etwas (um wenige Tage) verlängerte, gibt’s doch tatsächlich schon wieder Zores.

Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.

Karl Valentin

Diejenigen Lehrervertreter, die von „WDR Aktuell“ dazu befragt wurden, beklagten sich alle der Reihe nach darüber, welche Punkte dagegen sprechen würden. Lehrer denken halt immer nur an die anderen. Also an ihre Schüler und an die Eltern der Schüler. Man kennt das ja gar nicht anders. ¯\_(ツ)_/¯

Dass sich Funktionsträger der Schüler- und Elternschaft auch auf dieses Pferd setzen, war für mich im Prinzip schon keine Überraschung mehr. Für die einen geht’s nicht, weil sie ohnehin, aufgrund von Corona, schon so viel Stoff versäumt hätten und für die anderen geht’s darum, dass die armen Eltern sich einmal mehr gar nicht um ihre Kinder kümmern könnten, weil sie doch ihrem Job nachgehen müssten. Letzteres kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung überhaupt nicht mehr nachvollziehen. Dass sich aber sogar Schüler ein Veto zu eigen machen, finde ich lächerlich. Da sagte einer, dass man ohnehin schon so viel Stoff versäumt habe, dass man auf diese (wenigen!) Unterrichtstage nicht zusätzlich verzichten könne.

Unter anderem ist nach Ansicht der Lehrergewerkschaft GEW vor allem die Frage offen, wer die Kinder während der zusätzlichen Freizeit betreuen soll.

Bildung: Kritik an früheren Weihnachtsferien wächst | ZEIT ONLINE

In den Firmen, in denen ich gearbeitet habe, hatten die allermeisten Arbeitnehmer schon eine Woche vor Weihnachten Ferien und die zogen sich oft sogar bis ein, zwei Wochen nach dem Jahreswechsel. Man hatte sich so richtig gemütlich eingerichtet.

Dass es auch Menschen gibt, die sich ein paar zusätzliche freie Tage zwar gewünscht hätten, für die es das aber aus Gründen kaum einmal gab, ist schon klar. Aber die meisten dürften wirklich keine Probleme damit haben, sich vor und nach den Feiertagen um ihre Pänz zu kümmern. Man kann auch die Dinge so überbeanspruchen, dass Leute (jedenfalls ich als Rentner) kaum noch Verständnis für diese Kübel an Kritik haben, die manche über die Politik ausschütten.

«Die Ankündigung von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer, die Weihnachtsferien vorzuverlegen, ist für Alleinerziehende eine Hiobsbotschaft.»

Nicola Stroop, Vorstand des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter in NRW

Und ich bin wahrlich kein Fan von Frau Gebauer oder der FDP überhaupt.

Witzig fand ich, dass eine Moderatorin von „WDR Aktuell“ einer Lehrerfunktionärin die Frage stellte, ob sie in der Lage wäre, auch einen konstruktiven Beitrag zur Corona-Problematik zu leisten. Da war Schweigen und ich hatte wenigstens ein bisschen Spaß.

Irgendwie schauen sich viel zu viele etwas von dem Aufrührertum ab, das die „Quertreiber“ unsäglicherweise an den Tag legen. Auch diese Menschen leisten keinerlei konstruktiven Beitrag zur Lösung allfälliger Probleme rund um dieses Thema. Dass Lehrer und Schüler sich nun offenbar berufen fühlen, es diesen Idioten gleichzutun, macht mich rasend.

Ganz übel finde ich das Verhalten der SPD und Grünen. Es ist beklagenswert, dass (Stichwort: Solingen) hier parteipolitisches Gequengel in den Vordergrund rückt, statt gemeinsame Lösungen zu suchen und umzusetzen.

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