Einseitigkeit deutscher Medien wird immer auffälliger

Albrecht Müller von den Nachdenkseiten schrieb kürzlich etwas über die Einseitigkeit von deutschem Kabarett und Satire. Ich habe das hier schon mehrfach angemeckert. Nun, Links-Grün ist eben auch dort so dominant, dass solche Feststellungen unumgänglich werden.

Das alles heißt für die Anhänger links-grüner Politik überhaupt nichts. Wer sich einmal auf der Seite der absoluten Wahrheit und dem Richtigen verpflichtet hat, lässt sich so leicht von überhaupt nichts mehr abbringen.

Differenz zwischen Beitrag und Meinung?

Mir geht meine zunächst noch schleichende, aber zuletzt immer mehr Fahrt aufnehmende Einsicht in die krasse Schieflage selbst auf den Zeiger. Wer wirft schon gerne seine ehemaligen Überzeugungen über Bord. Angesichts der vielen Ungewissheiten wäre doch das andere Extrem, das viel bequemere und beruhigendere, nicht wahr?

Ebenfalls bei den Nachdenkseiten habe ich einen Artikel gelesen, auf den mich Köppels „Weltwoche-Daily“ aufmerksam gemacht hat. Es geht wie so häufig bei Köppel und anderen Rechtsauslegern zunächst einmal um die eigene, kontroverse Abneigung gegen die vor allem deutschen öffentlich-rechtlichen Sender. Dass Ähnlichkeiten in der Schweiz und Österreich bestehen, verschweigt Köppel nicht.

Gerade der Streit der letzten Wochen war wieder besonders geprägt von der öffentlichen Berichterstattung und der dort unübersehbaren Einseitigkeit. Dass sich diese nicht etwa auf ARD ZDF, Deutschlandradio und Deutsche Welle reduzieren lassen, ist schlimm. Die Dominanz des links-grünen Moralismus in der deutschen Presse ist definitiv unübersehbar.

Warum so einseitig?

Woher kommt die Einseitigkeit? Natürlich zum einen daher, dass viele Journalisten in den öffentlich-rechtlichen Sendern eher links-grüne Sympathisanten sind. Dagegen ist nichts zu sagen. Warum sollte es falsch sein, seine politische Gesinnung in Beiträgen sichtbar werden zu lassen, auch wenn es sich nicht um erkennbare Meinungsbeiträge handelt? Solange man sich dazu bekennt und keine Neutralität für sich beansprucht. Aber genau das passiert ja nicht. Sie sagen das eine und tun das andere.

Jetzt wurde aufgedeckt, dass beträchtliche Geldzahlungen seitens der Regierung an so viele Journalisten erfolgten, dass man sich nur noch wundern und dann schütteln muss. Keine Verschwörungstheorie scheint mehr abstrus genug, um nicht einen wahren Kern zu offenbaren.

Über wenige Jahre wurden Hunderttausende Euro an Journalisten ausgezahlt. Die 200 ZahlungsempfängerInnen waren überwiegend JournalistInnen, die beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk tätig sind.

Und die Aufzählungen sind vielleicht nicht einmal vollständig:

Die meisten Fragen wirft aber die offensichtliche Leerstelle in der Aufzählung der Bundesregierung auf: Das Auswärtige Amt (AA) unter Annalena Baerbock. Während Bundeskanzleramt, Bundespresseamt, Bundesverteidigungsministerium, das Justizministerium und fast ausnahmslos alle anderen Ministerien die Hosen runterlassen in Bezug auf ihre Zahlungen an Journalisten für diverse Tätigkeiten, sucht man das AA in der Aufzählung vergeblich.

Quelle: Nachdenkseiten

Ich bin gespannt, wie das mit der Berichterstattung über die mögliche Beteiligung einer Pro-Ukrainischen Gruppe an der Zerstörung der Nord-Stream-Pipeline weitergeht bzw., was auch immer weiter berichtet wird.

Warum sollten Ermittlungen einer multinationalen Rechercheeinheit plus denen des Bundeskriminalamtes und der zuständige Generalbundesanwalt eigentlich mehr erfahren, als die mit absoluter Gewissheit in diesem Fall ermittelnden verschiedenen in- und ausländischen Geheimdienste?

Zurückhaltend und einseitig

Ich empfinde die sehr zurückhaltende Berichterstattung als entlarvend. Wer fragt ernsthaft, ob der Kanzler auf dem Stand der Dinge wäre? Sollte sich erweisen, dass Ukrainer am Anschlag beteiligt waren, dürfte fast als sicher gelten, dass die Amis davon wussten. Insofern könnte Hershs Enthüllung am Ende doch eine mit Gehalt gewesen sein?

Die Fragen, die sich solchen Vermutungen und Möglichkeiten anschließen, liegen auf der Hand. Roderich Kiesewetters (CDU) Sorge geht dahin, dass der Rückhalt der deutschen Bevölkerung für die Unterstützung der Ukraine sich ins Gegenteil verkehren könnte, wenn diese Sache nicht rasch vom Tisch geräumt werde.

Er ermahnt Scholz‘ Regierung und prangert schon wieder schlechte Kommunikation an. So ein Naseweis! Er hält sich, wie viele aus der Union, für ganz besonders clever. Dabei weiß er, egal, was Scholz dazu sagen würde, immer wäre es falsch und würde einem Teil der Bevölkerung ohnehin nur Wasser auf die Mühlen ihrer Skepsis sein. Und außerdem gilt auch hier der unvergessene Spruch Thomas de Maizière: „Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.“

Horst Schulte
Horst Schulte
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Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 72 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt, wie man so sagt, in der Provinz. Großstädte sind mir ein Gräuel.

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