Sabotage der besonderen Art

10. März 2023
2 Min.
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Dass sich unsere Verbündeten, inkl. der internationalen Medien, zum Verdacht gegen eine proukrainische Gruppe, Nord Stream sabotiert zu haben, unterschiedlich äußern, ist nicht überraschend. Die negativen Auswirkungen für die Allianz gegen den russischen Angriffskrieg liegen auf der Hand.

Duda’s Spaß, Scholzes Frust

Medien berichten, der polnische Präsident Duda habe seine Freude über die Sabotage an der Nord-Stream-Pipeline geäußert.

Kritische Geister, die die Reaktionen des Westens insgesamt recht kritisch sehen, wie beispielsweise Roger Köppel, Weltwoche, können nicht fassen, dass nicht alle von der Möglichkeit ausgehen, dass Kanzler Scholz über die Sabotage und deren Urheber im Bilde war. Er wundert sich, dass die deutsche Presse diese Möglichkeit kaum thematisiert.

Eine schweizerische Zeitung formuliert es mit einem gewissen politischen Weitblick. Umso weit zu kommen, werden wir in Deutschland vermutlich noch viel Zeit benötigen.

Moralisches Gesamtbild

Die Aargauer Zeitung schreibt unter der Überschrift: „Ukraine ist so oder so im Recht“ zum bisher bekannten Sachverhalt:

„Die Pipelines, die eine Umgehung ihres Landes beim Gasexport ermöglichten, waren den Ukrainern mit Recht suspekt. Die Regierung in Kiew müsste von dem Anschlag nicht unbedingt gewusst haben: Nationalistische Hitzköpfe könnten eigenmächtig gehandelt haben. … Hätten Ukrainer die Pipelines zerstört, wäre dies zu verurteilen. Am moralischen Gesamtbild des Konflikts würde es aber ebenso wenig ändern wie die Bombardierung Dresdens an jenem des Zweiten Weltkriegs. Die Ukraine ist im Recht und hat die Unterstützung des Westens verdient.“

Quelle: Aargauer Zeitung

So leicht kann man es sich machen. Allerdings wohl nur, wenn man „neutral“ ist. Weitere europäische Stimmen.

Mal sehen, ob sich die deutsche Öffentlichkeit dieser besonderen schweizerischen Einsicht ergibt.

Horst Schulte
Horst Schulte
@HorstSchulte@horstschulte.com

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 72 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt, wie man so sagt, in der Provinz. Großstädte sind mir ein Gräuel.

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