Medien und Meinungsbildung

Einerseits reklamieren Rechte gern die Meinungsfreiheit für sich, wenn sie mit ihren zum Teil kruden Thesen in der Öffentlichkeit hantieren. Aber wehe, es zeigt sich ein mächtiger Gegner, der in Gestalt der Öffentlich-​Rechtlichen daher kommt. Dann werden schnell andere Forderungen laut.

«Meine» Meinung an den Mann gebracht.

Die NZZ trennt sich von einem Kolumnisten, weil er seinen Artikel auf einem Verschwörungsportal (ohne Abstimmung) veröffentlicht hat. Obwohl ein neuer Artikel dieses Autors ebenfalls seine Kritik an den Corona-​Maßnahmen der Regierung behandelt, gewährt «Welt Online» ihm ein Forum. Von «Cancel Culture» ist also nix geblieben…

Nicht mehr zumutbar: Was geht wird gefiltert!

Twitter, Facebook, Instagram sind gecancelt. Youtube nutze ich allerdings noch. Auf die Tutorials und ein paar andere Dinge will ich nicht verzichten. Aber ich habe einen Filter installiert, mit dem ich alle Inhalte, die mir nicht passen, herausgefiltert habe. Ich hätte das schon früher tun sollen.

Kann uns die Demokratie verloren gehen?

Im Osten sind ja ohnehin viele BürgerInnen unzufrieden mit dem, was ihnen als Demokratie zugemutet wurde. Überhaupt werden die Kritiker des Systems lauter. Was zweifellos an den vielen Krisen liegen dürfte, durch die wir uns in den letzten Jahren bewegt haben. Wohin führt die Unzufriedenheit mit dem, was für viele ohnehin keine echte Demokratie mehr ist? Wir wäre es, wenn wir unsere Ansprüche ein bisschen zurückzunehmen würden und uns darauf zu besinnen, was wir als gottgegeben und leider als viel zu selbstverständlich empfinden?

Mit dem Virus leben

Wenn Schweizer (warum sollte die NZZ da eine Ausnahme sein?), eine Gelegenheit sehen, uns Deutschen eins auszuwischen, dann greifen sie zu. Journalisten gehen mit gutem Beispiel voran. Und die deutschen Rechten applaudieren. Was auch sonst?