Schauen wir auf die Brände dieses Sommers und auf die Flüsse, die keine mehr sind, sondern eher Rinnsale, gehen vielen nicht notwendigerweise zunächst sterbende Tiere und Bäume durch den Kopf, sondern wirtschaftliche Auswirkungen.

Ja, die Wirtschaft ist uns wichtig. Auch bei Merz und seinem Regierungskollegium spielt die Wirtschaft die dominierende Rolle. Der neue Verkehrsminister will nun die Flüsse ausbauen, damit die Binnenschifffahrt nicht weiter Schaden nimmt. Dieser Tage hörte ich, dass ein großes Schiff (Flussfahrt) die Ladung von 100–150 Lkws transportieren könnte. Ich war überrascht.
Um es klar zu sagen: Statt immer zuerst auf die Wirtschaft zu schauen und der entsprechenden Klientel mit gewaltigen Zugeständnissen und finanziellen Hilfen nachzugeben, sollten wir versuchen, das zu tun, was für die Bewohner (Tiere, Fische) von Wäldern und Flüssen lebenswichtig wäre.
Aber stattdessen machen wir auch bei diesem Thema lieber das Fass auf, dass ohne Wirtschaft ja alles nichts sei. Mal sehen, wie lange wir Menschen es noch schaffen, uns mit dieser verengten Sichtweise auf diesem Planeten zu halten. Mir kann’s ja egal sein, ist es aber nicht.
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