Das Wort Rentenzuschuss kennen die meisten, das harmlos klingende „Rücklauf“ wohl eher wenige. Die vierteljährliche Abschlagszahlung für unsere Rentenbezüge steht an. Die letzte Einkommenssteuererklärung wird auch bald Früchte tragen. Für den Staat natürlich, denn wir müssen über die vier Abschlagszahlungen wie immer damit rechnen, dass wir noch mehrere Hundert Euro an Steuern nachzahlen müssen.
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Steuereinnahmen von Rentnern und Pensionären
Die Diskussionen darüber, wie viel Geld aus Steuereinnahmen als Rentenschuss zur Befriedigung von Renten- und Pensionsansprüchen in diesem Jahr transferiert werden muss, sind gerade etwas abgeklungen. Noch einmal zur Auffrischung: Es sind in diesem Jahr ~130 Mrd. Euro, über die heftig diskutiert wird bzw. anhand derer die Forderungen nach einer gern auch „schmerzhaften“ Rentenreform vorgebracht werden.
Rentner zahlen für 2025 voraussichtlich 62,7 Milliarden Euro an Einkommensteuer – ein Anstieg von 4,1 Mrd. gegenüber den 58,6 Mrd. im Jahr 2024. Da Pensionen vollständig steuerpflichtig sind (mit wenigen Freibeträgen) und die Pensionen seitdem deutlich gestiegen sind, gehen Ökonomen davon aus, dass die Steuerzahlungen heute spürbar höher liegen – grob geschätzt 20 – 25 Milliarden Euro jährlich. Das nennt man im Fachjargon Rücklauf.
Zahlen, nichts als zahlen – Rentenzuschuss – Rücklauf
Gesamt-Rücklauf: Rund 82–87 Milliarden.
Allein die Einkommensteuer der Rentner beträgt bereits rund 62,7 Mrd. Euro in 2025. Steuern der Pensionäre (~20–25 Mrd. Euro)
| Jahr | Einkommensteuer Rentner |
|---|---|
| 2021 | 51,4 Mrd. Euro |
| 2022 | 54,8 Mrd. Euro |
| 2023 | 55,7 Mrd. Euro |
| 2024 | 58,6 Mrd. Euro |
| 2025 (Prognose) | 62,7 Mrd. Euro |
Rentner und Pensionäre zahlen also schätzungsweise jährlich 82-87 Mrd. Euro an den Staat zurück. Ich bin damit einverstanden, obwohl ich es schöner fände, wenn unsere Löhne und Gehälter nicht gewissermaßen zum zweiten Mal besteuert würden. Aber das Ding ist wohl gelaufen.
Für Pensionäre liegen keine vergleichbaren offiziellen Zahlen vor – angesichts der durchschnittlich deutlich höheren Pensionen dürfte die Steuerbelastung aber proportional höher ausfallen als bei Rentnern.
Diskussion weiten
Es wäre schön, finde ich jedenfalls, wenn in den Diskussionen über die Finanzierung von Renten und Pensionen (Rentenzuschuss) dieser Gedanke wenigstens auch mal vorgebracht würde. Es ändert nichts an der Belastung, aber es deutet zumindest an, dass es eben nicht Einzelne sind, die unter den demografischen Begebenheiten leiden, sondern wir alle.
Das Wort Rücklauf, das Experten für die Besteuerung von Renten und Pensionen kreiert haben, klingt harmlos. Vielleicht wird der Begriff auch deshalb eher selten gehört.

Alter Kapitalistengrundsatz: Nimm von einem, der Hundertausend hat, 100 oder nimm von 20 Millionen, die nur ein Bisschen haben, 20.
Die Rentenkürzung ist im Übrigen zu sehen, wie der Bonus eines Versicherungsverkäufers. Du kannst jetzt schon sicher sein, dass im Staatshaushalt davon nichts ankommen wird, wohl aber bei verdienten Leuten.
Und das Volk so: „Jawoll! Die tun endlich was!“
Ein Schelm, wer dabei den Wehretat erwähnt und mal die letzten 50 und die letzten 3 Jahre analysiert (gibt es dazu evtl. was von der KI? Ich würde meinen, dass DeepSeek hier gründlicher arbeitet). Immerhin muss noch der Feldzug gegen die Russen geführt werden und die Reste im nahen Osten machen sich auch nicht von alleine platt.
Mal schauen, wann sie den Flaschenpfand reduzieren. Das Erste wird sein, dass der Supermarkt nur noch die Flaschen zurücknehmen muss, die er auch ausgegeben hat.
@Juri Nello: Wenn du das alles mal beweisen könntest. Du wärst ein gemachter Mann.
Hessen kürzt gerade die Schuletats. Im Blickpunkt sind vor allem Problemschulen. NRW dürfte nachziehen.
Das sollte ein kleiner Augenöffner sein, wohin die Reise geht, auch kommunal gesehen.
Und das Volk so? „Ja! Die tun endlich was!“