Wir unterstützen unser Land und unseren Präsidenten! 

Bestimmt gibt es immer noch viele, die unser Land und unsere Bundeskanzlerin aus Patriotismus oder anderen Überzeugungen unterstützen. Auch, wenn das vor allem in den sozialen Medien nicht so wirkt.

Der Solidarität der vieler türkischstämmiger Deutschen und Türken, die seit Jahrzehnten in Deutschland leben, können die Türkei und Erdogan sehr sicher sein. Das darf man als Indiz dafür werten, dass die Integration, nicht aller aber vieler Türken, gescheitert ist. Jedenfalls behaupten das viele Deutsche, die das schon immer wussten und oft auch gesagt haben. Auf diese klare Solidariätsadresse der Deutschtürken und Türken an die Türkei und ihren Despoten haben sie nur gewartet.

Das lange Interview mit dem türkischen Berufskraftfahrer im ersten hier verlinkten Video ist in meinen Augen sehr aufschlussreich. Die 42 Jahre in Deutschland haben diesen Mann zum Deutschlandhasser gemacht. Jedenfalls strahlt er dieses mit seinen ehrlich wirkenden Äußerungen über hiesige Institutionen, Politik und Eliten aus und verhält sich damit ähnlich wie viele, denen ich in Diskussionen „begegnet bin“. Aber sie sind keine Deutschtürken. Sie rennen AfD und Pegida hinterher und verbreiten voller Inbrunst deren krude nationalistisch und bisweilen rechtsradikalen Thesen.

Wenn ein Türke behauptet: „Es passt Deutschland nicht, dass die Türkei mehr Macht erlangt“, klingt das etwa so, wie wenn Rechte es satt haben, immer noch mit der deutschen Nazi-Vergangenheit in Verbindung gebracht zu werden.

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Wunderbar ist dieser Gleichklang, wenn es um die deutsche Lügenpresse geht. Was wir von der AfD, den Pegidioten, rechten und linken Verschwörungstheorektikern in dieser Beziehung unter die Nase gerieben bekommen, hat beim 42Jahre lang in Deutschland lebenden Berufskraftfahrer deutliche Spuren hinterlassen. Nur, dass sich der deutsche Türke lediglich über die einseitige und aus seiner Sicht unfaire und falsche Berichterstattung über die Türkei beklagt.

Die Rechte richtet sich gegen alles – keineswegs nur die Systemmedien aka Lügenpresse. Auf ihrer Liste stehen alle Institutionen dieses demokratischen Staates. Dabei ist es besonders schlimm, wenn  — egal, was sie sagen — jede Äußerung von den links-grün-versifften Medien in die Waagschale gelegt und negativ ausgelegt wird. Tragisch!

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Henryk M. Broder hat in einem Artikel bei „Welt Online“ einmal mehr in seiner unnachahmlichen Art und Weise die Widersprüchlichkeit der deutschen Gesellschaft auf die Hörner genommen. Er führt Deutschland vor, wie er es immer zu tun pflegt – und wird dafür (natürlich) von den Rechten auch noch gelobt. Wie dämlich und unbelehrbar wir doch sind.

Die Rechten  brauchen sich nicht angesprochen fühlen. Sie haben das schon immer so gesehen und Broder schreibt für sie. Hauptsache gegen Links! Broder fand es erstaunlich, wie gebildet die Türken sind, wie gut sie aussehen und wie gut sie deutsch sprechen. Manieren sollen sie auch haben. Er toppt diese Unverschämtheiten mit dem Hinweis, dass es sich um Türken der 3. Generation handle.

Er ist ein böser alter Mann. Aber seine Fans merken es nicht. Sie himmeln ihn an.  Broder versteht es halt, die richtigen Knöpfe zu drücken.

Wenn ich jetzt behauptete, dass ich die Dinge, die vor und nach dem Putsch gelaufen sind, verstehen könnte, würde ich lügen. Ich verstehe nicht, dass sich deutsche Türken, Deutschtürken und Türken in dieser geballten Art und Weise so absolut unkritisch hinter das Land ihrer Väter aber vor allem hinter Erdogan stellen. Dass diejenigen, die wenigen, die sich vor laufenden Kameras äußern, dies mit einer unübersehbaren Attitüde des Hasses gegen Andersdenkende tun, kenne ich aus Diskussionen mit deutschen Rechten. Deshalb wird es für mich nicht erträglicher.

Irgendwann wird wohl rauskommen, dass die Menschheit ab einem bestimmten Datum, beginnend in Europa und wenig später in den Vereinigten Staaten von Amerika von einem Virus befallen wurde, das Bereiche des Gehirns irreversible zerstörte. Der Virus raubte den Menschen die Fähigkeit, so miteinander zu sprechen, das am Ende der Gespräche Lösungen stehen, die von allen mitgetragen wurden. Der urdemokratische, evtl. nur vorläufige Endpunkt eines bewährten Prozesses, war in der Anfangsphase des Ausbruchs dieser Krankheit als fauler Kompromiss diskreditiert worden.

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Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!