Dieses tolle Sommer-Wiederholungsprogramm des ÖRR, das sich gefühlt von Jahr zu Jahr länger hinzieht, treibt vermutlich nicht nur mich noch stärker zu den Streamingdiensten. Dabei ist diese Wanderungsbewegung wohl längst normal. Eigentlich bin ich aus Bequemlichkeitsgründen ein Fan des linearen Fernsehens. Dass ich strikt zwischen ÖRR und Privaten unterscheide, sei nur am Rande erwähnt. Privat = Werbung = geht gar nicht.
Bei den vielen Serien, die ich mir also insbesondere in den letzten Monaten angesehen habe, fällt mir etwas auf. Es gibt vermutlich mehr Serien, die man nicht als erfolgreich einordnen würde (auch individuell), also solche, die so mittel oder wirklich mies sind. Allerdings passiert es meiner Frau und mir auch schon mal, dass wir eine Serie gut finden und diese trotzdem nach einer Staffel wieder eingestellt wurde. Vermutlich ist das auch eine Altersfrage, welche Inhalte man bevorzugt und welche nicht.
Bei den Serien, bei denen es bei einer Staffel bleibt, ist mir mehrfach aufgefallen, dass diese gegen Ende so grottenschlecht wurden, dass der qualitative Abfall gegenüber den bereits gesehenen Folgen eklatant war. Auch das kann man gewöhnlich als Geschmacksache abhandeln.
Es wirkte, als würden die Crew (Darsteller, Drehbuchautoren und die anderen Beteiligten an der Produktion) ihre Arbeit quasi einstellen, sobald sie erfahren, dass die Serie nicht fortgesetzt wird bzw. dass es keine neue Staffel gibt. Als Zuschauer fühlt man sich da verarscht. Nun, die Massenproduktion hat halt nicht nur in anderen Branchen ihren Preis.
Erlebt ihr das auch so oder schaut ihr nicht auf solche „Feinheiten“?