Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma am 3. August, die üblichen Klagen über Rassismus in Deutschland und dann (mal wieder) ein Streit, diesmal zwischen 2 Roma-Großfamilien

Den Beitrag zum Gedenktag habe ich im WDR-Fernsehen gesehen. Überraschendes war nicht zu hören. Die üblichen Klagen über deutsche Feindseligkeiten und Ablehnung bestimmten die Redebeiträge. Ich habe es jedenfalls genauso empfunden.

„Die Anerkennung des Genozids hat sehr lange gedauert“, sagt ein WDR-Sprecher. So ist es oft: Manchmal werden wir dafür gelobt, die Aufarbeitung der Mordtaten des NS-Regimes über viele Jahrzehnte intensiv betrieben zu haben. Und dann wieder konfrontieren unsere MitbürgerInnen uns (die Deutschen) mit schweren Versäumnissen bei der eben noch öffentlich anerkannten Aufarbeitung der Nazi-Zeit. Ein normales Zusammenleben fördert das eher nicht. Und ich verstehe die Reaktionen von Teilen unserer Bevölkerung manchmal zu gut. Nein, ich denke dabei nicht an die AfD, sondern an ganz normale Leute.

Man kann halt nie genug klagen und vor allem rein zeitlich wohl auch nicht lange genug.

In unserer Gegenwart wird viel, heftig und vor allem vorwurfsvoll von erlittenen Diffamierungen und Vorurteilen geredet und keine Frage: Die gibt es — leider.

Sendung – Junge Roma heute am Do., 06.08.2026 – Das Erste

Inwieweit ein Vorgang, der sich in der gleichen Woche wie der Holocaust-Gedenktag in Köln dabei helfen kann, Vorurteile abzubauen und zu einem entspannteren Miteinander führen kann, möchte ich nicht kommentieren, sondern für sich sprechen lassen. Oh, ich weiß, was viele jetzt denken und mich dafür in die rechte Ecke stellen, dass ich überhaupt einen solchen Zusammenhang herstelle. Mir egal!

Bei der Auseinandersetzung auf der Berliner Straße waren am Freitagabend vier Menschen verletzt worden – eine 39-jährige Frau und ein 42-jähriger Mann durch Schüsse, zwei Männer im Alter von 24 und 48 Jahren durch Stichverletzungen. Auslöser war laut Polizei ein Streit zwischen zwei Familien aus Kalk und Dellbrück. Drei der Verletzten befinden sich weiterhin in Krankenhäusern.

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Natürlich wird im Tagesschau-Beitrag verschwiegen (gemäß Pressekodex ist das ja geregelt), welcher Ethnie die Leute angehören, die sich in Köln auf offener Straße mit Waffen an die Gurgel gingen. Das gehört sich schließlich so, weil es ja überhaupt nichts bringt, wenn wir wüssten, von welcher Ethnie eher mehr oder eher weniger Gefahr ausgeht und von welcher nicht. Schließlich handelt es sich auch bei diesem Beispiel, wie immer, ja nur um einen Einzelfall.

Wie diese Redaktion aus Sicherheitskreisen erfuhr, soll ein Streit zwischen zwei Roma-Familien eskaliert sein. In dem Zusammenhang gehen die Ermittler Hinweisen nach, wonach ein Sexualdelikt zur Straßenschlacht zwischen den Großfamilien geführt haben soll.

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Die sieben vorläufig festgenommenen Personen sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Im WDR hörte ich heute, dass zumindest einige dieser Personen unser Land längst hätten verlassen müssen und die Stadt Köln angeblich ihre schützende Hand über sie gehalten hätte.

Das — muss ich gerechterweise anfügen — war vor dieser „Familienstreitigkeit“. Geschossen und gestochen wurde auch.

Viel schlimmer als die handgreifliche Auseinandersetzung zwischen den Roma-Familien scheint in unseren Medien (WDR) die Tatsache zu Buche zu schlagen, dass die Polizei, im Gegensatz zu eingetroffenen WDR-Journalisten einige Pistolenhülsen übersehen haben soll. Daraus macht der WDR eine eigene Versager-Story. Die Adressaten sind Polizei und Staatsanwaltschaft.

Besondere Brisanz erhält der Fall dadurch, dass auf der Liste auch Angehörige einer Familie stehen sollen, die mutmaßlich an der bewaffneten Auseinandersetzung in Köln-Mülheim beteiligt waren. Dort sind am Montag vier Menschen durch Schüsse und mit Messern verletzt worden. Hintergrund dafür könnte laut Ermittlern ein Streit zwischen zwei Großfamilien gewesen sein. Verschiedene Politiker fordern nun Aufklärung von der Stadt. Oberbürgermeister Torsten Burmester hat das zugesagt.

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Daran, dass diese gewalttätigen Personen schon wieder auf freiem Fuß sind und immer noch keiner daran denkt, sie nun endlich abzuschieben, ist in diesen Zeiten nichts Außergewöhnliches. Mit Terroristen wird nicht anders verfahren, weil diese zu einem bestimmten Zeitpunkt noch den Bürokraten-Begriff „Gefährder“ führen und somit beweistechnisch (vielleicht) noch keine Morde begangen haben.

Dieses merkwürdige Verfahren stößt Bürgern auf. Nur ändern deshalb Staatsanwaltschaften und Gerichte nicht etwa ihre Methodik. Denen gehts am Arsch vorbei, dass genau diese Verantwortungslosigkeit die Sorge normaler Bürger ständig erhöht und der Frust deshalb nur wachsen kann.

Die offensichtliche Leichtfertigkeit erhöht den Ärger über die mangelhafte Effizienz unserer Behörden. Wahrscheinlich möchten sich die Verantwortlichen ungern von Grünen und Linken in die üblichen Schubladen stecken lassen. Die Geschichten vom repressiven und autoritäten Staat werden ohnehin immer lauter.

Der Vorwurf des Rassismus steckt so locker; das kennen wir seit Jahrzehnten von allerlei Leuten, die genau wissen, wo bei unseren Landsleuten die richtigen Schalter sitzen. Viele zucken zurück, trotz aller schlechten Erfahrungen, die wir mit so vielen Menschen machen mussten, die unsere Großzügigkeit eingefordert und schließlich, oft zu Unrecht, auch erhalten haben.

Gestern am Spätnachmittag hieß es in der Tagesschaumeldung: „Aktuell haben wir keine Hinweise auf Clan-, Rocker- oder organisierte Kriminalität. Wir ermitteln derzeit in alle Richtungen.“ Roma und Clanfamilie sind in diesem Fall die passenden Täterbeschreibungen. Wann die wohl unser Land verlassen müssen und wann sie wieder zurück sein werden? Es ist wie immer: Man weiß es nicht.

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