Von einem mit KI gedopten Blogger ohne »Herz und Seele«

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Ich wollte über diesen Stuss nichts schreiben. Aber ey, ich bin Blogger. Und das schon seit über 20 Jahren. Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen.

Wahrscheinlich pisst mich das vor allem deshalb an, weil ich eben mit Herz und Seele schreibe. Da will ich mir einen solchen Vorwurf nicht unterjubeln lassen.

Eric schreibt unter anderem also mir ins Stammbuch:

Gute Blogger brauchen keine KI-Texte

Wer als Blogger mit Herz und Seele schreibt, der braucht seine Texte nicht von der KI schreiben zu lassen. Die Gedanken fließen quasi von selbst vom Kopf in die Finger und verwandeln sich in Buchstaben. Daraus werden Wörter, Sätze und komplette Texte. Es entsteht ein Flow.

Wer diesen Flow nicht spürt, aber mit den anderen mithalten will, erliegt vielleicht der Versuchung und lässt seine Artikel von der KI schreiben. Aber diesen Texten fehlt das Herz. Sie sind seelenlos.

Blogger waren schon mal netter zueinander.


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10 Gedanken zu „Von einem mit KI gedopten Blogger ohne »Herz und Seele«“

  1. Horst, du bist Blogger seit über 20 Jahren. Du hast deinen ureigenen Stil entwickelt. Du weißt, wie du deine Gedanken (ziel-)publikumsgerecht formulieren kannst. Warum ordnest du jetzt deine Kreativitär diversen KI-Tools unter?
    Das ist es, was viele Blogger irritiert zurücklässt, wenn es um KI geht.
    Du hast 20 Jahre bewiesen, dass DU es kannst. Warum jetzt den KI-Sklaven loslassen?

  2. Ich kann Kalle nur zu 100 % zustimmen. Du hast doch bewiesen, dass du bloggen kannst. Du hast viele Jahre ohne die Hilfe von KI gebloggt. Mit Herz und Seele. Solche Leute wie dich habe ich mit dem Artikel nicht gemeint. Das weißt du auch. Warum ziehst du dir diesen Schuh an?

  3. Mir sagte man manchmal »komisches« Deutsch nach. Das mag so sein, ich habe Deutsch nicht studiert.
    Dennoch würde ich KI nicht zurate ziehen.
    Wichtig war mir in meinem ehemaligen Bloggerleben, dass ich verstanden werde.
    Verstanden wird man eh immer nur dadurch, dass der Leser aufmerksam und genau liest
    und genau das tun viele Leser nicht mehr.

  4. Der Stammbucheintrag klingt ein wenig nach »Ketzer«, »Verbrennt die Hexe!« und »Wie kannst Du nur vom Glauben abfallen?«

    Was aber zusätzlich amüsant ist:
    Es ist vor allem der künstliche Sprachautomat, der inflationär »Wer…« Sätze raushaut, die aktuell das Internet überfluten.

    Wäre ich Purist in Sachen Vermeidung künstlicher Intelligenz, würde ich keine »Wer…« Sätze verwenden. 😉

    • @Patrick Jobst: Da ich die KI hauptsächlich zur Bilder-Generierung verwende, war mir das mit den Wer-Sätzen nicht bewusst. Ich werde einfach so weiter schreiben, wie ich es für richtig halte, unabhängig davon, welchen Schreibstil die KI verwendet 🙂

  5. Die Bloggergemeinschaft war vor 20 Jahren in Deutschland auch noch recht klein. Auch gab es viele der heutugen Einschränkungen nicht und die Betteldienste waren noch in Gründung.
    Je größer die Gemeinschaft wird, desto weniger funktioniert sie. Empirisch belegt ist, dass eine Gemeinschaft mit bis zu 150 Leuten funktioniert. Alles darüber wird Essig.

  6. Diese »Debatte« ödet mich zunehmend an – und zwar, weil sie so unsäglich undifferenziert ist! Da wird pauschalisierend auf Blogger geschimpft, die »ihre Artikel von KI schreiben lassen« – eigentlich immer ohne konkrete Beispiele.

    Gerne würde ich mal solche »KI-Blogs« zu Gesicht bekommen, ich vermute sie im kommerziellen Raum, wo schon vor KI die Artikel belanglos entlang an Keywords (»SEO«) zusammengeschustert wurden. Die können mit KI womöglich sogar besser werden, weil die LLMs nicht faul sind, sondern alle erdenklichen Gesichtspunkte bringen, an deren Recherche die Herausgeber noch nie großes Interesse hatten.

    Ansonsten scheint es mir so zu sein, dass manche Kritiker, die KI-Nutzung total ablehnen, eben auch keine eigenen (Arbeits-)Erfahrungen damit gemacht haben – und garnicht checken, welche Veränderungen und Verbesserungen seit November 2022 (»Stunde Null: ChatGPT) stattgefunden haben.

    Nur zur Info, falls unbekannt: Aktuellen LLMs kann man (eigene) Beispieltexte hochladen und sie auffordern, in diesem Stil zu schreiben – und das machen sie dann auch!

    Sodann: Ich kann eine Kritik schlecht einschätzen, wenn ich nicht erfahre, worauf genau sie basiert. Das mit den «Wer-Sätzen» (hier von Patrick eingebracht) ist mir z.B. noch nicht aufgefallen – ich nutze Wer-Sätze gerne mal, um unschönes Gendern zu umschiffen, ganz ohne KI. Evtl. sind sie deshalb beliebt!

    Auch habe ich schon immer gelegentlich Gedankenstriche vor dem letzten Satzteil verwendet – jetzt versuche ich, sie zu vermeiden, weil («meine») KI, meist Claude über Perplexity pro, dazu exzessiv neigt. Ich spreche bei alledem übrigens von beruflicher Nutzung, im Blog schreibe ich – noch? – wie ich mag, also auch Wer-Sätze und Gedankenstriche. Kommt KI vor, wird sie explizit ZITIERT – bisher ist das für mich der beste Weg.

    Zu guter Letzt empfehle ich ein Video von Salvadore Princi, der sich auf ureigene Weise mit KI auseinandersetzt – und vor totaler Abwendung warnt. Gleichzeitig macht der Vortrag auch Lust auf den aktuellen Film «Frankenstein» (toll!):

    Frankenstein 2.0: Wenn künstliche Intelligenz zum Monster wird

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