Bei ARTE lief „Saturday Night Fever“ mit anschließender Huldigung (Doku) der Bee Gees. Das fühlt sich fast so an, als würde man heutzutage noch einmal einen Karl-May-Film gucken. Außer nostalgischen Gefühlen bleibt da nichts.

Der Einzige, der heute noch mit diesem überheblichen Hüftschwung durch die Gegend stolziert wie John Travolta in Saturday Night Fever, ist Wladimir Putin. Allerdings nicht durch Brooklyn, sondern durch die marmorgewordene Selbsttäuschung des Kremls. Dort feiert sich ein Mann als Zar des 21. Jahrhunderts, während er ein Land verheizt und einen Krieg verlängert. Verglichen mit diesem Größenwahn wirkt selbst Tony Manero geradezu sympathisch.
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