Den Beitrag zum Gedenktag habe ich im WDR-Fernsehen gesehen. Überraschendes war nicht zu hören. Die üblichen Klagen über deutsche Feindseligkeiten und Ablehnung bestimmten die Redebeiträge. Ich habe es jedenfalls genauso empfunden.
„Die Anerkennung des Genozids hat sehr lange gedauert“, sagt ein WDR-Sprecher. So ist es oft: Manchmal werden wir dafür gelobt, die Aufarbeitung der Mordtaten des NS-Regimes über viele Jahrzehnte intensiv betrieben zu haben. Und dann wieder konfrontieren unsere MitbürgerInnen uns (die Deutschen) mit schweren Versäumnissen bei der eben noch öffentlich anerkannten Aufarbeitung der Nazi-Zeit. Ein normales Zusammenleben fördert das eher nicht. Und ich verstehe die Reaktionen von Teilen unserer Bevölkerung manchmal zu gut. Nein, ich denke dabei nicht an die AfD, sondern an ganz normale Leute.
Man kann halt nie genug klagen und vor allem rein zeitlich wohl auch nicht lange genug.
In unserer Gegenwart wird viel, heftig und vor allem vorwurfsvoll von erlittenen Diffamierungen und Vorurteilen geredet und keine Frage: Die gibt es — leider.
Sendung – Junge Roma heute am Do., 06.08.2026 – Das Erste
Inwieweit ein Vorgang, der sich in der gleichen Woche wie der Holocaust-Gedenktag in Köln dabei helfen kann, Vorurteile abzubauen und zu einem entspannteren Miteinander führen kann, möchte ich nicht kommentieren, sondern für sich sprechen lassen. Oh, ich weiß, was viele jetzt denken und mich dafür in die rechte Ecke stellen, dass ich überhaupt einen solchen Zusammenhang herstelle. Mir egal!
Bei der Auseinandersetzung auf der Berliner Straße waren am Freitagabend vier Menschen verletzt worden – eine 39-jährige Frau und ein 42-jähriger Mann durch Schüsse, zwei Männer im Alter von 24 und 48 Jahren durch Stichverletzungen. Auslöser war laut Polizei ein Streit zwischen zwei Familien aus Kalk und Dellbrück. Drei der Verletzten befinden sich weiterhin in Krankenhäusern.
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Natürlich wird im Tagesschau-Beitrag verschwiegen (gemäß Pressekodex ist das ja geregelt), welcher Ethnie die Leute angehören, die sich in Köln auf offener Straße mit Waffen an die Gurgel gingen. Das gehört sich schließlich so, weil es ja überhaupt nichts bringt, wenn wir wüssten, von welcher Ethnie eher mehr oder eher weniger Gefahr ausgeht und von welcher nicht. Schließlich handelt es sich auch bei diesem Beispiel, wie immer, ja nur um einen Einzelfall.
Wie diese Redaktion aus Sicherheitskreisen erfuhr, soll ein Streit zwischen zwei Roma-Familien eskaliert sein. In dem Zusammenhang gehen die Ermittler Hinweisen nach, wonach ein Sexualdelikt zur Straßenschlacht zwischen den Großfamilien geführt haben soll.
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Die sieben vorläufig festgenommenen Personen sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Im WDR hörte ich heute, dass zumindest einige dieser Personen unser Land längst hätten verlassen müssen und die Stadt Köln angeblich ihre schützende Hand über sie gehalten hätte.
Das — muss ich gerechterweise anfügen — war vor dieser „Familienstreitigkeit“. Geschossen und gestochen wurde auch.
Viel schlimmer als die handgreifliche Auseinandersetzung zwischen den Roma-Familien scheint in unseren Medien (WDR) die Tatsache zu Buche zu schlagen, dass die Polizei, im Gegensatz zu eingetroffenen WDR-Journalisten einige Pistolenhülsen übersehen haben soll. Daraus macht der WDR eine eigene Versager-Story. Die Adressaten sind Polizei und Staatsanwaltschaft.
Besondere Brisanz erhält der Fall dadurch, dass auf der Liste auch Angehörige einer Familie stehen sollen, die mutmaßlich an der bewaffneten Auseinandersetzung in Köln-Mülheim beteiligt waren. Dort sind am Montag vier Menschen durch Schüsse und mit Messern verletzt worden. Hintergrund dafür könnte laut Ermittlern ein Streit zwischen zwei Großfamilien gewesen sein. Verschiedene Politiker fordern nun Aufklärung von der Stadt. Oberbürgermeister Torsten Burmester hat das zugesagt.
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Daran, dass diese gewalttätigen Personen schon wieder auf freiem Fuß sind und immer noch keiner daran denkt, sie nun endlich abzuschieben, ist in diesen Zeiten nichts Außergewöhnliches. Mit Terroristen wird nicht anders verfahren, weil diese zu einem bestimmten Zeitpunkt noch den Bürokraten-Begriff „Gefährder“ führen und somit beweistechnisch (vielleicht) noch keine Morde begangen haben.
Dieses merkwürdige Verfahren stößt Bürgern auf. Nur ändern deshalb Staatsanwaltschaften und Gerichte nicht etwa ihre Methodik. Denen gehts am Arsch vorbei, dass genau diese Verantwortungslosigkeit die Sorge normaler Bürger ständig erhöht und der Frust deshalb nur wachsen kann.
Die offensichtliche Leichtfertigkeit erhöht den Ärger über die mangelhafte Effizienz unserer Behörden. Wahrscheinlich möchten sich die Verantwortlichen ungern von Grünen und Linken in die üblichen Schubladen stecken lassen. Die Geschichten vom repressiven und autoritäten Staat werden ohnehin immer lauter.
Der Vorwurf des Rassismus steckt so locker; das kennen wir seit Jahrzehnten von allerlei Leuten, die genau wissen, wo bei unseren Landsleuten die richtigen Schalter sitzen. Viele zucken zurück, trotz aller schlechten Erfahrungen, die wir mit so vielen Menschen machen mussten, die unsere Großzügigkeit eingefordert und schließlich, oft zu Unrecht, auch erhalten haben.
Gestern am Spätnachmittag hieß es in der Tagesschaumeldung: „Aktuell haben wir keine Hinweise auf Clan-, Rocker- oder organisierte Kriminalität. Wir ermitteln derzeit in alle Richtungen.“ Roma und Clanfamilie sind in diesem Fall die passenden Täterbeschreibungen. Wann die wohl unser Land verlassen müssen und wann sie wieder zurück sein werden? Es ist wie immer: Man weiß es nicht.
„Daran, dass diese gewalttätigen Personen schon wieder auf freiem Fuß sind und immer noch keiner daran denkt, sie nun endlich abzuschieben, ist in diesen Zeiten nichts Außergewöhnliches. “
Wir wissen nicht, ob „niemand daran denkt“! Es gibt etliche Abschiebungshindernisse, die dagegen stehen könnten…
Und: es ist normal in unserem Strafrecht, dass man nicht gleich ins Gefängnis kommt nach einer Straftat (sondern erst nach einer Verurteilung) Es sei denn, es liegen klar definierte Gründe für U-Haft vor.
Was du beklagst, ist ja auch verdammt schwierig: Es können nicht alle dasselbe sagen, wenn so etwas vorfällt. Man kann die gesamten Äußrungen zusammen nehmen: jede Gruppe / Partei / Blase trägt ihr Teil bei, heraus kommt die wahrscheinlichste Wahrheit, die möglich ist.
@ClaudiaBerlin: Ja, man könnte sagen, dass einige daran denken und dann – womöglich in bester Absicht – dafür sorgen, dass diese Penner dann nicht abgeschoben werden. Ich erinnere an den Skandal, der NRW bzw. die Stadt Köln beschäftigt. Scheinbar sind dort Kräfte am Werk, die nicht nur die Lage in unserem Land völlig falsch einschätzen, sondern vor allem solche, die mutwillig Straftäter vor der Abschiebung bewahren. Das ist der allgemeine Teil.
Das hier ist zwar ein WELT-Artikel, den ich als solchen ob seiner Provenienz nicht unbedingt als neutralen Zeugen betrachte, der aber das Ausmaß dieser Infamie deutlich macht. Der WDR (TV) berichtet seit Tagen darüber.
Abschiebungshindernisse? Hier werden Maßstäbe angelegt, von denen ich bezweifeln möchte, dass sie noch von einer Mehrheit im Land getragen werden. Ich kann nicht beurteilen, wie schwerwiegend die Vergehen sind, die diese Leute begangen haben. Es sind jeden Vergewaltiger darunter und Leute, denen ich lieber nicht im Dunkeln begegnen möchte. Das habe ich der öffentlichen Berichterstattung entnommen. Die Tatsache, dass wir seit Jahren so schlampig mit berechtigten Forderungen der Bevölkerung umgehen, ist zu kritisieren. Für mich hören sich deine Einwände nach den üblichen Beschwichtigungsversuchen von Menschen an, die nicht verstehen, wohin uns diese laissez-faire-Haltung geführt hat und noch führen könnte.
Sinti und Roma begehen einen Gedenktag. Nur Tage später gehen Clanmitglieder dieser Ethnien bewaffnet aufeinander los. Chrupalla macht eine blöde Bemerkung darüber, dass Waffen gefunden wurden, die von „Zigeunern“ entsorgt worden seien. Die Folge: Eine Anzeige gegen Chrupalla wegen Volksverhetzung. Ich finde, Chrupallas Aussage genauso doof wie die Reaktion des Zentralrates der Sinti und Roma.
Wie wäre der richtige Umgang mit solchen „Phänomen“? Es wird immer schlimmer und zwar nur deshalb weil die Behörden nicht durchgreifen und auch, weil es Kräfte im Land gibt (Linke und Grüne) für die das alles kein Problem zu sein scheint und die alles lieber weiterhin ignorieren und laufen lassen.