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Webmaster Friday: Schreibblockade, Faulheit oder bloggerische Desorientierung?


 •   2 Min. Lesezeit 18

Wenn ich mal eine Weile (d.h. bei mir ein paar Tage) nicht blogge, bin ich entweder zu faul dazu oder ich leide unter bloggerischer Desorientierung. Ich lese was und denke dann: darüber schreiben so viele – muss ich dazu nun auch noch meine Meinung sagen oder soll ich nicht besser »einfach mal die Fresse halten«? In diesem Fall – könnte man sagen – befindet man sich als Blogger in einer kritischen Phase. Woher kommt in einem solchen Fall, dann die Motivation dafür, weiterzumachen? Was inspiriert uns wieder und wieder neue Artikel zu schreiben? Dieser Frage ging der Webmasterfriday in der letzten Woche nach.

Meine Inspiration ist, wenn mich eine Meldung oder irgendein Thema emotional besonders anspricht. Noch effektiver ist es, wenn ich mich darüber richtig aufgeregt habe. Das ist wie die erste Tasse Kaffee (früher mit Zigarettchen) am Morgen. Weil ich aber in der Regel dann nicht gleich bloggen kann, mache ich Sprachnotizen (sehr praktisch!) Ich weiß nicht, ob ihr das kennt? Aber ich kann mich morgens beim Zeitungslesen trefflich über was aufregen und es abends schon wieder vergessen haben. Am Wochenende läuft es anders. Dann kann mich nichts bremsen. Es wird sogleich der Blog aufgeklappt und los gehts.

Schreibblockade

Wie definiert man Schreibblockade? Diese Befindlichkeit ist mir fremd. Wenn ich ein Thema finde, kann ich auch darüber schreiben. Qualitätsansprüche, wie sie Schriftsteller oder Journalisten plagen, sind mir erst mal schnurzpiepe. Stoff gibt es immer mehr als genug. Schließlich ist das hier quasi ein Tagebuchersatz, kein spezielle Themensammlung. Außerdem finde ich es schön, dass wir Blogger nicht »abliefern« müssen.

Ein Vorteil, den das private Bloggen hat. Aber natürlich kann man sich auch selbst Druck machen. Es gibt Leute, die nehmen sich z.B. vor, mindestens einen Artikel pro Tag zu bloggen. Ich habe das früher so gemacht. Nicht, weil ich es mir vorgenommen hatte, täglich einen oder mehrere Artikel zu bloggen, sondern weil mir einfach so war. Das war, bevor die Sozialen Netzwerke die Bedeutung erlangt hatten, die sie heute haben. Früher verbloggte man halt auch mal einen Link. Heute mache ich das eher selten. Das mache ich heute über Twitter, Google+ oder Facebook.

Unlust

Ich glaube, es war René von Nerdcore, der vor langer Zeit sinngemäß mal geschrieben hat, dass man als Blogger keine Angst vor Redundanzen haben soll. Er meinte damit, man sollte nicht davor zurückschrecken, ein Thema, ein Video – was auch immer – zu verbloggen, nur weil man es vorher schon an einer oder mehreren Stellen gesehen hat. Bestimmt ist das richtig. Aber ich erwische mich manchmal dabei, dass mich genau dieser Gedanke daran hindert, über die eine oder andere Sache zu schreiben.

Manchmal stellt sich bei mir extreme Unlust ein. Die Wirkung solcher unlustigen Phasen verstärkt sich noch, wenn dazu noch eine Sinnkrise aufflammt. Nach einiger Zeit legt sich das gewöhnlich wieder und dann wird weiter gebloggt.

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