Sorry, your browser does not support inline SVG. Flüchtlinge, Gesellschaft

6 Minuten

Der Staat darf nicht versagen, wenn es um die Verbrechen von Köln, Hamburg und Stuttgart geht

Die Debatte über die schlimmen sexuellen Übergriffe gegen Frauen in der Sylvesternacht in Köln hat eben begonnen. Dabei stelle ich in offiziellen Stellungnahmen der Politik das altbekannte Muster fest. Mehr Kontrolle, mehr Videoüberwachung, mehr Polizeipräsenz. Das wird nicht reichen – nicht in diesem Fall, der in Teilen

Die Debatte über die schlimmen sexuellen Übergriffe gegen Frauen in der Sylvesternacht in Köln hat eben begonnen. Dabei stelle ich in offiziellen Stellungnahmen der Politik das altbekannte Muster fest. Mehr Kontrolle, mehr Videoüberwachung, mehr Polizeipräsenz. Das wird nicht reichen – nicht in diesem Fall, der in Teilen der Öffentlichkeit wie ein Fanal aufgenommen wurde.

Bundesinnenminister Heiko Maas spricht von einer „neuen Dimension organisierter Kriminalität“ und davon, dass  wir die feigen und abscheulichen Übergriffe nicht hinnehmen werden. Im gleichen Artikel wird GDL-Chef, Rainer Wendt, zitiert. Er sagt,  es handle sich seiner Einschätzung nach nicht um „organisierte Kriminalität“, sondern um „eine Absprache der Täter, die die Masse der Menschen nutzen, die Dunkelheit und den Überraschungseffekt, um nach vollzogener Tat wieder unerkannt zu entkommen“.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Eher beiläufig wird erwähnt, dass es sich bei den Tätern aller Wahrscheinlichkeit nach um überwiegend junge Männer (15-35 Jahre) mit arabischer und nordafrikanischer Abstammung handle. Immerhin wird dieser Umstand überhaupt erwähnt, so dass den Rechten zumindest diesbezüglich keine Gelegenheit gegeben wird, den Medien das Fehlen oder Zurückhalten signifikanter Informationen vorzuwerfen.

Überwiegend junge Männer? Da war doch was!

Womit wir prompt bei der Flüchtlingskrise wären. Und das, obwohl doch so viele der Meinung sind, dass die Verbrechen von Köln, Hamburg oder Stuttgart  mit diesem Thema auf gar keinen Fall verbunden werden sollen. Dies ist ein frommer (dummer) Wunsch. Denn wir wissen schon, was in den Kommentarspalten und den sozialen Netzwerken abläuft. Der braune Mob tobt.

Jens Spahn war definitiv nicht der erste, der (Tweet ist von heute!) lautstark reklamiert, dass ein #Aufschrei bisher unterblieben ist. Er moniert, dass betretenes Schweigen herrsche. Die Reminiszenz an die Aktion im Januar 2013 hat für mich etwas Infames. Er richtet sich nämlich nicht „nur“ gegen Anne Wizoreks  Sexismus-Debatte, sondern gegen die bisher ausbleibende Stellungnahme des linken politischen (Gutmenschen-) Spektrums zu den Verbrechen von Köln. Etwas Geduld, Herr Spahn.

Spahn hat zu den Problemen rund um die Integration und von zumal muslimischen Flüchtlingen eine klare Meinung:

Spahn berichtet: „Wenn ich mit meinem Freund durch Berlin gehe, muss ich mir auf einmal wieder dumme Sprüche anhören, weil ich schwul bin. Mädchen sollen nicht am gemeinsamen Schwimmunterricht teilnehmen dürfen. Und auf deutschen Straßen hören wir wieder Sprüche wie ,Juden ins Gas‘ – und die kommen nicht nur von Neonazis. Wir haben auch Antisemitismus importiert.“Quelle: Spahn warnt vor importiertem Antisemitismus – SPIEGEL ONLINE | LINK

Er thematisiert solche Wahrheiten und erhielt dafür verbale Prügel. Jetzt fühlt er sich offenbar mit seinen Sorgen und Vorahnungen bestätigt. Das wird IMHO der Grund für seinen Tweet von heute morgen gewesen sein:

Gefällt Ihnen der Artikel? Dann teilen Sie ihn mit Ihren Freunden.
Quelle Featured-Image: HorstSchulte.com...

4 Views

Kommentieren


Hier im Blog werden bei Abgabe von Kommentaren keine IP-Adressen gespeichert! Ihre E-Mail-Adresse wird NIE veröffentlicht! Sie können anonym kommentieren. Ihr Name und Ihre E-Mail-Adresse müssen nicht eingegeben werden.


2 Gedanken zu „Der Staat darf nicht versagen, wenn es um die Verbrechen von Köln, Hamburg und Stuttgart geht“

  1. Hallo Sabienes,

    Danke für die Zustimmung. Tut gut. Ich versuche, eine differenzierte Sichtweise auf dieses so wichtige Thema zu behalten bzw. zu zeigen. Natürlich wird mir das nicht immer gelingen. Ich kenne mich schließlich.

    Mir macht die Entwicklung, die längst im RL angelangt ist, immer größerer Sorgen. Ich streite mich mit Verwandten, Freunden und anderen sowieso in einer Art und Weise, die ich bis jetzt noch nicht gekannt habe.

    Mich beunruhigt, dass ich selbst auch Angst vor den möglichen Auswirkungen solcher extremen Verbrechen habe. Aber haben die Hetzer Recht, weil ein paar Idioten sich wie Tiere aufführen?

    Antworten

Ähnliche Beiträge

Your Mastodon Instance
Share to...