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Das lassen wir uns nicht gefallen!


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Wenn man sich die Entwicklung der Beschwerden über Werbekampagnen anschaut und vergleicht diese mit der Zunahme von Gerichtsverfahren vor deutschen Gerichten, die dort aus ganz verschiedenen Gründen eingehen, wird einem klar, dass der Zustand vieler Bürger unseres Landes nur mit einigem Wohlwollen als bekloppt zu bezeichnen ist.

Allein an Klagen vor Sozialgerichten haben wir es jährlich mit weit über 300.000 (Neuzugänge!) Fällen zu tun. Der Trend ist nur leicht rückläufig. Und für diese große Anzahl gibt es wenigstens ernstzunehmende Gründe. Die Folgen von Hartz IV und die offensichtlich immer noch herrschenden Unsicherheiten in den Verfahren sind von der Politik noch immer nicht beseitigt worden. Und das, obwohl so viele Menschen darunter zu leiden haben. Btw.: Potenzielle SPD-Wähler werden das nicht sein.

Infografik: Deutsche beschweren sich über 622 Werbekampagnen | Statista
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Diese interessanten Statistikdaten habe ich Dateien des Statistischen Bundesamtes entnommen. Immerhin positiv empfand ich die leicht rückläufigen Zahlen in den letzten Jahren. Allerdings ist das Niveau der Zivilprozesssachen über die Jahre fast gleich geblieben.

Einerseits wird gern über die Gerichte geschimpft, weil die Verfahren zum Teil viel zu lange dauern. Andererseits könnte man diesem Dilemma vielleicht auch anders begegnen. Mit weniger Klagen zum Beispiel. Ich persönlich gehöre zu den Leuten, die trotz Vollrechtsschutzversicherung, die ich mir immer noch leiste, in meinem Leben noch keinen Rechtsstreit geführt habe. Einmal wäre es fast soweit gewesen, weil ich als Blogger abgemahnt worden bin. Dem Rechtsstreit bin ich allerdings deshalb aus dem Weg gegangen, weil damals keine Rechtsschutzversicherung dafür aufgekommen wäre. Mir war das Risiko deshalb zu hoch.

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