Tichys Einblick veröffentlicht die deutsche Übersetzung der gestrigen Trump – Rede, die seine einsame Jerusalem – Entscheidung erklären soll.

Bei dieser Gelegenheit wird wieder einmal die einseitige Wertung in den öffentlich-rechtlichen Medien Deutschlands kritisiert. Dass die meisten deutschen Medien, nicht nur die öffentlich-rechtlichen Trumps Vorgehen kritisiert haben und auch die UN, die EU und etliche internationale Politiker die kritische Meinung teilen, passt nicht zu dem Bild, das die  Tichy Staatsverdrossenheitsmacher zeichnen.

Die Nachrichtenagentur afp berichtet: „Die schwedische Vertretung bei der UNO teilte am Mittwochabend in New York mit, acht Länder, darunter vier europäische, hätten noch für diese Woche eine Sitzung des höchsten UN-Gremiums gefordert.“

Diese Tatbestände von den Tichy – Autoren unter den Teppich gekehrt. Und wenn noch was kommt, wird die entsprechende Institution schon ihr Fett wegkriegen. Wie eigentlich alle, die die Meinung der Durchblicker von Tichys Einblick nicht teilen.

Frau Merkel führt den Geleitzug derer an, die ihre Aufgabe als Verantwortungsträger mit der politischen Schauspieler-Rolle als Bekenntnisträger verwechseln. Die Realität wird ausgeblendet. Die Propaganda-Maschine des Staatsversehens assistiert.Quelle: Jerusalem: Aus Chaos folgt Ordnung | LINK

Eine Kleinigkeit übersehen diese Damen und Herren völlig: Wie viele Tote darf die Entscheidung Trumps eigentlich nach sich ziehen bis die Lobpreisungen von Trumps Vorgehen wenigstens ein bisschen leiser werden?

Gibt es überhaupt symbolpolitische Maßnahmen und Reden, die Unruhen, Tote, womöglich Kriege rechtfertigen? Vermutlich wäre das der Fall, wenn die Menschen, von denen die Reaktionen aufs Trumps Wahnsinn ausgehen, keine Muslime wären? Denn von denen erwarten die bei Tichy nichts anderes als das die nächste Intifada aufgerufen wird. Und das rechtfertigt für rechte Israelfreunde dann ohnehin alles.

Alles andere ist ohnehin purer Antisemitismus.

 

0
Danke fürs Teilen.
Autor

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 65 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

Einen Kommentar schreiben

Pin It