Die EU macht den Vorreiter bei der Regulierung von KI. Offenbar sind viele Medienvertreter stolz darauf.
Dabei ist es doch noch ziemlich unklar, welche Gefahren im Detail in der KI schlummern. Aber die EU befasst sich schon mal ganz konkret mit RegulierungsansprĂŒchen.
So war jedenfalls mein erster Gedanke, als ich gestern in den Nachrichten davon hörte. Angeblich schauen andere LĂ€nder (ausgerechnet die USA, heiĂt es) mit Wohlwollen auf die hiesigen Ăberlegungen. Ja, das kennen wir schon aus dem Klimaschutz.
KunststĂŒck. Die werden denken: Kaum gibt es eine groĂe Innovation, schon steht die EU-BĂŒrokratie bereit, um sie einzuhegen. Wahrscheinlich, weil das bisher immer so prima geklappt hat.
Was dahinter allerdings gut zum Vorschein kommt: Es handelt sich dabei nicht um KI! Da kann man nix regulieren, nur abschalten.
D. h. 2 Show FX treffen aufeinander. Der Politische und der Wirtschaftliche. Was bleibt ist eine Menge heiĂer Luft und ein paar SĂŒndenböcke, die das im Zweifelsfall ausbaden dĂŒrfen.
Wir erinnern uns noch, als Staaten versuchten das Internet zu regulieren. Wo sie dann Teenies eingeknastet haben, weil sie Kinderpornos auf ihrem Handy hatten oder frĂŒher: Weil sie sich einen Song runtergeladen hatten oder weil sie einen Film im Netz schauten.
Was wohl passiert, sollte wirklich KI Einzug halten?
Ach, das ist gar keine KI, die wir da vor Augen haben? Wer hatte versucht, das Internet zu regulieren? Das habâ ich gar nicht mitbekommen. Ich weiĂ nicht, was du dir unter KI vorstellst. Vielleicht gehörst du zu denen, die am liebsten alles kaputt regulieren, damit Fortschritt nur ja nicht passiert.
Nö. Aber ich gehöre zu denen, die keine GlĂŒhbirnen brauchen, die mit mir quatschen IOT geht mir ziemlich vorbei. Diese neuronalen Netzwerke sind jetzt auch nicht so neu und Teil vom sogenannten Machine Learning (ML). Hier kann man vielleicht sogar was regulieren, was in etwa so wirkt, wie die Filter bei YouTube.
Hartmann ist damals mit seinen Synth Neuron wohl nicht so glĂŒcklich mit der Technologie gewesen.
Ich wĂŒrde es sogar begrĂŒĂen, wenn man kaun was regulieren wĂŒrde und den Menschen mehr Eigenverantwortung zumutet. Da verdienen aber nicht genĂŒgend Juristen daran.
Allerdings wĂ€re ich auch sehr dafĂŒr, das fehlgeschlagene Experimente dann halt auch vom Netz genommen werden, so wie Google und MS das mit frĂŒheren Bots taten.
Das unterschreibe ich. Vor allem, weil ich weiĂ, dass am Ende alles doch anders kommt. Da werden Ethikkommissionen jahrelang beschĂ€ftigt, um im Nachhinein erkennen zu mĂŒssen, dass alles anders lĂ€uft oder evtl. Regulierungen kaum einen Nutzen haben.
Eigenverantwortung âđ klappte in Pandemie schon hervorragend đ
Da hast du einerseits recht. Andererseits haben die staatlichen Versuche, die Dinge zu regeln, nicht unbedingt zu gute Ergebnisse gefĂŒhrt. Oder? Wenn ich mir die Spaltung der Gesellschaft anschaue, wirken die Versuche der Regierung bis heute negativ nach. Ob das »nur« an »den« anderen liegt? Ich weiĂ es nicht.
Dazu kommt aber auch, dass viele meinen sich online – egal wie, Ă€uĂern zu können, Hauptsache hetzen, lĂŒgen, schwurbeln – geht ja so schön „anonym“.
Es ist schlimm und scheint die komplette Gesellschaft nach und nach zu erfassen.
Tragt Ihr denn Eure Masken?
Falls nicht: Warum?
Es gibt viele FĂ€lle. Am besten, der Buchladen wird geschlossen. FĂŒr immer.
In das Thema hab ich mich noch nicht vertiefend eingelesen, aber soweit ich aus Medien mitbekommen habe, hat die EU in diesem Fall recht weise gehandelt: Hochrisiko-Bereiche definiert und diese reguliert, wogegen weniger riskante Varianten nur wenig Auflagen bekamen (ChatGPT etc.). Letzteres spricht fĂŒr Einsicht in die RealitĂ€ten: Wenn gerade Microsoft, Adobe, Google u.a. ihre KIs in sĂ€mtliche Programme einbauen, kann man das kaum verbieten, denn fast die gesamte Verwaltung arbeitet ja immer noch mit MS-Programmen – trotz gegenteiliger BeschlĂŒsse der Ampel. Und alle, die ChatGPT u.a. bereits effektiv fĂŒr Arbeit oder Hobby nutzen, hĂ€tten einen neuen krassen Grund, gegen die EU zu sein, wenn ihnen dieses Instrument einfach wegverboten worden wĂ€re.
Im ĂŒbrigen mĂŒssen das Europaparlament und die EU-Staaten dem Verhandlungsergebnis noch final zustimmen. Das gilt angeblich als „Formsache“, aber da bin ich mir nicht so sicher.
Ja, Differenzierung ist schon nötig. Da muss man hoffen, dass sich Leute wie Axel Voss in diesem Prozess nicht wieder unverdiente Meriten verdienen. Ich traue der EU nicht mehr zu, wirklich Sinnvolles zustande zu bringen.
Axel Voss ist hierbei eher auf der liberalen Seite:
„Skeptisch zeigt sich der rechtspolitische Sprecher der CDU, Axel Voss. Er sei nicht ĂŒberzeugt, dass dies der richtige Weg sei, um Europa im Bereich der KI wettbewerbsfĂ€hig zu machen. „Innovation wird immer noch anderswo stattfinden. Hier haben wir als EuropĂ€ische Union unsere Chance verpasst.“ Voss setzt nun auf die entscheidende Arbeit an den technischen Details, bis das Europaparlament und die EU-Staaten dem Verhandlungsergebnis final zustimmen können.“
Sollte der Mann wirklich lernfĂ€hig sein? Ich hĂ€tte es nicht fĂŒr möglich gehalten. Nun, das mag daran liegen, dass es YouTube noch immer gibt. đ
Bei seinen Worten handelt es sich wohl eher um Schadensbegrenzung, daher auch der Verweis auf „wir in der EU“. Wer immer dieses wir sein wird, dĂŒrfte stets neu definiert werden, je nach Problemlage.
Ein GlĂŒck, dass EVP und CDu noch nie irgendwo regiert haben, so dass man die Rahmenbedingungen hĂ€tte festlegen können.
Deutschland ist aber auch die einzige Nation, die es insgesamt dufte findet, eine Industriebrache ohne entsprechende Rohstoffe zu sein. Was hÀtte man nicht werden können, hÀtte man die Weichen vor 40 Jahren anders gestellt.