Ich geb’s zu: Die Botschaften des Zentrums für Politische Schönheit tragen mitunter Signaturen, die mich abschrecken. Ein Meme, das ich gestern entdeckte, ist so ein Beispiel. Darin werden Originalpassagen aus dem AfD-Programm für Sachsen-Anhalt Adolf Hitler in den Mund gelegt.
Nun kann man über die Methode streiten. Ich jedenfalls tue es. Hitler als Stichwortgeber heranzuziehen bzw. einen immerhin fragwürdigen Vergleich zu insinuieren, ist die denkbar gröbste Form des politischen Vergleichs und weckt bei mir zunächst einmal Abwehr. Andererseits ändert die wieder einmal fragwürdige Inszenierung nichts daran, dass die verwendeten Aussagen tatsächlich von der AfD stammen. Genau dieser Widerspruch ließ mich zögern: Verlinke ich eine Provokation, deren Machart mir widerstrebt, obwohl gegen die dokumentierten Inhalte nichts einzuwenden ist?
Ich habe mich schließlich für den kleinen Umweg entschieden und den Link in die Shownotes – sprich: meinen Microblog – gepackt. Dort kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, ob die Provokation erhellt oder ob sie mit Hitler als politischem Vorschlaghammer mehr kaputtmacht, als sie sichtbar macht.
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