
Was sich manche Blogger zur Abqualifikation von KI-gestützten Blogartikeln einfallen lassen, finde ich ärgerlich. Manche haben bestimmt Boris‘ Text zum Thema gelesen und heben jetzt ab zur großen Offensive. Er, Boris, hat klugerweise bemerkt, wie Blogs sich durch den Einsatz von KI von heute auf morgen in unpersönliche Textwüssten verwandeln. Er hat meinen Blog nicht genannt und wird ihn vielleicht sogar nicht einmal gemeint haben. Wie auch immer. Was ich dazu schreibe gilt allen, die sich angesichts der Entwicklung einen schlanken Fuß machen möchten. Ich könnte es mir einfach machen und die Klappe halten. Schließlich muss jeder selbst wissen, was er mit KI macht oder ob er sie lieber verdammt. Das lese ich allenthalben gerade von Bloggern und finde das äußerst bedauerlich.
Henning Uhle schreibt z. B.:
Etwas völlig anderes ist in meinen Augen, Blogartikel von einem Computerprogramm erstellen zu lassen. Und eine KI ist ja am Ende nichts anderes als ein Computerprogramm. Diese Texte sind so kalt und unpersönlich, dass ich sie nur als das bezeichnen kann, was sie für mich sind: Robotertexte. Ich gebe einem Programm eine Aufgabe, und – so die Programmierer keinen kompletten Unsinn verzapft haben – erledigt das Programm diese Aufgabe.
[…]
Und dann ist es ja so, dass ich bei einem Blog keine kalten, unpersönlichen Textwüsten lesen will. Ein Blog ist für mich etwas persönliches. Es interessiert mich nicht, was ein Computerprogramm zusammensuchen kann und dabei evtl. falsch macht. Ich will wissen, wie sich die schreibende Person beim Schreiben gefühlt hat und welche Gedanken diese Person gewälzt hat. Was hat die Person erlebt, um so etwas zu schreiben? All sowas, was eine KI niemals mitmachen kann.
Ja, meine Meinung dazu ist diametral anders. Und ich gebe ich, dass die Zuspitzung, die ich dazu an vielen Stellen lesen darf, mir auf den Zeiger geht. Jeder soll seine Meinung dazu haben und natürlich auch kundtun. Aber so ohne Not, ohne wirkliche Belege für die Sicht auf die Entwicklung, so abfällig, so herablassend zu urteilen, provoziert. Mich jedenfalls.
Ich gehe noch weiter. Wenn wir so mit neuen Technologien oder wie man KI und die neuen Möglichkeiten auch nennen möchte, umgehen, dann wird das böse enden. Gut, Blogger sind nicht die Welt und vielleicht ist das in dem Fall ein echter Pluspunkt.

Ach nee, doch nicht. Soweit reichts noch.


Ich bin auch erschrocken über die vielen negativen Artikel zum Thema KI. Ich selbst lese solche »Schimpf-Artikel« bewusst nicht. Und ich selbst nutze auch KI in meinem Blog. Erwähne es aber ganz bewusst.
@Horst Scheuer: Ich verstehe diese grundsätzliche Ablehnung nicht. Skepsis ist ja ok.
Es gibt sicherlich viel, was man im Bereich KI kritisch sehen kann. Warum sich aber regelmäßig an kleinen Bloggenden abgearbeitet wird, welche die Technik einsetzen, verstehe ich nicht. Mir machen ganz andere Dinge Sorgen, aber nicht, ob Blogger XY mal einen Artikel mit oder mithilfe einer KI erstellt.
@Tommi: Ebend. 🙂 Man könnte doch auch versuchen, der Geschichte etwas aufgeschlossener zu begegnen und nicht die Dinge nachschwätzen, die manche Wichtigtuer an negativen Erfahrungen »mitzuteilen« haben.
Wenn das nur der Text wüsste. Oder die KI. Evtl. ist aber auch nur die Wüste gemeint, nicht die ungestüme Sahara.
@juri nello: Der Text weiß vermutlich wenig, die KI dank ihrer Algorithmen schon ein wenig mehr und die Modelle der Zukunft vermutlich noch mehr.
@Horst Schulte:
In Deinem Text kommt ein Buchstabe zu oft vor.
Ich bin da sonst nicht so, aber gerade, wenn es um das Schreiben (unter anderem) mit KI geht, mutet so etwas komisch an.
Eine der weniger schlimmen Vorstellungen bei KI ist doch, die Logikfehler der Menschenmassen mit der Orthographie eine Problemgrundschülers zu mischen und dadurch eine Bildzeitung im Wiki-Outfit entstehen zu lassen, die von Millionen nachgeplappert und
-geschrieben wird.
@juri nello: Da siehste, ich hab nicht gelogen. Keine KI 🙂 Danke für den Hinweis.
Logikfehler begehen wir Menschen von Beginn an. Das Internet oder KI haben wir dafür nicht nötig. Da, wie empirische Daten zeigen, die Fähigkeiten im Vergleich zu früher allmählich verloren gehen, werden wir notwendigerweise auf KI setzen müssen. Am Ende bewahrt sie uns noch vor dem Untergang. Gut, die einen meinen so, die anderen andersherum. Oder glaubst du noch an die Selbstheilungskräfte der Menschheit?
Der neue Mensch wurde noch nicht geschaffen, wenn das die Frage war.
Solange das so ist, solange wird es nur alten Wein in neuen Schläuchen geben.
@juri nello: Du negierst jeden Fortschritt. Das wäre mir zu traurig.