Ich fand es nett, wenn man Artikel und Kommentare in einem Blog mit einem Plus/Minus oder Daumen nach oben oder unten bewerten kann. Deshalb habe ich hier ein Plug-in eingesetzt, das genau diesen Zweck erfüllt.
Eben habe ich es abgeschaltet. Alle Artikel von gestern und heute wurden liebenswürdigerweise mit einem Dislike markiert. Dann also nicht!
Lieber verzichte ich darauf, als mich weiter von irgendwelchen Idioten ärgern zu lassen. Ganz bestimmt handelt es sich um eine/n Blogger:in, die/der aus alter Verbundenheit ihr Mütchen kühlen möchte.
Und jetzt komme mir keiner mit dem Vorwurf, ich könne keine Kritik ab. Die können ja, statt Artikel oder Kommentare mit einem Dislike zu bedenken, einfach mal Kommentare lesen oder noch besser – schreiben. Da gibt’s durchaus Kritik an meinen Positionen. Die ist allerdings fundiert.
Ach, ihr Pappnasen, die ihr mich so gern ärgern wollt: Ihr habt mich soweit. Das Plug-in habe ich gelöscht. Wenn ihr mir also was zu sagen habt, dann schreibt es doch anonym in die Kommentare. Eure »Meinung« findet außerhalb von Kommentaren jedenfalls hier nicht mehr statt.


War es nur ein Dislike pro Artikel? Dann finde ich das nicht so tragisch. Ich habe bei mir eine Sternebewertung installiert. Da kommt es öfters mal vor, dass es eine schlechte Bewertung gibt. Die wird aber meistens durch gute Bewertungen wieder mehr als wett gemacht.
@Erik: Das war hier leider anders. Die Möglichkeit wurde kaum genutzt und wenn oft für dislikes.
Hallo Horst, ich mal wieder 🙂
Ich kann deinen Schritt gut nachvollziehen. Ich hatte selbst eine ganze Weile ein solches Bewertungs-System laufen. Nach meinem kleinen Gender-Rant und der Kritik an die »Nie wieder ist jetzt!«-Schreibtischaktivisten hat sich bei mir eine regelrechte »Fanbase« gebildet, die konsequent alles mit Dislikes markiert hat (ich vermute es waren eh nur zwei verlorene Seelen – du kennst sie!).
Irgendwann habe ich mir den Spass gemacht und das Plugin so umprogrammiert, dass es nur noch Shadow-Dislikes gab: Der gute Mensch konnte klicken, bis ihm der Finger weh tat – aber der Zähler blieb stoisch auf null. Armes Würstchen. 🙂
Am Ende habe ich das Plugin dann aber auch komplett gelöscht. Mir ist es egal geworden, ob jemand mag, was ich veröffentliche oder nicht. Wer wirklich etwas zu sagen hat, kann es in den Kommentaren tun – und wer nur anonym stänkern will, dem gebe ich keine Bühne mehr. Genau wie du: Meinung gern, aber nicht als destruktives Hintergrundrauschen.
@Oliver: War wohl keine gute Idee. Dabei habe ich das nicht mal angeboten, um Bestätigungen für meine Artikel zu bekommen, sondern weil ich dachte, dass unterhalb von Kommentaren oder Seitenaufrufen (Views) die Info für Leser:innen interessant sein könnten. Falsch gedacht. Es gab nur wenig Artikel, in denen die betreffenden Schaltflächen relativ stark genutzt wurden. Das waren eben die Artikel, die Informationen enthielten, die über die Blogosphäre hinaus von Interesse waren und die vor allem nicht mit meinen Hauptthemen zu tun hatten. 🙂 So ist das Leben. Stänkern, am besten anonym, tun eben leider viele. Auch Blogger, was ich persönlich schon bedaure.
Mir ist komplett schleierhaft, warum ich ein Bewertungssystem welcher Art auch immer (Thumbs up/down oder Sterne) für meine Blogartikel einrichten sollte. Als mir vor längerer Zeit erstmals so etwas begegnete, war meine erste Reaktion: WOZU?
Ein Blogartikel ist keine Klassenarbeit in Deutsch in der 10. Klasse. Da habe ich erstens Bewertungs-Kriterien und zweitens eine Bewertungs-Instanz (LehrerIn). Das mach Sinn.
Bei einem Blogartikel?
Da äußert eine/r seine Meinung zu einem Sachverhalt. Oder eine/r schildert ein Ereignis, dass ihm/ihr widerfahren ist. Oder jemand stänkert (rantet) einfach mal mehr oder wenig spezifisch zu irgendeiner Angelegenheit.
Da ist in keinem Fall irgendetwas Bewertbares dran.
Im besten Fall habe ich vielleicht so etwas wie:
49 von 115 Lesern fanden diesen Artikel gut, 22 neutral und 44 schlecht.
Jou. Und? Was bedeutet das? Nichts, fürchte ich.
Versteht mich nicht falsch, ich habe gar nichts gegen solche Systeme wie z.B. bei Anleitungen: X von Y Nutzern fanden diese Anleitung hilfreich.
Oder gegen Film/Musik/Buchbewertungen mit Sternen o.ä.
Ich kann auch Thumbs-Up/Down und Herzchen-Bewertungen auf Plattformen etwas abgewinnen, wo Tausende Nutzer ihre KI-generierten Bildwerke uploaden und zeigen – und wo noch mehr Tausende mit solchen Buttons ihre Geschmacksurteile über diese Bilder abgeben, indem sie auf die entsprechenden Buttons klicken. Dort stellt man seine »Schöpfungen« ja auch zur Schau, das hat eben auch ein bisschen Wettbewerbscharakter.
Aber Beiträge in persönlichen Blogs?
Neee…
@Boris: Wenn ich gefragt würde, warum ich so etwas überhaupt eingerichtet habe, dann wäre die ehrliche Antwort: »Weil es geht«. So habe ich das bisher bei vielen Dingen gemacht, bei denen sich andere ähnliche Fragen stellen dürften wie du. Ich bin zugegebenermaßen ein Spielkind. Mir macht es Spaß, Dinge auszuprobieren, insbesondere im Blog.
Nun, es gibt ja genügend Miesepeter und Sachverständige, die einem zeigen, wo’s lang zu gehen hat. Warum sollten Blogger da eine Ausnahme sein?