Vor einer Weile hatte ich erwähnt, dass ich für mein MacBook Pro, für das die Updates von Apple erklärtermaßen ausblieben, eine gute Lösung gefunden hatte. Nämlich Linux Mint, das sich spielend leicht als Betriebssystemersatz installieren ließ. Nun sind einige Monate vergangen und der alte weiße Mann, der so tut, als ob er wisse, was Linux ist, hat Erfahrungen gesammelt. Womöglich kann er auch damit umgehen, was manche Strolche wohl wieder (wie damals) in Abrede stellen werden. Ich kann heute immerhin darauf hinweisen, dass sich diese mit wenig Arbeit und Risiko verbundene Aktion gelohnt hat. Es gibt in dieser Blogosphäre eben Idioten, die keine »Gelegenheit« auslassen können. So viel Frust haben die, dass sie diesem (über was auch immer) Luft machen müssen. Natürlich anonym.
Es ist wohl folgerichtig, dass ich die Lösung sowohl für Windows als auch für Apple-Systeme, die von ihren Schöpfern aussortiert wurden, nur dringend empfehlen kann. Mal abgesehen von ein paar Nachteilen, die ich im Bereich der unter Mint zur Verfügung stehenden Programme (oder die Einarbeitung in diese) sehen würde, sind die Vorteile schon überragend. Mein inzwischen 14 Jahre altes MacBook Pro kann ich stundenlang auf dem Balkon ohne Verbindung zur Steckdose nutzen. Unter dem Original-OS war allerspätestens nach 2 Stunden Schluss. Für meinen Bedarf, der hauptsächlich im Lesen und Schreiben besteht, reicht Mint allemal und wenn ich Fotos bearbeiten möchte, käme Gimp schon deshalb nicht infrage. Ich kann mit den Adobe-Programmen besser umgehen. Das beruht natürlich zugegebenermaßen auf Gewöhnung. Alle Vorteile, die Gimp möglicherweise aufweisen könnte, frisst das nun mal auf.
Abschied von Windows und US-Big-Tech: Linux-Partys feiern digitale Souveränität – Golem.de
Ja, ich würde Windows und Apple als monopolartige Machtzentren bezeichnen, obwohl sie das im engeren Sinne nicht sind. Die Bezeichnung Monopol wäre zu grob. Besser wäre: Apple und Microsoft sind keine klassischen Alleinmonopolisten, sondern Gatekeeper mit starker Plattformmacht. Hach, ich lasse den Titel wie er ist. Wenn diese Firmen den Interessen ihrer Kunden so zuwiderhandeln und funktionierende Rechner und Tablets aussortieren, dürfen sie sich nicht wundern, wenn die zum einen nicht wieder ihre Produkte kaufen und zumindest vorübergehend auf Linux-Derivate ausweichen.

Linux-Mint habe ich jahrelang genutzt, zur vollen Zufriedenheit. Der Wechsel zum Mac war der Tatsache des Zusammenspiels zwischen Mac, Mac Book und IPhone geschuldet. Ich tippe oft im Sessel liegend einige Ideen, die ich dann am Schreibtisch sitzend vernünftig weiter bearbeiten kann. Beim Zusammenspiel der Hardwarekomponenten macht Apple jedenfalls kein BS was vor. Meine zweite Wahl wäre aber auf jeden Fall wieder Linux.
@Peter Lohren: Meine Geschichte ging etwas anders. Ich habe, auch beruflich bedingt, nur unter Windows gearbeitet bis ich in Rente ging. Dann kam die Stunde von Apple. Mir ging es vor allem um die Bildbearbeitung und die von dir angesprochene Zusammenarbeit der Hardware. Was ich heute sehr schade finde, ist die Modellpolitik. Das gilt auch für Windows. Die glauben, sich alles herausnehmen zu können.
Linux Mint war auch tatsächlich das Linux, mit dem ich vor einigen Jahren den Sprung weg von Windows gewagt habe.
Ich hatte zwar bereits ein wenig Erfahrung mit Linux (durch das ein oder andere NAS-System sowie ein paar Miet-VPS), allerdings niemals als Daily-Driver. Aber: es hat für mich sehr gut funktioniert. Mit der Zeit wollte ich jedoch etwas mehr, und da war ein LTS-System doch eher hinderlich. Inzwischen läuft auf allen Geräten ein Rolling-Release mit openSUSE Tumbleweed, und ich bin damit sehr zufrieden.
@Robert: Bei mir wars halt Apple. Ich habe allerdings Jahre zuvor auch schon erfolgreich mit Linus (OpenSuse) gearbeitet. Meine guten Erfahrungen mit Knoppix bei der Reparatur eines Windows-Systems hatten mir davor sehr beeindruckt. Ich war schon immer jemand, der gern experimentiert hat.
Bin auch Mint-Umsteiger. Mein Büro-PC läuft allerdings noch mit Windows, wie ein aktueles Büro-Notebook. Weil ich historisch bedingt beruflich etliche WINDOWS-Software brauche.
Aber mein aktuelles Berufs-Notebook, ein altes WIN7-Gerät, läuft unter Mint flott und Problem-los und ich kann’s für alles Aktuelle einsetzen. So wie der selten genutzte Desktop-PC meiner Frau.
Und demnächst werden ich im Büro auf PC mit 2 Betriebssystemen umsteigen: Linux für alles aktuelle und WIN für etwas alten Kram.
@Rainer Bielefeld: Das setzt sich (hoffentlich) allmählich durch. Nicht zuletzt veranlasst durch die miserable und rücksichtslose Geschäftspolitik von M$ und Apple. Ob die sich davon wohl umstimmen lassen? Im Moment sicher noch nicht.
Bin im März 2025 zu Linux Mint gewechselt und habe ich es nicht 1 Minute bereut, nicht alles Programme die ich unter Windows genutzt habe sind für Linux (Mint) verfügbar aber die Meisten.
Wer über einen Wechsel nachdenkt, dem kann ich nur empfehlen es zu versuchen. Und keine Angst vor dem Terminal, an dem traue ich mich noch immer nicht wirklich ran aber gerade unter Mint muss man den als Normalnutzer so gut wir gar nicht in Anspruch nehmen.
@John: Das mit dem Terminal geht mit Unterstützung einer KI auch ganz gut. Jedenfalls nach meinen eigenen Erfahrungen. Das Ding gibts unter dem iMac auch. Ohne Hilfe von KI würde ich mich auch dort nicht herantrauen.