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Prozess gegen Deutschland – Fall 1: Muss die AfD verboten werden?

youtube.com: Milo Raus spektakuläre theatrale Prozessformate zählen längst schon zu den Klassikern des politischen Theaters. In Hamburg nimmt sich der Regisseur, Autor und Festivalintendant nun –gemeinsam mit Mia Massmann und Robert Misik – in einem Prozess gegen Deutschland die aktuellen Zustände vor. Ist ein Verbot der AfD möglich, ja rechtlich geboten, weil sie »aggressiv kämpferisch« die Demokratie bedroht? Verstößt sie fortgesetzt gegen das Grundgesetz, indem sie mit allen Mitteln die Meinungsfreiheit ihrer Kritiker*innen bekämpft? Diese Fragen werden genauso im Mittelpunkt der juristisch-theatralen Untersuchung stehen wie der Missbrauch des Rechts durch die Welt des Techno-Faschismus, die MAGA-Propagandawalze des Silicon Valley und das mediale Ökosystem rechtsextremer Gehirnwäsche – in Deutschland und auch international. Soll unsere Demokratie Stück für Stück zerpflückt werden?

Als Mischform aus hartem Realismus und sozialer Plastik erzeugen Milo Raus theatrale Diskursformate »ein Forum fernab politischer Grabenkämpfe« (SRF). Beteiligt sind keine Schauspieler*innen, sondern echte Spitzenjurist*innen, echte Ankläger*innen, echte Verteidiger*innen, und Expert*innen, Protagonist*innen, Skandalfiguren, Influencer*innen, Betroffene und Opfer. Die Wiener Prozesse der Wiener Festwochensaison 2024 wurden als »Orgien des Zuhörens« und als »flächendeckendes Stadtgespräch in Wien« gefeiert (Süddeutsche Zeitung).

Regie und Idee: Milo Rau
Recherche, Casting & Dramaturgie: Mia Massmann, Robert Misik
Bühne und Ausstattung: Constanze Bieber, Anton Lukas
Video-Konzept: Moritz Von Dungern
Video/ Live-Kamera: Florian Baumgarten
Live-Videoregie: Julian Besch
Lichtdesign: Susanne Stoltzenberg
Produktionsleitung: Cesca Carnieer

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Sehr interessant.