Sind es nur Uneinigkeiten, die Zusammenarbeit so erschweren?

Wir wis­sen, man­che schei­nen es auch nur zu ahnen, dass die Investitionen in Rüstung sein müs­sen. Zu aggres­siv sind die, von denen wir das lan­ge Zeit nicht wahr­ha­ben woll­ten. Wer sich damit beru­higt, dass auch dies falsch sei und wir ledig­lich der eige­nen Propaganda auf­ge­ses­sen wären, wird sich von sei­ner Überzeugung nicht abbrin­gen las­sen. Es gibt zu vie­le Themen, die Einigkeit ver­mis­sen lassen. 

Die Konsequenz eines gekürz­ten Budgets wären dem­nach Streichungen von Leistungsanteilen und dadurch auch wei­te­re Verzögerungen bei dem Vorhaben. »Wenn man weni­ger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schnel­ler und wir sind jetzt schon sehr lang­sam«, sag­te der Rheinmetall-Chef. Bisher haben die vier betei­lig­ten Unternehmen in dem seit fast zehn Jahren lau­fen­den Programm dem­nach erst 25 Millionen Euro erhal­ten. »Das ist natür­lich sehr wenig Geld«, sag­te Papperger.

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Warum soll die­se Einigkeit, die die eige­ne Bevölkerung (über Deutschland hin­aus) nicht zeigt, in einer staat­li­chen oder halb­wirt­schaft­li­chen Zusammenarbeit funk­tio­nie­ren, für die ver­schie­de­ne Staaten viel Geld aus­ge­ben müssen?

Zudem exis­tiert, allen Beteuerungen zum Trotz, noch immer ein gerüt­telt Maß an natio­na­lem Egoismus, den man ruhig als all­ge­mei­nen Nationalismus betrach­ten kann. Den trifft man über­all in der EU an. Die Mütter und Väter der EU wer­den sich im Grab umdrehen.

Nach dem Eurofighter könn­te also auch das zwi­schen Frankreich und Deutschland ver­ab­re­de­te Panzerprojekt schei­tern. Vorgeblich am Geld. Wahrscheinlich ste­hen aber auch hier natio­na­le Interessen im Weg. Und ver­nunft­s­be­gabt, im Sinne des­sen, was wir in die­sen Zeiten offi­zi­ell stän­dig hören und inzwi­schen mehr­heit­lich ver­in­ner­licht haben, ver­hal­ten sich Staaten ohne­hin selten.

Wenn bald die Rechten in Frankreich über­neh­men, wer­den sol­che Zusammenarbeiten viel­leicht ohne­hin Geschichte sein und ich fra­ge mich, ob man mit dem bis­her schon ver­pul­ver­ten Geld, das laut dem gie­ri­gen Rheinmetall-CEO Papperger, nur »sehr wenig« geflos­sen ist, am Ende nicht doch etwas Besseres hät­te machen können. 

Es ist zum Mäusemelken. Da wird die Bevölkerung der EU dar­auf vor­be­rei­tet, dass Russland schon bald einen Krieg gegen uns füh­ren könn­te (2029 soll es soweit sein), und die Verantwortlichen für die Qualität unse­rer Aufrüstung beneh­men sich wie idio­ti­sche Egoisten. Das Scheitern auf poli­ti­scher wie mili­tä­ri­scher Ebene wird die wenigs­ten erfreu­en. Aber wun­dern? Wundern wird es ver­mut­lich auch nicht mehr viele.

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