Bevor der Schlosspark von Schloss Paffendorf ab Oktober unter der Woche wieder seine Tore schließt, wollten wir die Gelegenheit noch einmal nutzen. Also haben wir uns auf den Weg gemacht – bei schönstem Spätsommerwetter und natürlich mit der Kamera im Gepäck.
Viel Spektakuläres braucht es dort eigentlich nicht. Ein bisschen Sonne zwischen den alten Bäumen, Wasser, Enten, Schwäne und hier und da etwas, das erst auffällt, wenn man stehen bleibt und genauer hinsieht. Genau das mag ich an solchen Spaziergängen. Man geht los, ohne nach einem bestimmten Motiv zu suchen – und kommt trotzdem mit einer ganzen Reihe davon nach Hause.
Ein paar dieser kleinen Begegnungen habe ich mitgebracht.

Familienausflug auf Paffendorfer Art. Die Jungen sind schon ordentlich gewachsen, bleiben aber lieber noch in der Nähe der Eltern. Sicher ist sicher.

Manchmal reicht es, einfach ein bisschen herumzuschwimmen. Diese Stockente schien jedenfalls keinerlei Termindruck zu haben. Ein beneidenswertes Konzept.

Der Sommer räumt langsam das Feld. Zwischen den letzten violetten Blüten hängen schon die silbrigen Samen des Weidenröschens. Ein bisschen wild, ein bisschen zerzaust – und gerade deshalb schön.

Eine kleine Pause im Schatten. Libellen sind ja Weltmeister darin, genau so lange stillzusitzen, bis man die Kamera halbwegs eingerichtet hat. Diese hier hatte erfreulicherweise etwas mehr Geduld mit mir.

Gut getarnt und trotzdem entdeckt. Zwischen Grün und Schatten hätte ich sie beinahe übersehen. Erst das Sonnenlicht auf Kopf und Gefieder machte sie zum Fotomodell.

Das Teichhuhn bringt Farbe ins Spiel. Mit rotem Schnabel, gelber Spitze und diesem beinahe bläulich schimmernden Gefieder ist es eigentlich erstaunlich, wie unauffällig diese Vögel auf dem Wasser sein können.

Und manchmal ist das Motiv einfach nur Wasser. Ein paar Sonnenstrahlen, drei kleine Fontänen und für einen Moment dieses Glitzern, bei dem man automatisch stehen bleibt.
Bald wird es im Schlosspark unter der Woche wieder stiller. Aber ein paar Spätsommertage bleiben uns ja noch. Und manchmal genügt schon ein Spaziergang ganz in der Nähe, um sich daran zu erinnern, dass man für schöne Augenblicke gar nicht weit fahren muss.
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