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Wie sich die Frontlinien zwischen Kiew, Washington und Europa neu verschieben
Der Ukraine-Konflikt hat eine neue Phase erreicht – nicht nur militärisch, sondern auch diplomatisch. Im Zentrum der jüngsten Spannungen steht Wolodymyr Selenskyjs entschiedene Ablehnung eines Friedensvorschlags von Donald Trump, der eine faktische Aufgabe des Donbas vorsieht. Für Kiew wäre dies nicht nur ein politischer Offenbarungseid, sondern ein strategisches Geschenk an Moskau. Selenskyj argumentiert, dass ein solcher Deal Putins territoriale Gewinne legitimieren und die ukrainische Staatlichkeit dauerhaft schwächen würde.
Die Ära der Harmonie in den transatlantischen Beziehungen ist vorbei. Für Donald Trumps Vereinigte Staaten ist Europa – mit seinem Werteprojekt und seiner Verteidigung der regelbasierten multilateralen Ordnung – ein Gegner. Ein Gegner, der wieder auf den illiberalen und reaktionären Weg zurückgeführt werden muss, den der Trumpismus vorgibt und den seine europäischen Verbündeten beschreiten: die rechtsextremen, nationalpopulistischen und euroskeptischen Trojanischen Pferde, die die Europäische Union von innen heraus untergraben wollen. Washington, das diese Gruppen als »patriotische« politische Parteien und Gruppierungen bezeichnet, will sie in seiner neuen nationalen Sicherheitsstrategie fördern.
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Statt territorialer Zugeständnisse fordert Kiew daher verbindliche Sicherheitsgarantien von den USA – nicht als bloße Absichtserklärung, sondern als völkerrechtlich abgesichertes Versprechen, das der US-Kongress ratifizieren müsste. Diese Forderung zeigt, dass sich die Ukraine der politischen Unsicherheiten in Washington bewusst ist und eine langfristige Absicherung jenseits parteipolitischer Stimmungswechsel sucht.
Europäische Geschlossenheit als Gegengewicht
Während Trump Kiews Haltung als »unrealistisch« kritisiert, formiert sich in Europa eine diplomatische Gegenbewegung. Bei einem vertraulichen Treffen in London koordinierten Emmanuel Macron, Friedrich Merz und Keir Starmer eine gemeinsame Position gegenüber Washington. Ziel ist es, einen europäischen Gegenvorschlag zu entwerfen, der sowohl die ukrainischen Interessen schützt als auch das politische Vakuum ausfüllt, das durch Trumps ablehnende Haltung entstanden ist.
Diese Initiative signalisiert eine neue strategische Selbstständigkeit Europas. Erstmals seit Beginn des Krieges tritt die EU nicht nur als Solidaritätsbündnis auf, sondern als eigenständiger Akteur, der bereit ist, gegen amerikanischen Druck Position zu beziehen. Dass Trump darauf prompt reagierte, indem er die Europäer aus künftigen Verhandlungsrunden ausschloss, unterstreicht die wachsende transatlantische Kluft.
Vorbereitung auf das »Worst-Case«-Szenario
Inzwischen arbeiten die europäischen Hauptstädte an Notfallplänen für den Fall, dass die USA ihre Unterstützung für die Ukraine tatsächlich reduzieren oder beenden. Der geplante Gegenvorschlag umfasst Maßnahmen zur langfristigen Stabilisierung der ukrainischen Verteidigung – von verstärkter Rüstungskooperation über Energiehilfen bis zu verstärkten Sanktionen gegen Russland.
Diese Entwicklung offenbart, dass sich der Krieg längst zu einem geopolitischen Wendepunkt ausgeweitet hat: Europa sieht sich gezwungen, militärische Eigenständigkeit nicht länger als Option, sondern als Notwendigkeit zu begreifen.
Parallel dazu hält die Ukraine trotz anhaltender russischer Angriffe rund 30 Prozent des Donbas, darunter Kramatorsk und Slawjansk – ein Symbol für Widerstand und strategische Resilienz.
Selenskyjs Beharren auf rechtsverbindlichen Garantien mag diplomatisch unnachgiebig wirken, doch es spiegelt die zentrale Lehre aus drei Jahren Krieg wider: Politische Kompromisse ohne Sicherheitsarchitektur bleiben Makulatur. Der »diplomatische Showdown« um den Donbas ist damit weniger eine Frage territorialer Kontrolle – er ist ein Test, ob die westliche Allianz ihre Werte in Krisenzeiten institutionell abzusichern vermag.


Das is ja Wochenschauniveau:
»Erstmals seit Beginn des Krieges tritt die EU nicht nur als Solidaritätsbündnis auf, sondern als eigenständiger Akteur, der bereit ist, gegen amerikanischen Druck Position zu beziehen.«
Muhaha. Ich schaue mal auf die Seite von Sonneborn. Der hat bestimmt auch was dazu. 😀
Gott, die hängen alle dank Flutschi mit den Köpfen im künstlichen Rektum vom Trump umd wollen da auch gar nicht mehr raus. 😀
Gut die Spanier können sich was erlauben. Bei denen läuft es im Moment wohl ganz gut. Trotz Immigration. Das das da überhaupt ein Thema ist?
Weiß die Bild eigentlich, wieviel Ukrainer mit deutscher Stütze derzeit auf Teneriffa leben?
Das klingt wieder nach dem vollen Vertrauen, das unsere Bürger in stattlicher Zahl unserem Staat, der Eu und den handelnden Politikern entgegenbringen. Weiter bringt uns diese doch ein wenig einseitige Sichtweise leider auch nicht. im Gegenteil. Sie ist neben vielem anderen giftig und kein Stück konstruktiv.
Vertrauen bekommt man nicht bei Aldi. Das muss man sich erarbeiten.
Und das geht eben so nicht.
Schon gar nicht, wenn Leute sinnlos in den Tod geschickt werden.
@juri nello: Zu Punkt 1: volle Zustimmung.
Zu Punkt muss ich dir sagen: Ja, es ist blöd, dass die Menschen nicht gelernt haben, was nach einem Überfall eines aggressiven Nachbarn die Antwort sein könnte. Die Antwort, die nicht auf Gegengewalt basiert. Das alttestamentarische: »Wie du mir, so ich dir« oder »Auge um Auge, Zahn um Zahn« ist die Haltung, die allein übrig bleibt, wenn es hart auf hart kommt. Pazifismus ist sicher eine vertretbare Haltung. Bloß entspricht das nicht nur hehren moralischen Leitlinien, sondern dummerweise meiste auch der Aufgabe der eigenen Lebensweise und Kultur. Im Fall der Ukraine werden wir bei der möglichen Niederlage irgendwann erkennen, was Putin damit meinte, diesem Land die Staatlichkeit zu nehmen. Leute, die vom dortigen Mainstream abweichen, werden nicht gecancelt, sondern getötet. Viel Spaß dabei, solchen Verbrechern mit dem zu kommen, was du mit »sinnlos in den Tod schicken« wohl gemeint haben könntest.
@Horst Schulte: Deine Angst vor den Russen finde ich nach wie vor irrational. Du muss nur ein paar km ins Hinterland fahren, da hast Du die größten russischen Gemeinden in Deutschland.
Wenn die gewollt hätten, hätten die schon längst was hier starten können.
Wenn ich Dich so lese, erinnert mich das immer an die Werner Comics. »Hilfe, die Russen kommen!«
Was haben wir für ein Schwein gehabt, dass Putin sich halb totgelacht hat, als Frau Bockbier Russland in Feierlaune und in Funktion der Außenministerin den Krieg erklärt hat. Nur ein paar Dekaden früher und Deutschland gäbe es nicht.
Hätten die Tschetschenen das gemacht, gäbe es die auch nicht mehr.
Dummerweise wiederholen etwaige Minister die Anna-Lena-Sprüche gerne mal.
Jetzt denken wir mal ein paar Dekaden zurück und betrachten uns die Anfänge vom ersten und zweiten Weltkrieg. Da waren die Anlässe aber wesentlich geringer.
Und wie Glaubwürdig ist eine Bundesregierung, die mit Kriegserklärungen um sich schmeißt, wie Konfetti, obwohl dieser Fall gar nicht von der Staatsexistenz gedeckt ist? Was ist mit den 2 Plus 4 Verträgen, wenn vom Natofall eben nur noch ein tofall übrig bleibt?
Haben wir satte Friedensverträge oder gilt dann evtl. die bedingungslose Kapitulation?
Welcher Staat wartet denn noch 5 Jahre bis Deutschland meint, entsprechend für einen Krieg aufgerüstet zu haben?
Dabei sollte man nicht verkennen, das sdie Polen schn jetzt eine schlagkräftige Armee am Start haben. Ganz ohne Sondervermögen.
Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet jetzt wieder Reparationen gefordert werden.
Ich stelle mir das gerade mal im Amiland vor.
Maduro: »Eh Donald, Du alter Gringo loco! Ich erkläre Dir jetzt schon mal prophylaktisch den Krieg. Aber ich bin noch nicht so weit. Gib mir bitte noch 5 Jahre. Dann ist meine V2030 fertig und ich kann Dir so richtig den Arsch wegballern!«
Das ist das Niveau auf dem wir uns seit Jahren bewegen. Die Elite, bestehend aus Politik und Wirtschaft und das Volk als abnickender Mitläufer. Das ist nicht nur zum fremdschämen und komplett irre, sondern auch noch auf Tiktok und Co. jederzeit in jedem Land abrufbar.
@juri nello: Eher ist es Putin, vor dem mir graut. Ein Verbrecher, der ein Lügner und skrupelloser Geselle der schlimmsten Art ist. Die Beweise hat er lange vor seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine erbracht. Erinnerst du dich an Mink I und II? Immer wieder hat er gelogen und betrogen. Dass auch von den Ukrainern die Dinge nicht umgesetzt wurden, wie es vereinbart war, geschenkt! Putin traue ich es zu, Europa anzugreifen. Wie unwahrscheinlich es auch sein mag. Er hat bewiesen, dass er Dinge tut, die andere Menschen sich nicht hätten vorstellen können. So etwas tun größenwahnsinnige Verbrecher. Wir hatten einen davon.
Die Tschetschenen gibt’s nicht mehr. Noch die Bilder von Gosny vor Augen? Was für ein dummes Beispiel. Da sieht man doch am besten, wie Putin drauf ist und wozu er fähig ist.
Wo bitteschön ist die Bundesregierung, die mit Kriegserklärungen um sich wirft? Woher nimmst du solche Behauptungen?
Du kannst doch gar nicht wissen, in welchen Zeitspannen Putin denkt. Es kann sein, dass er von der hybriden Kriegsführung gegen uns auf einen offenen Angriff shiftet. Dass dies dann u.U. anders aussehen würde, als im 2. Weltkrieg, muss ich nicht erwähnen.
Wenn du Politik, die dir vorschwebt, mit Friedensfantasie betreiben möchtest. Dich hindert natürlich niemand daran. Für mich ist es an der Zeit, dass wir aufrüsten, um gegen die Idioten, die heute die Geopolitik bestimmen, etwas vorbringen zu können. Wenn es nach dir ginge, könnten wir die weiße Flagge wohl gleich raushängen. Soweit bin ich noch nicht. Ich glaube, die meisten Deutschen sehen inzwischen, dass wir Dinge machen müssen, an die wir unser ganzes Leben nicht im Traum gedacht hätten. Daran siehste, wo die Bekloppten sind. In Russland und in den USA. In China wohl auch und ich könnte die Liste noch fortsetzen.
Ich frage mich, wie du dazu kommst, der Bundesregierung Kriegstreiberei zu unterstellen. Das ist allerhand und total dumm.