Das war eine Ausnahme, möchte ich festhalten. Heute bin ich nämlich ganz entgegen meiner Gewohnheiten um 7.00 Uhr in der Früh aufgestanden. Das wird sich nicht so schnell wiederholen. Ich hatte das Gefühl ausgeschlafen zu sein, was allerdings gar nicht sein konnte. Schließlich habe ich Lanz über Völkerrecht durchgestanden. Also war es so 1/2 1 Uhr.
Meine Frau hatte schon alle Fenster geöffnet und gut durchgelüftet. Ich dachte, das ist die Gelegenheit, zu einem frühen Ausflug zum See. Die Luft war noch herrlich frisch. Allerdings schien die Sonne schon als gäbs kein Morgen mehr. Ich packte meinen Rucksack (Kamera, Objektiv 200-600 plus eine Wasserflasche) Das waren an die drei Kilo. Für einen kurzen Trip an den See wohl etwas übertrieben. Nun, ich habe die Kamera eigentlich meistens dabei. Insofern.
Aber es wurde doch ziemlich schnell warm. Deshalb war ich froh, die Wasserflasche dabei zu haben. Den Zeitraum zum Einatmen der frischen Luft hatte ich etwas gedehnt, weil ich durch den Wald gegangen bin. Da merkt man auch morgens schon einige Grade Unterschied.
Gleich an der Spitze des Sees hatten sich die Schwäne breitgemacht, von denen ich kürzlich hier einige Fotos gezeigt hatte. Die Truppe ist immer noch vollzählig. Hab sie antreten lassen. Der Vater (nehme ich an) hatte mich seit meinem Eintreffen ununterbrochen im Auge. Er näherte sich dem Ufer, ob das ein Zeichen sein sollte? Nein. Es blieb alles friedlich. So konnte ich wieder ein paar Aufnahmen machen, von denen ich euch hier einige zeigen möchte.









Also die Heckenbraunelle (nie gehört!) hätte ich für einen Feldspatz gehalten!
Schöne Fotos – und toll, dass du einen See in fußläufiger Nähe hast.
Was das frühe Aufstehen angeht, fällt es mir nur am 1.Tag schwer, wenn es mal sein muss – das ist in meinem Leben nur an sehr heißen Tagen der Fall, wenn wir lieber morgens früh in den Garten fahren (20 Radminuten), um zu gießen, wenn die Temperaturen noch erträglich sind. Ab Tag 2 wache ich dann von selbst so früh auf und fühle mich voll ausgeschlafen.
@ClaudiaBerlin: Man kann sich ans frühe Aufstehen gewöhnen, sagst du? Hab ich schon mal gehört. 🙂 Meine Frau steht auch immer ganz früh auf. Ich mag mich nicht daran gewöhnen, weil immer schon Langschläfer.
Bei der Heckenbraunelle gings mir ähnlich. Seit ich so viel fotografiere, habe ich ein wenig dazu gelernt. Der Unterschied zwischen beiden Vögeln sticht nicht stark ins Auge. Ich erkenne die Heckenbraunelle inzwischen daran, dass der Kragen bis in den Rücken etwas Grau gefärbt ist und das der Schnabel nicht so kräftig ist wie bei Sperlingen.
Unser See ist zwar klein aber für solche Ausflüge, für kurze Sparziergänge überhaupt, ideal. Wenn ich eine Runde um den See mache (war gestern nicht so), sind das bis nach Hause ca. 4 km. Ja, er ist nicht so groß, unser Haussee. Wir haben in der Nähe noch einen weiteren. Der heißt Peringsmaar und ist eine Ecke größer. Das sind übrigens beides Folgen des Braunkohleabbaus. Dort, wo jetzt das Peringsmaar ist, lag früher der Sonnenhof, über den ich hier schon so oft geschrieben habe. Da haben meine Schwester und ich unsere Kindheit verbracht.
Man kann sich m.E. leicht ans frühe Aufstehen gewöhnen, wenn man völlig frei in der Wahl der eigenen Schlaf- und Wachzeiten ist. Und sich halt hinlegt, wenn müde, egal welche Tageszeit. Da ich alleine wohne, ist das der Standard. Wenn ich vom Garten komme, lege ich mich meist aufs Sofa, weil einigermaßen erschöpft. Da nicke ich dann ein, was das Schlafdefizit der letzten Nacht nachholt. Irgendwann wache ich auf, gehe wieder an den PC und dann in die Küche, um mir was zu Essen zu machen – danach wieder aufs Sofa und irgendwann ins Bett, wenn ich merke, dass ich sonst da einschlafe (oder wieder aufwache, weil schon passiert). Ich wache dann sehr früh wieder auf… (manchmal zu früh zum aufstehen, aber ich muss ja auch nicht jeden Tag morgens gießen, dann schlaf ich irgendwann wieder ein und es kann 10 werden).
Wenn ich so mitbekomme, was alles über „gesundes Schlafen“ geschrieben, gesagt, verfilmt wird, ist meine schwankende Praxis ziemlich „krank“. ABER: ich bin in meinen Wachzeiten nie müde, habe keinen „Smog“ im Kopf und auch sonst nichts, was als Folge inneffektiven / falschen Schlafens so genannt wird.
@ClaudiaBerlin: Trotz der langen Zeit als Rentner schlafe ich bis über Tag bis heute nie. Das war mal anders. Im Urlaub z.B. habe ich mich gern ein Stündchen aufs Ohr gelegt und fand das auch äußerst erfrischend. Aber jetzt bin ich einfach nicht müde. Normalerweise ist das bis zum Abend so. Das mag auch daran liegen, dass ich abends (nach dem Essen) 1, oft 2 Espresso trinke. Dann wird es auch mal 1/2 2 Uhr oder noch später. Entsprechend lange schlafe ich morgens aus. Dann ist 10 Uhr so meine Aufstehzeit. Während der Hitze haben sich meine Schlafgewohnheiten geändert. Ich werde häufig wach und kann morgens einfach nicht mehr so lange schlafen. Ein schweres Schicksal. 🙂
Leider verträgt sich mein lascher Umgang nicht ganz mit meinen fotografischen Ambitionen. Wenn ich ein Bild mit Nebel überm See machen möchte, ist das bisher selten gelungen. Dafür müsste ich einfach früh raus. Da die Wetterlage meistens im Herbst anliegt, wäre das noch blöder, weil der Sonnenaufgang später passiert. 🙂