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Online-Petition: Wer erhält Berufsverbot?

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Dieses Interview ist ein unglaubliches Beispiel dafür, wie unsere deutsche Streitkultur systematisch zerstört wird. Ich glaube, wir alle sind Teilnehmer dieses Prozesses. Wir lassen uns nicht ausreden, wir achten nicht unseren Gesprächspartner. Jeder achtet irgendwie nur noch darauf, dass die eigene Position gut platziert und möglichst durchgesetzt wird.

Diese Diskussion nenne ich in ihrer Art einzigartig. Einzigartig abstoßend und wohl auch irgendwie folgerichtig ein Aufreger. Dass «Moderator» Lanz dafür die Hauptverantwortung trägt ist dabei unbenommen. Er hat mit seiner schrecklichen Art, «investigativ», laut und wichtigtuerisch die Entgleisung des Gespräches aus meiner Sicht maßgeblich verursacht.

Wenn wir noch einen Blick dafür haben, wohin «Qualitätsfernsehen» vom Schlage «Markus Lanz» die Zuschauer bringt, muss man sich nur diese unsägliche Online-Petition anschauen, die innerhalb weniger Tage immerhin über 7000 Unterstützer gefunden hat. Dort fordern Leute, dass Markus Lanz vom ZDF entlassen wird –  mit den schon üblichen Begründungen, die man sonst hauptsächlich in sozialen Netzwerken vor die Flinte kriegte. Berufsverbot per Online-Petition. Interessant auch, dass sich die Kritik seltsamerweise hauptsächlich auf den öffentlich-rechtlichen Bereich beschränkt. Dschungelcamp wird -nach welchen Regeln auch immer- per se immer positiver bewertet. Nun ja, ich muss das nicht verstehen!

Markus Lanz nicht zu mögen oder ihn sogar zu hassen ist das eine, eine Petition dafür zu starten, dass ein unliebsamer Mensch seinen Job verliert ist das andere. Ich schlage mal vor, dass wir ganz basisdemokratisch demnächst auch darüber abstimmen, wer eines der immer knapper werdenden Organe erhält – per Onlinepetition.

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Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

13 Gedanken zu „Online-Petition: Wer erhält Berufsverbot?“

  1. wenn der Lanz nicht weiter weiß, wird mit unqualifizierten Fragen gelöchert. Ich hätte mir gerne alles in Ruhe angeschaut, zumal Sahra Wagenknecht alles auf den Punkt gebracht hat.

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    • Es war wirklich völlig unerträglich. Vor allem Lanz hat diese Sendung mit seiner blöden Art kaputt gemacht. Und die richtigen Temperamente kamen da auch zusammen. Dieser Schwätzer Jörges und rote Dame, die sich auch so gern reden hört.

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    • Das bewirkt soviel, wie einen Handstand davor zu machen. Vielleicht nicht mehr in Zukunft, wenn LG, Samsung etc.dank Motion- und Eyetracking wissen, was wir wirklich sehen.

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  2. Dass Herr Lanz seinen Gästen gerne und ständig ins Wort fällt, weil er ihnen etwas entlocken möchte, was diese aber nicht sagen wollen ist schon «nervig. Aber ich gehe konform, dass die Petition zu weit führt. Ich hab eine funktionierende Fernbedienung. Und das ZDF weiß schon selbst genau, ob und wie man reagiert.
    HG Hans

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  3. «dass ein unliebsamer Mensch seinen Job verliert»?
    unliebsam?
    1) Es geht nicht darum, ob er sympathisch ist, sondern ob er kompetent ist.
    seinen Job verliert?
    2) Es geht nicht darum, jemanden der irgendetwas angestellt hat irgendwie zu bestrafen (so wie man Führerscheinentzug als Strafe diskuitiert) sondern mancher Gebührenzahler fragt sich, ob der Job, der hier gemacht wird nicht von jemand anderem besser gemacht wird.
    So wird aus «dass ein unliebsamer Mensch seinen Job verliert» nüchtern betrachtet «dass ein Inkompetenter durch einen Geeigneteren ersetzt wird».

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  4. Ouh mann… ich hab mir das jetzt mal bis zum Ende angetan. Mir fehlen komplett die Worte. Ne Petiition deswegen? Nee, ich verweigere einfach die Glotze. Den Fernsehr vor 15 Jahren aus dem Fenster schmeißen, war wirklich die beste Idee meines Lebens. Ich krieg vieles einfach nicht mehr mit. Ich hoffe, daß ein bisher unterschätzter Zusatzgewinn meine Streitkultur ist.

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