Macht die Regierung etwas, um dem Pflegenotstand gegenzusteuern, oder bleibt es bei dem Zustand der Pflege, der sich scheinbar immer weiter verschlechtert?
Zukunft Der Pflege  šŸ’Š šŸ’‰ ā€“ Was Regelt Der Koalitionsvertrag?

Die PfleĀ­ge stand vor dem Abgrund, jetzt scheint sie dem KolĀ­laps einen Schritt nƤherĀ­geĀ­komĀ­men zu sein. Neu ist dieĀ­ser beunĀ­ruĀ­hiĀ­genĀ­de Befund schon lƤngst nicht mehr.

Laut Ā«SpieĀ­gelĀ» machen PfleĀ­geĀ­krƤfĀ­te in DeutschĀ­land geraĀ­de mobil. Und das, obwohl doch im ArtiĀ­kel erwƤhnt ist, das alles gut wird ā€“ oder jedenĀ­falls, werĀ­den kƶnnĀ­te. Was hat die nƤchsĀ­te GroĀ­Ko, so sie denn kommt, nicht alles vor, um die SituaĀ­tiĀ­on zu verĀ­besĀ­sern?!

Als SofortĀ­maƟĀ­nahĀ­me solĀ­len 8000 neue FachĀ­kraftĀ­stelĀ­len Ā«im ZusamĀ­menĀ­hang mit der mediĀ­ziĀ­niĀ­schen BehandĀ­lungsĀ­pfleĀ­ge in PfleĀ­geĀ­einĀ­richĀ­tunĀ­genĀ» geschafĀ­fen werĀ­den. AusĀ­drĆ¼ckĀ­lich heiƟt es im KoaliĀ­tiĀ­onsĀ­verĀ­trag: Ā«Dem SofortĀ­proĀ­gramm werĀ­den weiĀ­teĀ­re SchritĀ­te folĀ­genĀ». Die KosĀ­ten fĆ¼r die 8000 neuĀ­en StelĀ­len solĀ­len aus MitĀ­teln der GesetzĀ­liĀ­chen KranĀ­kenĀ­verĀ­siĀ­cheĀ­rung gedeckt werĀ­den.

MichaĀ­el Simon, ProĀ­fesĀ­sor fĆ¼r GesundĀ­heitsĀ­poĀ­liĀ­tik, behaupĀ­tet, in der PfleĀ­ge wĆ¼rĀ­den 100.000 LeuĀ­te gebraucht. DemĀ­nach mĆ¼sĀ­sen die Ā«weiĀ­teĀ­ren SchritĀ­teĀ» ganz schƶn groƟ sein.

Im Ā«TagesĀ­spieĀ­gelĀ» hatĀ­te ich darĀ­Ć¼ber geleĀ­sen, dass Karl LauĀ­terĀ­bach, SPD, zuverĀ­sichtĀ­lich in die Zukunft der PfleĀ­ge schaut.

 

 

Er war einer der VerĀ­handĀ­ler, die fĆ¼r die SPD bei dieĀ­sem TheĀ­ma am Tisch saƟen. SkepĀ­sis ist bei seiĀ­ner BewerĀ­tung des ErreichĀ­ten desĀ­halb wohl angeĀ­bracht.

ā€žKĆ¼nfĀ­tig solĀ­len PfleĀ­geĀ­perĀ­soĀ­nalĀ­kosĀ­ten besĀ­ser und unabĀ­hƤnĀ­gig von FallĀ­pauĀ­schaĀ­len verĀ­gĆ¼Ā­tet werĀ­denā€œ
QuelĀ­le: GroĀ­Ko-PlƤĀ­ne fĆ¼r PatiĀ­enĀ­tenĀ­verĀ­sorĀ­gung: Rezept gegen den SparĀ­zwang ā€“ PoliĀ­tik ā€“ TagesĀ­spieĀ­gel | LINK

So ganz kann ich die einĀ­seiĀ­tiĀ­gen VorĀ­wĆ¼rĀ­fe in RichĀ­tung der PoliĀ­tik nicht nachĀ­vollĀ­zieĀ­hen. Seit 1995 wurĀ­den in DeutschĀ­land weiĀ­teĀ­re 60.000 ƄrzĀ­te in VollĀ­zeit einĀ­geĀ­stellt. In der PfleĀ­ge wurĀ­den im gleiĀ­chen ZeitĀ­raum aber 25.000 KrƤfĀ­te einĀ­geĀ­spart. Ist dieĀ­ser TatĀ­beĀ­stand wirkĀ­lich Ā«der PoliĀ­tikĀ» zuzuĀ­schreiĀ­ben oder lƤuft hier nicht etwas andeĀ­res falsch?

Im Bericht des Ā«TagesĀ­spieĀ­gelĀ» wird eine SpreĀ­cheĀ­rin des SpitĀ­zenĀ­verĀ­banĀ­des der KranĀ­kenĀ­kasĀ­sen zitiert, die den in beiĀ­den ArtiĀ­keln vorĀ­komĀ­menĀ­den Satz relaĀ­tiĀ­viert, oder sagen wir besĀ­ser, die die posiĀ­tiĀ­ve StimĀ­mung von Herrn LauĀ­terĀ­bach ein wenig trĆ¼bt. Sie erklƤrt zum lobensĀ­werĀ­ten VorĀ­haĀ­ben der von FallĀ­pauĀ­schaĀ­len unabĀ­hƤnĀ­giĀ­gen VerĀ­gĆ¼Ā­tung der PfleĀ­geĀ­perĀ­soĀ­nalĀ­kosĀ­ten : Ā«Die PfleĀ­ge aus den FallĀ­pauĀ­schaĀ­len ohne VerĀ­zerĀ­runĀ­gen und NebenĀ­wirĀ­kunĀ­gen herĀ­ausĀ­zuĀ­lƶĀ­sen, macht man nicht einĀ­fach mal hoppĀ­la hoppĀ», sagt eine SpreĀ­cheĀ­rin des SpitĀ­zenĀ­verĀ­banĀ­des. Bei verĀ­antĀ­worĀ­tungsĀ­volĀ­ler UmsetĀ­zung werĀ­de das ein Ā«mehrĀ­jƤhĀ­riĀ­ger ProĀ­zessĀ». Ā«VƶlĀ­lig inakĀ­zepĀ­taĀ­belĀ» wƤre es ihr zufolĀ­ge, Ā«die KosĀ­ten fĆ¼r PfleĀ­ge im KranĀ­kenĀ­haus einĀ­fach eins zu eins an die GKV weiĀ­terĀ­zuĀ­reiĀ­chen, ohne dass es noch einen Bezug zur tatĀ­sƤchĀ­lich erbrachĀ­ten PfleĀ­ge am einĀ­zelĀ­nen PatiĀ­enĀ­ten und zur PfleĀ­geĀ­quaĀ­liĀ­tƤt gibtĀ».

Wer also darĀ­an glauĀ­ben mƶchĀ­te, dass die AusĀ­saĀ­gen aus dem KoaliĀ­tiĀ­onsĀ­verĀ­trag morĀ­gen zu einer ā€“ wenn auch gerinĀ­gen ā€“ BesĀ­seĀ­rung in der PfleĀ­ge fĆ¼hĀ­ren kƶnnĀ­ten, der hat nicht mit denen gerechĀ­net, die auch in FraĀ­gen unseĀ­rer GesundĀ­heit die Pace machen.

Es gibt eben nicht nur die WafĀ­fen- oder AutoĀ­lobĀ­by, die keiĀ­ner so richĀ­tig leiĀ­den mag. Auch in andeĀ­ren BereiĀ­chen haben LeuĀ­te das Sagen, die nicht PoliĀ­tiĀ­ker sind. WarĀ­um sich die PoliĀ­tik den PriĀ­mat des HanĀ­deln von der WirtĀ­schaft und ihren VerĀ­treĀ­tern haben entĀ­reiĀ­ĆŸen lasĀ­sen, dĆ¼rĀ­fen wir uns einĀ­mal mehr fraĀ­gen.

Die PrĆ¼Ā­gel mĆ¼sĀ­sen jedenĀ­falls (wie immer?) die PoliĀ­tiĀ­ker einĀ­steĀ­cken. Und das, obwohl sie sich manchĀ­mal wahrĀ­scheinĀ­lich richĀ­tig anstrenĀ­gen und trotzĀ­dem viel weniĀ­ger Geld krieĀ­gen, als so manĀ­cher LobĀ­byĀ­ist zum BeiĀ­spiel im GesundĀ­heitsĀ­weĀ­sen.

MeiĀ­ne StimĀ­mung nach dieĀ­sem kurĀ­zen und oberĀ­flƤchĀ­liĀ­chen Exkurs in die mir vƶlĀ­lig fremd bleiĀ­benĀ­de Welt unseĀ­res GesundĀ­heitsĀ­weĀ­sens: HofĀ­fentĀ­lich brauch ich sobald weder KranĀ­kenĀ­haus noch PfleĀ­ge. ā˜ šŸ‘½šŸ’‰šŸ’ŠšŸ’‰

Horst Schulte

Ich bin seit 2015 nach 47 Jahren BerufstƤtigkeit Rentner. Manche sagen, Rentner wƤren egoistisch. Stimmt gar nicht. Ich stelle meine Texte hier im Blog vƶllig uneigennĆ¼tzig und natĆ¼rlich kostenlos zur VerfĆ¼gung. Aber wehe, jemand verletzt mein Copyright!

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